So ist das Leben mit einem Welpen wirklich!

Das neue Jahr ist da! Und unsere kleiner Welpe Susi ist mit dem 1. Januar neun Monate alt geworden. Bald ist die Kleine also 6 Monate bei uns – doch für uns fühlt es sich so an, als wäre sie schon viel länger Teil unseres Rudels und ein Leben ohne sie, ist für uns nicht mehr vorstellbar. Dennoch: Seit dem Einzug im Juli hat sich einiges getan. Zeit also, einige Erkenntnisse mit euch zu teilen: Wie ist das Leben mit einem Welpen wirklich?

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Welpenerziehung

Die ersten Monate sind wir mit unserer Kleinen 1-2 Mal pro Woche zur Hundeschule gegangen. Ein Pflichttermin! Jetzt in der Winterpause üben wir täglich Zuhause und auf Spaziergängen weiter, denn auch mit 9 Monaten hat unsere Susi noch lange nicht ausgelernt. Als Jundhündin ist sie nun mitten in der Pubertät und überrascht uns immer wieder.

Unsere vier Spaziergänge am Tag nutzen wir für Spiel, Spaß und etwas Gehorsamkeitstraining. Abends kuscheln wir uns dann auf die Couch und üben dabei Berührungen, Pfotenpflege und das Bürsten. Damit sind wir schon beim nächsten Punkt, der Welpenpflege.

Welpenpflege und Hygiene

Ein junger Hund muss erst an die Pflegeroutine wie das Bürsten und das Untersuchen von Pfoten, Schnauze, Augen und Ohren gewöhnt werden. Berührungen muss sie schließlich nicht nur beim Tierarzt ertragen, den wir übrigens auch schon ein paar Mal besucht haben – da war eine fiese Zecke Schuld daran (Tolle Info’s dazu findest du übrigens bei LesWauz).

Bürsten und Kämmen mag unsere Susi nicht besonders – aber wir arbeiten daran! Dazu haben wir auch schon einige unterschiedliche Bürsten ausprobiert, aber sind bisher mit keiner ganz zufrieden. So habe ich mich in verschiedenen Foren eingelesen und habe nun die ActiVet Bürste gekauft. Ich hoffe, damit bald bessere Ergebnisse zu erzielen. Jetzt im Winter nutzen wir zur Pfotenpflege außerdem ab und an auch reine Vaseline (ohne Parfum o.ä.): Das beugt spröden, rissigen Pfoten vor!

Was-wir-aus-der-Welpenzeit-mit-unserem-Familienhund-gelernt-haben

Die Eingewöhnung

Die ersten 14 – 16 Wochen im Leben unserer Hunde sind prägend: In diesen Woche sollte der Grundstein für alles, was er in seinem Leben kennen und können sollte, gelegt werden. Gute Züchter übernehmen diese wichtige Aufgabe – anders bei unserer Susi, die wir von einem Bauernhof haben. Dort wurde kein Wert auf die Sozialisierung gelegt und wir mussten nach dem Einzug bei uns eine Menge nachholen: Auto, Bus und Zug kennenlernen, ebenso wie Krankenwagen- und Polizeisirenen, Menschen mit Hut, Kapuze und Brille, Staubsauger, Katzen uvm. Leider haben wir unsere Susi erst in der 14. Lebenswoche bei uns aufgenommen und die prägende Lebensphase war schon fast vorüber. Das merken wir heute, da sie z.T. vor unbekannten Dingen große Angst hat und sie verbellt.

Heute würde ich bei der Auswahl des Familienhundes noch genauer
darauf achten, wie er die Sozialisierungsphase verbracht hat.

Ruhezone für den Welpen

Jeder Welpe braucht zwingend einen Rückzugsort, besonders wenn er bei einer Familie mit Kleinkindern aufwächst. Wir haben bereits im Blogpost Zusammenleben zwischen Kind und Hund darüber geschrieben. Unsere Susi hatte von Anfang an ihr ruhiges Körbchen, in das sie sich zurückziehen kann. Dort dürfen sie die beiden Mädels nicht stören. Solche Regeln für das Zusammenleben von Kind und Hund sind sehr wichtig!

Leider ist unsere Susi sehr bald aus Ihrem Körbchen raus gewachsen, deshalb mein Tipp: Gleich ein Körbchen in der Endgröße eures Hundes besorgen!

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Unsere Susi mit 5 ½ Monaten in der Hundehöhle Shell Comfort von PadsforAll in S und M/L

Die erste Läufigkeit unserer Hündin

Mitte Dezember (8 ½ Monate alt) war es bei uns soweit: Die erste Läufigkeit. Diese haben wir ohne Schwierigkeiten überstanden und nun ist unsere Susi mitten in der Scheinträchtigkeit. Sie ist noch kuschliger als sonst und ihr Gesäuge ist gewachsen. Trotzdem sind wir jeden Tag draußen und erleben viele Abenteuer im Schnee; denn Ablenkung tut gut! Außerdem braucht auch ein ein kleiner Hund wie ein Spitz benötigt eine Menge körperliche und geistige Auslastung.

Die Auslastung

So ein Spitz wird wegen seiner Größe oft unterschätzt, aber er ist ein sehr ausdauernder Hund, der total auf Action steht. Chrissy von „Verspitzt“ hat es in ihrem Rasseportrait auf den Punkt gebracht: „Man mag es auf den ersten Blick aufgrund der Größe gar nicht denken, aber Spitze sind die reinsten Energiebündel. Trotz der kurzen Beinchen können sie stundenlang spazieren gehen, Fahrrad fahren oder Joggen gehen. Was die Ausdauer angeht, stehen sie einem Border Collie in nichts nach. Aber natürlich braucht der Spitz auch geistige Auslastung: Er ist nämlich sehr intelligent und gelehrig.“

Susi Deutscher Spitz Welpenaufzucht
Unsere Susi mit 9 Monaten beim Spiel im Schnee

Wir sind schon sehr gespannt, ob und wie sich unsere Susi in den nächsten Wochen noch verändern wird, auch wegen ihrer Scheinmutterschaft. Und dann dauert es auch gar nicht mehr so lange bis zu ihrem ersten Geburtstag! Dann werden wir euch wieder berichten.

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