Von Mutterschaft, Elternzeit & Familiengeld

Was sind die Regelungen zur Mutterschaft, der Elternzeit und dem Familiengeld in Südtirol / Italien? Das italienische Arbeitsrecht ist sehr umfangreich und vor allem sehen die einzelnen Kollektivverträge unterschiedliche Regelungen vor. Öffentliche Bedienstete haben wiederum andere Bestimmungen.

Heute möchte ich für euch die Regelungen für unabhängige Beschäftigte in der Privatwirtschaft zum Thema Mutterschaft und Elternzeit zusammenfassen. Außerdem habe ich für euch auch Informationen zu den verschiedenen Leistungen des Landes Südtirol für Familien, z.B. das Familiengeld und das Landeskindergeld, zusammengefasst. (Aktualisiert am: 23.02.2018) 

Inhaltsverzeichnis

Mutterschaft-Elternzeit-Familiengeld-in-Südtirol

Der obligatorische Mutterschaftsurlaub
Der obligatorische Vaterschaftsurlaub
Die Stillstunden
Die Elternzeit
Die Krankheit des Kindes
Der Bonus Bebé
Das INPS Familiengeld
Das Landeskindergeld 
Das Familiengeld des Landes
Das Familiengeld des Staates
Das staatliche Mutterschaftsgeld
Das Landesfamiliengeld+ für Väter
Der Bonus mamme domani
Der Kita Bonus
Der Sozialbonus auf Stromlieferungen
Voucher Babysitter
Selbstkündigung innerhalb des 1. Lj.
Naspi
Obligatorische Versicherung für Hausfrauen
Die Rentenvorsorge

 

Die obligatorische Abwesenheit wegen Mutterschaft

Eine werdende Mama hat Anspruch auf 5 Monate obligatorische Mutterschaftszeit. In diesen 5 Monaten ist die Mutter verpflichtet, sich von der Arbeit fernzuhalten. Die Abwesenheit verteilen sich im Normalfall folgendermaßen:

  • 2 Monate Pflichtabwesenheit vor dem errechneten Geburtstermin
  • 3 Monate nach der Geburt

Dabei gilt: Erfolgt die Geburt nach dem errechneten Termin, werden die 3 Monate ab dem effektiven Geburtstermin berechnet. Kommt das Baby vor dem errechneten Entbindungstermin auf die Welt, dann zählen die 3 Monate ab dem ursprünglich errechneten voraussichtlichen Entbindungstermin. Zum besseren Verständnis hier ein Beispiel:

Lisa bekommt ein Baby und der Arzt hat den 25.Mai als voraussichtlichen Geburtstermin errechnet. Lisa sucht über ein Patronat beim INPS um den obligatorischen Mutterschaftsurlaub an und bleibt somit ab dem 25. März ihrer Arbeit fern:

A) Der kleine Max kommt am 25. Mai zur Welt. Lisa ist bis zum 25. August in Mutterschaftsurlaub.
B) Der kleine Max kommt am 18. Mai zur Welt. Lisa ist bis zum 25. August in Mutterschaftsurlaub.
C) Der kleine Max kommt am 30. Mai zur Welt. Lisa ist bis zum 30. August in Mutterschaftsurlaub.

In dieser Zeit bekommt Lisa weiterhin Ihr Gehalt ausbezahlt. 80% davon werden vom INPS übernommen, während Ihr Arbeitgeber in den allermeisten Fällen den Betrag auf 100% des vorherigen Gehaltes ergänzt. Außerdem reifen in den 5 Monaten weiterhin die Urlaubstage von Lisa an, Ihre Abfertigung und die zusätzlichen Gehälter (13tes und ggf. 14tes Gehalt).

Außerdem hat jede werdene Mama die Möglichkeit, diesen Zeitraum flexibler zu gestalten, d.h. sie kann den Zeitraum auf 1 Monat vor und 4 Monate nach der Geburt „verschieben“. Das ist nur möglich, wenn der Frauenarzt bestätigt, dass für die Gesundheit der Mutter und des Kindes keine Gefahr besteht.

 

Vorzeitige Abwesenheit wegen Mutterschaft

Neben dieser Pflichtabwesenheit besteht außerdem die Möglichkeit, dass die Mutter vorzeitigen Mutterschaftsurlaub (also noch vor den oben angeführten Fristen) genießt. Dieser steht dann zu, wenn

  1. die werdende Mama gefährliche Tätigkeiten verrichtet (z.B. Heben von schweren Lasten) und die vorzeitige Aussetzung vom Arbeitsinspektorat oder vom Sanitätsbetrieb genehmigt wird (Artikel 17, GVD Nr. 151/2001).
  2. Gesundheitliche Probleme oder Komplikationen in der Schwangerschaft auftreten

Welcher Unterschied besteht zwischen der vorzeitigen Freistellung wegen unzumutbarer Arbeit und wegen schwerer Komplikationen?

Der vorzeitige Freistellung wegen Mutterschaft wegen schwerer Komplikationen wird aufgrund ärztlich festgestellter Beschwerden gewährt. Bei einer unzumutbaren Arbeit wird vom Arbeitsinspektorat zuerst festgestellt, ob objektiv oder aufgrund der betrieblichen Risikobewertung eine Gefährdung vorhanden ist, ob die Gefahren beseitigt werden können oder ob eine andere Tätigkeit zugewiesen werden kann. Nur wenn eine Gefährdung vorliegt und weder eine Beseitigung der Gefahren noch eine andere Tätigkeit möglich ist, verfügt das Arbeitsinspektorat den vorzeitigen Freistellung wegen Mutterschaft.

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Was passiert bei einer Frühgeburt?

Seit 2016 gibt es eine spezielle Regelung für Mütter, die eine Frühgeburt hatten. Diese kann sich auch mehr als 2 Monate vor dem errechneten Entbindungstermin erreignen und bis vor einige Jahren wurde dieser Zeitraum vom INPS/NISF nicht vergütet. Mit dem Rundschreiben Nr. 69/2016 erklärt das INPS nun folgendes: Das Mutterschaftsgeld steht der werdenden Mutter auch für die zusätzlichen Tage zwischen der Frühgeburt und dem Beginn des gesetzlich vorgesehenen Zeitraums für die Abwesenheit zu – und zwar rückwirkend ab 25. Juni 2015.

 

Notwendigkeit einer stationären Behandlung?

Ein weitere Neuheit aus der Arbeitsmarktreform betrifft die medizinische Notwendigkeit, ein Neugeborenes vorübergehend stationär im Krankenhaus zu behandeln. Die neue Bestimmung sieht vor, dass die Mutter für den Zeitraum der stationären Aufnahme Ihres Babys im Zeitraum nach der Geburt (innerhalb der Dreimonatsfrist bzw. länger bei Frühgeburten und flexibler Mutterschaft) die Mutterschaft aussetzen kann. Die Mama kann dieses Recht auf Aussetzung und Wiederaufnahme Ihrer Arbeit für den Zeitraum des Aufenthalts des Babys nur einmal beanspruchen. Voraussetzung ist eine ärztliche Bescheinigung, welche die Vereinbarkeit des Gesundheitszustandes der Mama mit der vorübergehenden Aufnahme der Arbeit bestätigt. Das Inps klärt im Rundschreiben Nr. 69/2016, dass die Aussetzung des Mutterschaftszeitraums bis zum Tag der Entlassung des Kindes aus dem Krankenhaus möglich ist. Der Mutterschaftszeitraum kann aber auch vor dem Datum der Entlassung wieder aufgenommen werden (also nur teilweise Aussetzung).

 

Wer hat Anspruch auf die obligatorische Mutterschaft?

Wer hat also nun Anspruch auf diese Abwesenheit und wie wird die Zeit vergütet? Anspruch haben alle abhängigen Beschäftigten, die beim INPS versichert sind. Außerdem Bezieher von Arbeitslosengeld (z.B. wenn eine Mutter in den max. 2 Jahren nach erfolgter freiwilliger Kündigung Arbeitslosengeld bezieht und in diesem Zeitraum erneut schwanger wird), häusliches Pflegepersonal, Heimarbeiter und Personen, deren letztes Arbeitsverhältnis nicht länger als 60 Tage vor Beginn der Abwesenheit beendet wurde.

Die Mitarbeiterin erhält während Ihrer obligatorischen Abwesenheit vom INPS 80% des letzten Gehaltes ausbezahlt. Einige Kollektivverträge, z.B. im Handel, sehen eine Vergütung von 100% vor. In diesem Fall ist der Arbeitgeber verpflichtet, die fehlenden 20% an die Mitarbeiterin auszubezahlen. In Apotheken (CCNL farmacia privata, capo III, art. 22) gibt es diese zusätzliche Vergütung nicht.

Übrigens: In diesem Zeitraum eurer Abwesenheit reifen trotzdem
Urlaub, 13ter/14ter Monatsgehalt und die Abfertigung an.

Das Ansuchen um die Vergütung der obligatorischen Mutterschaft

Das Ansuchen um die obligatorischen Mutterschaft kann auf verschiedenen Wegen gestellt werden, muss aber immer telematisch erfolgen. Entweder:

• ganz einfach auf der Homepage des INPS mit Bürgerkarte oder PIN dispositivo

• telefonisch mit einem Mitarbeiter des INPS Call Centers unter der Tel. 803164 kostenlos vom Fixtelefon oder Tel. 06164164 vom Mobiltelefon (in deutscher und italienischer Sprache)

• mit Hilfe eines Patronats, das telematisch den Antrag stellt

Das Ansuchen wird vor Beginn der obligatorischen Abwesenheit gestellt. Die Mitarbeiterin ist verpflichtet, innerhalb von 30 Tagen nach der Geburt das effektive Geburtsdatum des Kindes mitzuteilen.

 

Der obligatorische Vaterschaftsurlaub

Diesen obligatorischen Vaterschaftsurlaub wurde 2012 mit der Fornero Reform eingeführt. Seitdem gilt also für die Väter eine Pflichtabwesenheit vom Arbeitsplatz nach Geburt Ihres Kindes (auch bei Adoption). Bis Ende 2017 lag die obligatorische Abwesenheit bei 2 Tagen, für die Geburten ab 01.01.2018 stehen den Arbeitern 4 Tage zu.

Der Vaterschaftsurlaub muss innerhalb von 5 Monaten nach der Geburt, bzw. ab der Adoption des Kindes, in Anspruch genommen werden. Sie können tageweise genutzt, nicht aber auf Stunden aufgeteilt werden. Das Anrecht auf den obligatorischen Vaterschaftsurlaub ist ein eigenes Recht des Vaters und steht somit zusätzlich zur obligatorischen Mutterschaft zu. In dieser Zeit erhält auch der Vater 100% seines Gehaltes (zu Lasten des INPS) ausbezahlt. Wie bei der Mutter, muss auch der Vater seinen Arbeitgeber 15 Tage vor seiner Abwesenheiten über diese schriftlich informieren. Sofern die Abwesenheit in Zusammenhang mit der Geburt geplant ist, zählt für die 15-Tage Frist der errechnete Geburtstermin.

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Der fakultative Vaterschaftsurlaub

Zusätzlich zu den 4 obligatorischen Abwesenheitstagen, kann der Vater im Jahr 2018 auch noch ein Tag freiwilligen Vaterschaftsurlaub nehmen. Dieser eine Tag wird aber der Mutter von deren obligatorischer Abwesenheit abgezogen, deshalb muss die Mutter damit einverstanden sein. Dafür stehen dem Vater auch an diesem Tag 100% der Entlohnung zu Lasten des INPS zu.

NEU: Mit 2018 wurde die Abwesenheit für Väter, der sog. congedo papà, auf 4 Tage erhöht!

 

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Die täglichen Ruhepausen (Stillstunden)

Jede Mutter hat, wenn sie innerhalb des ersten Lebensjahres ihres Kindes an den Arbeitsplatz zurückkehrt, Anrecht auf tägliche Ruhepausen – auch Stillstunden genannt. Diese Pausen stehen im Verhältnis zur täglichen Arbeitszeit zu, d.h. arbeitet eine Mutter 6 oder mehr Stunden am Tag, hat sie Anrecht auf zwei Ruhepausen von je einer Stunde. Bei einer täglichen Arbeitszeit von weniger als sechs Stunden stehen zwei Ruhepausen von je einer halben Stunde zu. Die genannten Ruhepausen können natürlich auch zusammengelegt werden, aber nur an jeweils ein und demselben Tag – nicht innerhalb einer Woche beispielsweise. Das heißt: Ruhepausen müssen an dem Tag genossen werden, an dem sie anreifen.

 

Ruhepausen auch für Väter!

Bei Mehrlingsgeburten werden die täglichen Ruhepausen übrigens verdoppelt, egal ob zwei oder mehr Kinder geboren wurden. Und auch der Vater hat Anrecht auf diese Ruhepausen! Diese Möglichkeit haben Männer, wenn sie das alleinige Sorgerecht haben oder die Mutter die Ruhepausen nicht beansprucht bzw. nicht beanspruchen kann (Hausangestellte, Heimarbeiter, Bezieherin eines Arbeitslosengeldes, Freiberufler, Selbständige). Leider nicht, wenn die Mutter Hausfrau ist.

Ebenso wenig kann der Vater die Stillstunden beanspruchen während der obligatorischen bzw. fakultativen Abwesenheit der Mutter vom Arbeitsplatz. Eine einzige Ausnahme dieser Regelung gibt es bei Mehrlingen. Dann kann der Vater seinen Teil der Ruhepausen auch dann genießen. Und auch nur dann können beide Elternteile die Stillstunden gemeinsam und zeitgleich genießen!

Der Antrag für den Genuss der Stillstunden muss vom entsprechenden Elternteil an den Arbeitgeber gestellt werden. Männer müssen den Antrag auch beim NISF einreichen. Hier kannst du die Vorlage für den Antrag der Stillstunden kostenlos herunterladen:Herunterladen Natürlich kindgerecht der Elternblog aus Südtirol Downloadbutton

Die Elternzeit in Südtirol / Italien

Die Elternzeit gilt für Mütter und Väter gleichermaßen (auch wenn sie oft fakultative Mutterschaft genannt wird) und auch hier gab es letztens einige kleine Änderungen.

Alle abhängigen Beschäftigten in der Privatwirtschaft haben die Möglichkeit auf eine Elternzeit innerhalb des 12. Lebensjahres Ihres Kindes. Die fakultative Abwesenheit kann maximal 10 (+1) Monate betragen und ein Elternteil kann davon maximal 6 Monate beanspruchen.

Beansprucht der Vater mindestens 3 Monate, erhöht sich sein Anspruch um einen Monat und der Gesamtanspruch beider Eltern steigt auf 11 Monate. Natürlich ist es auch möglich, dass beide Elternteile die Abwesenheit gleichzeitig in Anspruch nehmen.

Also zusammengefasst zur Elternzeit:

  • ein Elternteil kann maximal 6 Monate beanspruchen (180 Tage!)
  • 10 Monate, wenn beide Elternteile den Urlaub genießen
  • 11 Monate, wenn der Vater mindestens 3 Monate genießt
  • 10 Monate für Alleinerzieher
  • insgesamt werden nur 6 Monate der Elternzeit mit 30% vergütet (Ausnahme bei geringem Einkommen)
  • nimmt der Vater auch Elternzeit, kann um seit 2017 um das neue Landesfamiliengeld+ angesucht werden

Die Abwesenheit kann nicht nur zusammenhängend, sondern auch nur an einem oder wenigen Tagen oder Woche/n und sogar stundenweise genossen werden. Wichtig ist nur, dass euer Arbeitgeber mindestens 15 Tage vor Beginn eurer Abwesenheit – falls vom Kollektivvertrag nicht anderes vorgesehen – informiert wird. Der Arbeitgeber ist dann verpflichtet, die fakultative Abwesenheit zu genehmigen. In dieser Zeit eurer Abwesenheit reift nur die Abfertigung an (kein Urlaub, 13ter und eventuell 14ter Gehalt).

 

Wie wird die Abwesenheit wegen Elternzeit genossen?

Die Elternzeit kann ganz flexibel und individuell angesucht werden z.B. ein paar Tage, mal eine Woche, dann einen Tag und so weiter – und sogar eine Inanspruchnahme in Stunden ist möglich. In diesem Fall wird auf die Bestimmungen des jeweiligen Kollektivvertrages verwiesen und, sollte dieser keine genaue Regelung vorsehen, auf das Legislativdekret Nr. 80 vom 15.05.2015. Dieses sieht vor, dass die Elternzeit für 50% der täglichen Arbeitsstunden angesucht werden kann, d.h. wenn eine Mutter z.B. 6 Stunden pro Tag arbeitet, kann die Elternzeit für 3 Stunden am Tag beansprucht werden. Ein Vater, der 8 Stunden am Tag arbeitet, nimmt dann 4 Stunden täglich. 2 halbe Tage zählen als 1 ganzer Tag. Und davon hat man 180 zur Verfügung.

Ein Beispiel zum besseren Verständnis:

Ein Vater möchte gerne Elternzeit beanspruchen. Wie wir wissen hat er Anrecht auf 6 Monate Elternzeit bzw. 7 Monate, wenn er mindestens 3 Monate genießt. Unser Vater möchte aber keinen ganzen Tag der Arbeit fern bleiben, sondern beschließt, die Elternzeit in Stunden zu genießen. Da dieser Vater 8 Stunden am Tag arbeitet, nimmt er also 4 Stunden täglich und war am 23., 24., 25. und 26. Mai. Der Vater aus unserem Beispiel ist also vier halbe Tage abwesend und die Elternzeit wäre hier also für 2 (ganze) Tage aufgebraucht.

Mehrlinge?

Bei Mehrlingsgeburten steht die Elternzeit für jedes Kind zu.

Wie wird die Elternzeit vergütet?

Die Eltern erhalten während Ihrer Abwesenheit 30 % des durchschnittlichen Tageslohnes (des letzten Arbeitsmonats). Es gibt jedoch einige Einschränkungen: Die Vergütung steht nur bis bis zum 6. Lebensjahr des Kindes zu und wird außerdem nur für 6 Monate insgesamt gewährt.

Nach dem 6. Lebensjahr und bis zum 8. Lebensjahr hängt das Anrecht auf Entschädigung von der Einkommenssituation der Eltern ab. Sie haben Anspruch auf 30 % der Entlohnung, wenn das Einkommen nicht das 2,5-fache der Mindestrente überschreitet. Dasselbe gilt für die Monate, die über den 6. Monat hinaus gehen. Zwischen dem 8. und dem 12. Lebensjahr wird der Zeitraum nicht mehr vergütet (unbezahlt).

 

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Die Abwesenheit aufgrund der Krankheit des Kindes

Leider können auch Kinder mal krank werden und dann brauchen sie Pflege. Mama und Papa können das Kind bis zu seinem dritten Lebensjahr unbegrenzt zu Hause betreuen – unter Vorweisung der Krankschreibung des Kindes (vom Kinderarzt).

Die Abwesenheit darf immer nur von einem Elternteil genossen werden (nie gemeinsam für ein Kind – „alternativamente“). Der Zeitraum dieser Abwesenheit ist unbezahlt, wird also nicht vergütet. Einzige Ausnahme: Der Kollektivvertrag kann eine bessere Regelung vorsehen, z.B. jener für öffentliche Angestellte. Hier wird die Abwesenheit aufgrund einer Krankheit des Kindes bis zu seinem 3. Geburtstag an 30 Tagen im Jahr zu 100% vergütet.

Nach dem 3. Lebensjahr und bis zum 12. Lebensjahr (neu, vor dem Jobs Act nur bis zum 8.Lj) stehen jedem Elternteil jeweils fünf Tage pro Kind und Jahr unbezahlt zur Verfügung. Auch diese Abwesenheit darf nicht von beiden Eltern zeitgleich genossen werden!

Wenn ein Elternteil abwesend ist, muss beim Arbeitgeber die Krankenschreibung des Kindes abgegeben werden und zusätzlich eine Eigenerklärung (DPR 445/2000, Ersatzerklärung des Notorietätsaktes), die besagt, dass der andere Elternteil nicht aus demselben Grund zum selben Zeitraum von der Arbeit Abwesenheit ist. Hier eine entsprechende Vorlage für die Eigenerklärung

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Der Bonus Bebé

Der Bonus Bebé wurde für 2016/2017 bestätigt (Rundschreiben INPS Nr. 93). Es handelt sich dabei um einen monatlichen Beitrag von 80,00€ bzw. 160,00€ für einkommensschwache Familien, die bis innerhalb 31.12.2018 ein Kind bekommen. Um die Bedürftigkeit einer Familie festzustellen, muss die ISEE abgegeben werden. Diese hat auch Einfluss auf die Höhe des ausbezahlten Betrages. Für 2017 gilt:

  • ISEE unter 25.000€: 80€ pro Monat für jedes Neugeborene bis zum 3. Geburtstag
  • ISEE unter 7.000€: 160€ pro Monat für jedes Neugeborene bis zum 3. Geburtstag

Für 2018 wurde der Auszahlungszeitraum um ein Drittel gekürzt und Familien erhalten:

  • ISEE unter 25.000€: 80€ pro Monat für jedes Neugeborene bis zum 1. Geburtstag
  • ISEE unter 7.000€: 160€ pro Monat für jedes Neugeborene bis zum 1. Geburtstag

Das Ansuchen um den Babybonus

Das Ansuchen um den Bonus bebé muss innerhalb von 3 Monaten (90 Tagen) ab Geburt, Adoption oder Anvertrauung des Kindes an das NISF gestellt werden. Der Antrag kann selbst online auf telematischem Weg (Servizi online INPS > Servizi per il cittadino > Authentifizierung mit PIN / Bürgerkarte > Invio domande di prestazioni a sostegno del reddito > Assegno di natalità – Bonus bebè) oder über ein Patronat gestellt werden. Auch ein Ansuchen mit den Mitarbeitern des Call Center ist möglich unter den Telefonnummern 803 164 (numero verde, kostenlos vom Fixtelefon) oder Nr. 06 164 164 (Mobiltelefon).

Baby Bonus auch für 2018 bestätigt!

Den 2014 eingeführten Baby-Bonus von 80 bis 160 Euro im Monat gibt es auch 2018. Dieses Kindergeld soll auch 2018 einkommensschwachen Familien unter die Arme greifen. Das staatliche Kindergeld ist übrigens mit dem Familiengeld des Landes und der Region vereinbar und nicht steuerpflichtig.

schwangerschaft-stillstunden-regionales-familiengeld-mutterschaft-suedtirol-elternzeit-familiengeld-provinz-bozen-regelungen-mutterschaft-was-tunDas INPS Familiengeld in Südtirol

Das Familiengeld steht den abhängigen Beschäftigten (auch in der Landwirtschaft), den Heimarbeitern, allen die in der NISF Sonderverwaltung (gestione separata) eingeschrieben und auch Pensionisten mit Kindern bis zu deren 18. Lebensjahr* zu. Die Höhe des Betrages, der auf dem Lohnstreifen ausbezahlt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Familienstand (ledig / verheiratet)
  • Anzahl der Familienmitglieder / Kinder
  • Höhe des Gesamteinkommens lt. Steuererklärung

Die Beiträge werden jährlich vom INPS mit einem Rundschreiben mitgeteilt und sind vom 1. Juli des jeweiligen Jahres bis zum 30. Juni des Folgejahres gültig.

* Ausnahme: Kinder, Studenten oder Auszubildende unter 21 Jahren, vorausgesetzt, dass sie Teil einer Großfamilie mit mindestens vier Kindern unter 26 Jahren, sind. Vorbehaltlich dieser Sondergenehmigung.

 

Das Ansuchen um das Familiengeld in Südtirol

Das Ansuchen um das INPS Familiengeld wird in Papierform an den eigenen Arbeitgeber gestellt, und zwar mit dem Formular ANF/DIP (SR16 > INPS > modulistica). Im Normalfall wird der Antrag jährlich gestellt, kann jedoch auch für 5 Jahre rückwirkend an den Arbeitgeber gestellt werden. Außerdem muss jede Änderung der Familienzusammenstellung innerhalb von 30 Tagen mitgeteilt werden.

Heimarbeiter, landwirtschaftliche Angestellte mit befristetem Arbeitsvertrag und Arbeiter die in der NISF Sonderverwaltung (gestione separata) eingetragen sind müssen das Ansuchen auf telematischem Weg direkt an das NISF stellen.

 

Die Sondergenehmigung ANF43 für unverheiratete Paare

Einige Angestellten, die das Ansuchen an den Arbeitgeber stellen, benötigen eine Sondergenehmigung. Diese wird in folgenden Fällen nötig:

  • wenn die Aufnahme bestimmter Familienmitglieder (Brüder, Schwestern) beantragt wird
  • in Fällen von möglicher doppelter Auszahlung (also Kinder von ledigen/unverheirateten Paaren, nach einer Trennung)
  • um die Erhöhung der Einkommenslevel anzusuchen (Alleinerziehende oder Familienmitglieder, mit pflegebedürftigen Angehörigen)
  • dann, wenn der Ehepartner nicht die Eigenerklärung auf dem Fomular ANF/DIP (SR16) unterzeichnet.

In allen diesen Fällen muss das Ansuchen um Ausstellung der Sondergenehmigung ANF43 telematisch an das NISF gestellt werden. Dies kann wiederum auf folgenden Wegen erfolgen: mittels Bürgerkarte/PIN auf der Homepage > Invio OnLine di Domande di prestazioni a Sostegno del reddito > Autorizzazioni Anf oder über das NISF Call Center oder über ein Patronat.

 

Das Landeskindergeld (ehem. regionales Familiengeld)

Das Familiengeld des Landes Südtirol wird über die Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung (ASWE) ausbezahlt und steht allen Südtiroler Familien

  • mit mindestens 2 minderjährigen Kindern (dann bis zum 18. Lebensjahr des jüngsten Kindes) oder
  • einem einzigen Kind (nur bis zum 7. Lebensjahr) oder
  • einem behinderten Kind (auch nach dessen Volljährigkeit) zu.

Das/Die Kind/er muss mit dem Antragssteller leben und dieser muss seit mindestens 5 Jahren in der Region Trentino-Südtirol wohnhaft sein. Alternativ wird auch ein historischer Wohnsitz von mindestens 15 Jahren akzeptiert, wenn mindestens 1 Jahr ununterbrochen in das Jahr vor Einreichung des Gesuches fällt. Nicht ansässige EU-Bürger/innen müssen in der Region ein Arbeitsverhältnis haben.

Ansuhen um das Landeskindergeld kann jede Familie über den Zugang myCIVIS (mit einem gültigen SPID Account) oder über die Patronate im Land.

 

Das Ansuchen um das regionale Familiengeld

Der Antrag für das regionale Südtiroler Familiengeld kann ausschließlich über die Patronate gestellt werden und zwar ab dem Zeitpunkt, wo eine Familie obige Bedingungen erfüllt (d.h. es ist ein oder mehrere Kinder da und die Familie lebt/arbeitet in der Region). Der Beitrag steht dann ab dem Folgemonat nach dem Ansuchen zu. Wenn der Antrag innerhalb von 90 Tagen nach der Geburt, Adoption oder Anvertrauung des Kindes eingereicht wird, steht das Familiengeld ab dem Folgemonat des jeweiligen Ereignisses zu.

ACHTUNG!!  Der Antrag muss jährlich zwischen dem
1. September und 31. Dezember erneuert werden!

Das Familiengeld des Landes Südtirol

Das Landesfamiliengeld in Südtirol ist für die Betreuung und Erziehung der Kinder bis zum 3. Lebensjahr vorgesehen (36 Monate) und beträgt 200,00 € pro Monat und Kind. Bei einer Adoption oder Anvertrauung beginnt die 3-jährige Anspruchszeit ab dem Zeitpunkt der Verordnung. Die Zahlungen des Familiengeldes des Landes Südtirol wird vom ASWE monatlich im Nachhinein durchgeführt also z.B. Ende August für den Monat Juli.

Um für das Südtiroler Familiengeld ansuchen zu können (muss für jedes Kind nur ein einziges Mal angesucht werden und zwar innerhalb von einem Jahr nach der Geburt oder Adoption), muss das betreffende Kind mit dem Antragsteller zusammenleben. Das Kind scheint also auf dem Familienbogen auf. Außerdem müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein:

  • das Kind hat das 3. Lebensjahr noch nicht beendet und lebt mit dem Elternteil zusammen (Familienbogen)
  • der Antragssteller muss einen ununterbrochenen Wohnsitz von mindestens 5 Jahren in Südtirol (alternativ: historischer Wohnsitz von mindestens 15 Jahren, davon mindestens 1 Jahr ununterbrochen vor Einreichung des Gesuches) haben
  • nicht ansässige Bürger aus einem anderen EU-Land müssen ein Arbeitsverhältnis in Südtirol vorweisen können
  • das Familieneinkommen darf (unabhängig von der Anzahl der Familienmitglieder) 80.000€ nicht überschreiten. Dieses Vermögen wird anhand der Einheitlichen Einkommens- und Vermögenserklärung EEVE bewertet.

 

Das staatliche Familiengeld

Das staatliche Familiengeld ist ein Beitrag zur Unterstützung einkommensschwacher und kinderreicher Familien in ganz Italien! In der Familie, die um das staatliche Familiengeld ansuchen möchte,

  • müssen mindestens 3 minderjährige Kinder leben
  • muss die Familie (egal ob EU-Bürger oder Nicht EU-Bürger im Besitz einer langfristigen Aufenthaltsgenehmigung) in einer Gemeinde in Südtirol ansässig sein
  • darf die im Verhältnis zur Anzahl der Familienmitglieder vorgesehenen Einkommensschwelle nicht überschreiten. Hier wird als Berechnungsgrundlage nicht die EEVE, sondern die staatliche ISEE herangezogen.

Das Ansuchen muss jedes Jahr erneuert und innerhalb 31. Jänner des darauffolgenden Jahres (z.B. Gesuch für das Jahr 2016 innerhalb 31. Jänner 2017) eingereicht werden!

 

Das staatliche Mutterschaftsgeld

Das staatliche Mutterschaftsgeld ist eine einmaliger Beitrag, der allen ansässigen Frauen zusteht, welche die Staatsbürgerschaft eines EU-Landes besitzen. Außerdem können Frauen um den Beitrag ansuchen, die im Besitz der Staatsbürgerschaft eines Nicht-EU-Landes und des Aufenthaltsscheines sind (sog. „permesso di soggiorno UE per soggiornanti di lungo periodo“).

Einzige Voraussetzung ist: Die Frauen beziehen kein anderes Mutterschaftsgeld, z.B. vom NISF.

Der Erhalt des Beitrages ist natürlich auch hier an das Familienvermögen gebunden und die Berechnungsgrundlage ist auch hier der staatliche ISEE Indikator. Die Höhe des Zuschusses wird jährlich auf Monatsbasis festgelegt und es werden 5 Monatsbeträge in einmaliger Zahlung ausbezahlt. Für alle Geburten in den Jahren 2016 + 2017 sind es maximal 1.694,45 Euro (338,89 Euro x fünf).

Weitere Informationen bekommt Ihr in eurer Wohnsitzgemeinde oder einem Patronat.

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Das Landesfamiliengeld+ für Väter

Das Landesfamiliengeld+ gibt es für Familien, in denen sich Eltern die Erziehungsarbeit der Kinder teilen. Das Familiengeld+ soll Väter seit August 2016 dazu bewegen, mehr Elternzeit in Anspruch zu nehmen! In den letzten Jahren haben zwar auch immer mehr Väter Elternzeit beansprucht, jedoch immer nur kurz. Das lag, laut einer Umfrage, daran, dass zum einen das traditionelle Rollenbild noch stark in unserer Gesellschaft verankert ist und zum anderen daran, dass Familien sich eine längere Elternzeit (über 6 Monate nicht vergütet) aus ökonomischer Sicht nicht leisten konnten. Das Familiengeld+ soll das ändern – hat aber bis heute noch keine große Wirkung gezeigt. In einem knappen Jahr (bis zum 12. September 2017) sind beim Familienressort des Landes nur 90 Gesuche eingegangen; 45 davon bezogen sich auf zwei Monate Elternzeit, der Rest auf drei Monate.

 

Wer erhält denn nun das Familiengeld+?

Die Landesregierung hat in Ihrer Sitzung vom 23.08.16 Kriterien festgelegt, die die Auszahlung einen Landesfamiliengeld+ für Väter vorsieht, welche mindestens zwei aufeinanderfolgende Monate Elternzeit beanspruchen. Hier sind noch einmal die Kriterien im Detail:

  • Ausbezahlt wird das Familiengeld+ an den Elternteil, der den kürzeren Teil der Elternzeit in Anspruch nimmt. In aller Regel sind das die Väter. Diese müssen einer abhängigen Beschäftigung in der Privatwirtschaft in der Prov. BZ nachgehen und mindestens 2 aufeinanderfolgende Monate Elternzeit beanspruchen
  • die Familie alle Voraussetzungen hat, um das Landesfamiliengeld zu bekommen (siehe unten)
  • das Kind muss unter 18 Monate alt sein!
  • nur für Väter von Kindern, die zwischen 1.1.2016 und 31.12.2018 auf die Welt kommen
  • das Kind darf in dieser Zeit keine Kleinkindbetreuungseinrichtung besuchen!

Der Betrag, der dann mit dem Familiengeld an die Familie ausbezahlt wird, hängt von unterschiedlichen Kriterien ab.

  • 400€ pro Monat für Väter, die während der Elternzeit, für welche man den Zusatzbeitrag ansucht, 30% ihrer Entlohnung erhalten (INPS Elternzeitgeld)
  • 800€ monatlich für Väter, die während der Elternzeit, für welche man den Zusatzbeitrag ansucht, keine Entlohnung erhalten
  • 600€ im Monat für Väter, die während der Elternzeit, für welche man den Zusatzbeitrag ansucht, nicht durchgehend die Entlohnung von 30% erhalten und der andere Elternteil kein Gehalt bezieht

Außerdem muss die Familie im Besitz aller Voraussetzungen für das oben genannte Landesfamiliengeld des Landes im Sinne des Art. 9 des Landesgesetzes vom 17. Mai 2013, Nr. 8 sein und bereits dafür angesucht haben. Nur so kann das Familiengeld+ an den entsprechenden Vater bzw. die Familie ausbezahlt werden. Die Auszahlung erfolgt direkt über das ASWE (Amt für soziale und wirtschaftliche Entwicklung), bei welchem auch über das Patronat um den Beitrag angesucht wird.

 

Bonus mamme 2018 | Bonus premio alla nascita

2017 eingeführt, erhalten auch 2018 alle Mamas, die in diesem Jahr ein Kind zur Welt bringen, einen einmaligen und einkommensunabhängigen Bonus von 800 Euro (1600€ bei Zwillingen). Ob das die niedrige Geburtenrate ansteigen lässt- wir werden sehen! Um diesen Beitrag zu Lasten des italienischen Staates zu erhalten, müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein:

  • Ansässigkeit in Italien
  • italienische oder gleichgestellte Staatsbürgerschaft (EU)
  • nicht EU-Bürger brauchen eine langfristige Aufenthaltsgenehmigung
  • der 7. Monat der Schwangerschaft muss überstanden sein
  • Geburt, auch wenn diese vor Erreichen des 8. Monats stattfindet
  • Adoption (national oder international)
  • Anvertrauung (vor einer Adoption)

Das Ansuchen wird ab Erreichen des 8. Schwangerschaftsmonats – möglich aber auch noch nach der Geburt (bis maximal zum Erreichen des 1. Lebensjahres) – online auf der Webseite an das INPS gestellt. Möglich sind die Anträge auch über die unterschiedliche Patronate oder über das Call Center (Fixtelefon 803164 oder Mobil 06164164).

Wird das Ansuchen noch in der Schwangerschaft gestellt, benötigt die Mutter für das Ansuchen die Bestätigung der Schwangerschaft vom Arzt des SSN (Nationalen Sanitätsbetriebes). Es reicht auch, die entsprechende Nummer des Protokolls mitzuteilen. Wird das Ansuchen nach der Geburt gestellt erklärt die Mutter die entsprechenden Daten (Autocertificazione: Geburtsdatum, Steuernummer).

Das benötigst du für den Antrag um den Bonus mamme domani:

  • Ausweis und Steuernummer der Mutter
  • Steuernummer des Kinder
  • Kontodaten und
  • Mod. SR16 (ausgefüllt und auf S. 2 von einem Bankbeamten unterfertigt)

 

Der Kita Bonus

Den sog. „bonus asilio nido“ gibt es seit 17.07.2017. Mit dem Kita Bonus sollen Eltern unterstützt werden, deren Kinder die Kita oder eine Tagesmutter besuchen. Mit dem entsprechenden Antrag und gegen Vorlage der Rechnung einer Betreuungseinrichtung werden pro Kind 1.000 € pro Jahr für drei Jahre ausbezahlt werden. Und zwar:

  • für alle Kinder zwischen 0 und 3 Jahren
  • der Antrag für den Kita Bonus muss online an das INPS gestellt werden
  • der Beitrag wird unabhängig vom ISEE Wert ausbezahlt

 

Voucher Babysitter

Auch 2017 können arbeitende Mütter, die auf den Genuss der fakultativen Mutterschaft verzichten (11 Monate), beim NISF um Voucher ansuchen. Diese Voucher können für die Bezahlung von Babysittern, öffentlichen und privaten Körperschaften genutzt werden.

Der Betrag der Voucher kann maximal 600€ / Monat betragen und zwar für maximal 6 Monate (abhängige Beschäftigte). Auch Selbstständige können die Voucher beantragen für maximal 3 Monate und einen Gesamtbetrag von maximal 1.800€.

 

Der Sozialbonus auf Strom- und Gaslieferung

2008 ist der sog. „Sozialbonus“ auf Strom- und Gaslieferungen eingeführt worden. Dieser Bonus wird in der Stromrechnung als Rabatt ausgewiesen und führt zu einer Kostenersparnis. Der Rabatt kann unter folgender Voraussetzung angewandt werden:

  • bei Haushaltskunden mit Wohnsitz am Lieferort und einer verpflichteten Leistung bis 3kW
  • ein ISEE-Indikator von bis zu 7.500€ (wirtschaftliche Notlage)
  • bei Haushaltskunden, bei welchen schwer kranke Personen leben, die zur Lebenserhaltung elektromedizinische Geräte benutzen müssen (physische Notlage)

Alle jene Familien, die um den Rabatt ansuchen möchten, können sich an die Gemeindeverwaltung ihres Wohnsitzes wenden und das entsprechende Antragsformular ausfüllen.

 

Selbstkündigung in der Mutterschaft

Kündigt eine Mutter oder ein Vater innerhalb der ersten drei Lebensjahre des Kindes, muss diese Kündigung vom Arbeitsinspektorat bestätigt werden. Für Mütter und Väter herrscht nämlich in den ersten drei Jahren nach der Geburt eines Kindes ein besonderer Kündigungsschutz.

Mit 30.06.2017 hat sich das entsprechende Formular für die Bestätigung der Kündigung aus eigenem, freien Willen geändert. Grund hierfür war die Anpassung des Formulares zur freiwilligen Kündigung und einvernehmlichen Auflösung des Arbeitsverhältnisses an beide Geschlechter, also arbeitenden Mütter und Väter. Das Formular muss persönlich oder mittels Einschreiben mit Rückantwort an den Arbeitsservice übermittelt werden. Auch das Kündigungsschreiben muss beigelegt werden.

 

Arbeitslosengeld NASPI für Mütter

Bei freiwilliger Arbeitslosigkeit aufgrund einer Kündigung haben Mitarbeiter kein Anrecht auf das Arbeitslosengeld. Die einzigen Ausnahmen bildet die  „dimissioni per giusta causa“ und dazu zählt die freiwillige Kündigung innerhalb des 1. Lebensjahres des Kindes. In diesem Fall können die Mütter oder Väter um das Arbeitslosengeld NASPI ansuchen.

Voraussetzung für den Genuss ist, dass in den 4 Jahren vor der Arbeitslosigkeit Sozialbeiträge von mindestens 13 Wochen eingezahlt wurden und 12 Monate vor der Arbeitslosigkeit 30 Tage effektiv gearbeitet wurden. Krankheiten, Arbeitsunfälle und Freistellungen werden dabei nicht berücksichtigt. Sind die Voraussetzungen erfüllt, kann das Elternteil auf der Homepage des NISF das NASPI beantragen.

Ich hoffe, ich konnte euch mit dieser kleinen Zusammenfassung weiterhelfen und euch in der Zeit – wo vieles Drunter und Drüber geht, wenn ein neues Baby kommt, ein wenig unterstützen. Ich wünsche euch und eurem Nachwuchs alles Liebe & Gute!

Artikel Empfehlung: Die Rentenversicherung für Mütter

Obligatorische Versicherung gegen Unfälle im Haushalt

1999 wurde die obligatorische INAIL Versicherung gegen Unfälle im Haushalt eingeführt. Alle Frauen und Männer zwischen 18 und 65 Jahren, welche Vollzeit nur im Haushalt tätig sind (also kein Arbeitsverhältnis haben bzw. anderswo versichert sind*, Pensionisten unter 65 Jahren oder Studenten ohne Arbeitsverhältnis über 18 Jahren), müssen diese INAIL-Versicherung abschließen. Für die Versicherung sind aktuell innerhalb 31.01. eines jeden Jahres 12,91 € einzuzahlen. Die Zahlung erfolgt mittels Einzahlungsschein, der folgendermaßen auszufüllen ist:

assicurazione obbligatoria contro gli infortuni domesticiz.B. private Unfallversicherungen, die die INAIL Pflicht mit abdecken

Was deckt die obligatorische Unfallversicherung ab?

Die Unfallversicherung des INAIL deckt Unfälle im Haushalt der jeweiligen Familie inklusive Balkon, Garten, Terasse, Stiegen im Kondominium u.ä. ab. Das gilt übrigens auch für Ferienwohnungen, sofern diese sich auf dem italienischen Staatsgebiet befindet.

Als Unfälle gelten Unfälle, die bei kleinen Reparaturarbeiten passieren, die kein spezielles technisches Wissen voraussetzen. Auch Unfälle, die auf Haustiere zurückzuführen sind, sind abgedeckt. Weitere Informationen kannst du direkt beim INAIL Versicherungsinstitut anfragen.

Die obligatorische Unfallversicherung kann übrigens auch in der Steuererklärung abgesetzt werden!

 

Publikationen zur Elternschaft in Südtirol / Italien

Hier findest du weitere Informationen:

Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität & Vollständigkeit. Alle Informationen auf dieser Internetpräsenz sind ausschließlich zur allgemeinen und unverbindlichen Information.

2 Comments

  1. Hallo Silvia, super Beitrag.
    Was heißt: Die Höhe dieser trimestralen Zahlung (vier Mal jährlich, also alle 3 Monate) hängt wie gesagt von der Höhe des letzten Gehaltes ab.
    Sollte jemand davor das NASPI beziehen und dieses dann auslaufen, auf welcher Basis wird dann die Höhe der Zahlungen berrechnet?

    1. Die Höhe wird anhand der letzten Gehälter berechnet. Die INPS teilt folgendes mit: „L’importo del contributo per i lavoratori dipendenti è settimanale e viene calcolato sulla base delle ultime 52 settimane di contribuzione obbligatoria anche se non collocate temporalmente nell’anno immediatamente precedente la data di presentazione della domanda.“ Das heißt, der einzuzahlende Beitrag für die Arbeitnehmer wird auf der Grundlage der letzten 52 Wochen der Pflichtbeiträge berechnet, auch wenn sie nicht im Jahr unmittelbar vor dem Datum der Einreichung des Antrags einbezahlt wurden. Es wird also das Gehalt vor dem Bezug des Arbeitslosengeldes und entsprechend einbezahlte Pflichtbeiträge auf das Gehalt berücksichtigt. Liebe Grüße

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