Haustiere

Pflegehündin sucht Familie: Die kleine Zuckerschnute Elly

14. August 2019

Der Wecker klingt, es ist 1 Uhr nachts und ich springe aus dem Bett. Geschlafen habe ich nicht, dazu war ich viel zu aufgeregt. Mein Mann zieht sich eine warme Jacke an, nimmt seine Autoschlüssel und macht sich auf den Weg zur Autobahn: Unsere Pflegehündin Elly kommt heute an. Seitdem ist etwas über eine Woche vergangen – und heute möchte ich euch die kleine Maus vorstellen. Viel Spaß!

Unser Wildfang mit der kleinen Elly

Elly, so heißt die kleine gerade 3,5 Monate alte Mischlingshündin. Auch sie kommt, wie unsere erste Pflegehündin Tracy, aus Kalabrien – und doch hat sie mit ihr sonst nicht viel gemein. Aber dazu später.

Elly’s Mutter war eine Straßenhündin und lebte in der Nähe von Ciró Marina, wo sie zwei Mädels – Elly und Edith – auf die Welt gebracht hat. Mutter und Welpen hatten wahrscheinlich kaum Menschenkontakt und wenig Futter, was man ihr heute noch anmerkt. Bei ihrer Ankunft vor 1,5 Wochen war sie sehr unsicher und hat sich lieber verkrochen. Doch mit viel Geduld und Liebe macht die kleine Elly jeden Tag neue, aufregende Schritte draußen in dieser Welt: Dabei geben wir ihr Zeit, lassen sie das Tempo selbst bestimmen und in Ruhe ankommen.

Elly sucht nach einem sicheren Hafen!

Elly hat noch nie in einem Haushalt gelebt gelebt und doch fühlt sie sich mittlerweile nach fast 2 Wochen bei uns ganz wohl. Auch wenn Elly unbekannten Dingen (Föhn, Staubsauger etc.) und fremden Menschen noch schüchtern begegnet, nimmt sie zu uns indes gerne Kontakt auf: Jedes Mal, wenn ich oder mein Mann von der Arbeit nach Hause kommen, springt sie vor Freude vom Sofa, kann gar nicht aufhören mit dem Schwanz zu wedeln und verteilt überall Küsschen. Die kleine Maus hat so viel Liebe zu verschenken! ♥ 

Auch mit unserer Hündin Susi versteht sie sich sehr gut und fordert sie immer häufiger zum Spielen auf. Da sie sich gut mit anderen Vierbeinern verträgt, kann ich mir auch sehr gut vorstellen, sie zu bereits vorhandenen Hunden zu vermitteln. Mit ihrer voraussichtlich mittleren Größe und etwa 15-18kg passt sie auch in so gut wie jede Wohnung – und auf jede Couch. Dort kuschelt sie sich am liebsten eng an uns und lässt sich ihren Bauch kraulen. Und wenn sie ihre Ruhe möchte oder unsere beiden Mädels mal zu anstrengend / laut sind, dann verzieht sie sich in ihre Hundebox zum Schlafen.

Wer zeigt Elly den Weg zum souveränen Junghund?

Dort wartet die kleine Elly darauf, dass jemand ihr zeigst, wie schön das Leben sein kann. Dieses zarte Blümchen freut sich darauf, aufzublühen und mit deiner Hilfe zu einem sicheren Junghund zu werden. Sie sucht Menschen, die sie verstehen, sich um sie kümmern, sie lieb haben – und gemeinsam mit ihr grüne Wiesen und Berge erkunden – viel Neues lernen – und vielleicht gemeinsam eine (positiv arbeitende) Hundeschule besuchen. Dann wird die kleine Elly an deiner Seite zu einem souveränen Junghund heranwachsen.

Apropos souverän: Hatte die kleine Elly bei ihrer Ankunft Angst vor drinnen und draußen, bewegt sie sich jetzt nach 1,5 Wochen schon sehr sicher im Garten. Dort spielt sie auch schon mit ihrem Ball und traut sich auch, sich zu lösen. Seit 2 Tagen zeigt sie auch an, wenn sie in den Garten möchte um Pippi zu machen – nur draußen „in freier Wildbahn“ traut sie sich noch nicht. Mit Geduld und der nötigen Sicherheit wird Elly lernen, sich auch draußen im Park und in der Stadt angstfrei zu bewegen.

Morgens und abends geht sie gerne draußen spazieren, dann sind nicht mehr so viele fremde Menschen unterwegs und es ist auch nicht mehr so heiß. Das genießt auch unsere Susi, die sich aber anders als die kleine Elly, lieber vom Wasser fern hält. Die Liebe zum Wasser haben Elly und Tracy gemein, aber Elly ist sehr viel zurückhaltender. Dafür hat sie aber (noch) keine Probleme mit dem Zahnen und kaut auch nicht auf unserer Bettwäsche oder den Spielsachen der Mädels rum. Sie hat ihren Kuschel-Dinosaurier gut angenommen und er liegt immer bei ihr in der Box. Dort fühlt sie sich sicher – während Tracy damals sich gar nicht in die Box rein traute. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie unterschiedliche alle Hunde sind und ich bin schon neugierig zu sehen, wie sich Elly noch entwickeln wird, bis sie in ihr neues Zuhause umzieht.

Nachtrag vom 19.09.2019

Gemeinsam in die dritte Woche mit Pflegling

Am Montag, 19. August, sind wir mit unserer Elly in die dritte gemeinsame Woche gestartet. Das war auch für uns Neuland, denn Pflegling Tracy hatte großes Glück und zog schon nach 2 Wochen wieder bei uns aus. Das wünsche ich mir auch für unsere süße Elly, denn sie ist wirklich ein zuckersüßes Welpe und offenbart uns jeden Tag mehr ihre kleine Persönlichkeit:

Elly ist ein kleiner Clown, unglaublich verspielt und für jeden Spaß zu haben!

Pflegepapa Gerd

Auch das Spazierengehen außerhalb unseres Gartens klappt immer besser: Während wir die erste Woche großteils nur im Garten verbracht haben, bis sich Elly dort wirklich wohl gefühlt hat, haben wir ab Tag 9 unsere Runden in der Stadt ausgeweitet. Erst sind wir nur 50 Meter gelaufen, haben uns dann hingesetzt und haben die Welt angeschaut. Am Ende der 2. Woche sind wir an zwei Tagen sogar 2 km gelaufen und die kleine Zuckerschnute hatte dabei kaum den Schwanz eingezogen. Wenn sie eine Pause braucht, dann legt sie sich einfach hin: Aber das machen Welpen eben so, wenn sie müde sind!

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