Von Mutterschaft, Elternzeit & Familiengeld

Was sind die Regelungen zur Mutterschaft, der Elternzeit und dem Familiengeld in Südtirol / Italien? Das italienische Arbeitsrecht ist sehr umfangreich und vor allem sehen die einzelnen Kollektivverträge unterschiedliche Regelungen vor. Öffentliche Bedienstete haben wiederum andere Bestimmungen.

Heute möchte ich für euch die Regelungen für unabhängige Beschäftigte in der Privatwirtschaft zum Thema Mutterschaft und Elternzeit zusammenfassen. Außerdem habe ich für euch auch Informationen zu den verschiedenen Leistungen des Landes Südtirol für Familien, z.B. das Familiengeld und das Landeskindergeld, zusammengefasst. (Aktualisiert am: 23.02.2018) 

Inhaltsverzeichnis

Mutterschaft-Elternzeit-Familiengeld-in-Südtirol

Der obligatorische Mutterschaftsurlaub
Der obligatorische Vaterschaftsurlaub
Die Stillstunden
Die Elternzeit
Die Krankheit des Kindes
Der Bonus Bebé
Das INPS Familiengeld
Das Landeskindergeld 
Das Familiengeld des Landes
Das Familiengeld des Staates
Das staatliche Mutterschaftsgeld
Das Landesfamiliengeld+ für Väter
Der Bonus mamme domani
Der Kita Bonus
Der Sozialbonus auf Stromlieferungen
Voucher Babysitter
Selbstkündigung innerhalb des 1. Lj.
Naspi
Obligatorische Versicherung für Hausfrauen
Die Rentenvorsorge

 

Die obligatorische Abwesenheit wegen Mutterschaft

Eine werdende Mama hat Anspruch auf 5 Monate obligatorische Mutterschaftszeit. In diesen 5 Monaten ist die Mutter verpflichtet, sich von der Arbeit fernzuhalten. Die Abwesenheit verteilen sich im Normalfall folgendermaßen:

  • 2 Monate Pflichtabwesenheit vor dem errechneten Geburtstermin
  • 3 Monate nach der Geburt

Dabei gilt: Erfolgt die Geburt nach dem errechneten Termin, werden die 3 Monate ab dem effektiven Geburtstermin berechnet. Kommt das Baby vor dem errechneten Entbindungstermin auf die Welt, dann zählen die 3 Monate ab dem ursprünglich errechneten voraussichtlichen Entbindungstermin. Zum besseren Verständnis hier ein Beispiel:

Lisa bekommt ein Baby und der Arzt hat den 25.Mai als voraussichtlichen Geburtstermin errechnet. Lisa sucht über ein Patronat beim INPS um den obligatorischen Mutterschaftsurlaub an und bleibt somit ab dem 25. März ihrer Arbeit fern:

A) Der kleine Max kommt am 25. Mai zur Welt. Lisa ist bis zum 25. August in Mutterschaftsurlaub.
B) Der kleine Max kommt am 18. Mai zur Welt. Lisa ist bis zum 25. August in Mutterschaftsurlaub.
C) Der kleine Max kommt am 30. Mai zur Welt. Lisa ist bis zum 30. August in Mutterschaftsurlaub.

In dieser Zeit bekommt Lisa weiterhin Ihr Gehalt ausbezahlt. 80% davon werden vom INPS übernommen, während Ihr Arbeitgeber in den allermeisten Fällen den Betrag auf 100% des vorherigen Gehaltes ergänzt. Außerdem reifen in den 5 Monaten weiterhin die Urlaubstage von Lisa an, Ihre Abfertigung und die zusätzlichen Gehälter (13tes und ggf. 14tes Gehalt).

Außerdem hat jede werdene Mama die Möglichkeit, diesen Zeitraum flexibler zu gestalten, d.h. sie kann den Zeitraum auf 1 Monat vor und 4 Monate nach der Geburt „verschieben“. Das ist nur möglich, wenn der Frauenarzt bestätigt, dass für die Gesundheit der Mutter und des Kindes keine Gefahr besteht.

 

Vorzeitige Abwesenheit wegen Mutterschaft

Neben dieser Pflichtabwesenheit besteht außerdem die Möglichkeit, dass die Mutter vorzeitigen Mutterschaftsurlaub (also noch vor den oben angeführten Fristen) genießt. Dieser steht dann zu, wenn

  1. die werdende Mama gefährliche Tätigkeiten verrichtet (z.B. Heben von schweren Lasten) und die vorzeitige Aussetzung vom Arbeitsinspektorat oder vom Sanitätsbetrieb genehmigt wird (Artikel 17, GVD Nr. 151/2001).
  2. Gesundheitliche Probleme oder Komplikationen in der Schwangerschaft auftreten

Welcher Unterschied besteht zwischen der vorzeitigen Freistellung wegen unzumutbarer Arbeit und wegen schwerer Komplikationen?

Der vorzeitige Freistellung wegen Mutterschaft wegen schwerer Komplikationen wird aufgrund ärztlich festgestellter Beschwerden gewährt. Bei einer unzumutbaren Arbeit wird vom Arbeitsinspektorat zuerst festgestellt, ob objektiv oder aufgrund der betrieblichen Risikobewertung eine Gefährdung vorhanden ist, ob die Gefahren beseitigt werden können oder ob eine andere Tätigkeit zugewiesen werden kann. Nur wenn eine Gefährdung vorliegt und weder eine Beseitigung der Gefahren noch eine andere Tätigkeit möglich ist, verfügt das Arbeitsinspektorat den vorzeitigen Freistellung wegen Mutterschaft.

 

Was passiert bei einer Frühgeburt?

Seit 2016 gibt es eine spezielle Regelung für Mütter, die eine Frühgeburt hatten. Diese kann sich auch mehr als 2 Monate vor dem errechneten Entbindungstermin erreignen und bis vor einige Jahren wurde dieser Zeitraum vom INPS/NISF nicht vergütet. Mit dem Rundschreiben Nr. 69/2016 erklärt das INPS nun folgendes: Das Mutterschaftsgeld steht der werdenden Mutter auch für die zusätzlichen Tage zwischen der Frühgeburt und dem Beginn des gesetzlich vorgesehenen Zeitraums für die Abwesenheit zu – und zwar rückwirkend ab 25. Juni 2015.

 

Notwendigkeit einer stationären Behandlung?

Ein weitere Neuheit aus der Arbeitsmarktreform betrifft die medizinische Notwendigkeit, ein Neugeborenes vorübergehend stationär im Krankenhaus zu behandeln. Die neue Bestimmung sieht vor, dass die Mutter für den Zeitraum der stationären Aufnahme Ihres Babys im Zeitraum nach der Geburt (innerhalb der Dreimonatsfrist bzw. länger bei Frühgeburten und flexibler Mutterschaft) die Mutterschaft aussetzen kann. Die Mama kann dieses Recht auf Aussetzung und Wiederaufnahme Ihrer Arbeit für den Zeitraum des Aufenthalts des Babys nur einmal beanspruchen. Voraussetzung ist eine ärztliche Bescheinigung, welche die Vereinbarkeit des Gesundheitszustandes der Mama mit der vorübergehenden Aufnahme der Arbeit bestätigt. Das Inps klärt im Rundschreiben Nr. 69/2016, dass die Aussetzung des Mutterschaftszeitraums bis zum Tag der Entlassung des Kindes aus dem Krankenhaus möglich ist. Der Mutterschaftszeitraum kann aber auch vor dem Datum der Entlassung wieder aufgenommen werden (also nur teilweise Aussetzung).

 

Wer hat Anspruch auf die obligatorische Mutterschaft?

Wer hat also nun Anspruch auf diese Abwesenheit und wie wird die Zeit vergütet? Anspruch haben alle abhängigen Beschäftigten, die beim INPS versichert sind. Außerdem Bezieher von Arbeitslosengeld (z.B. wenn eine Mutter in den max. 2 Jahren nach erfolgter freiwilliger Kündigung Arbeitslosengeld bezieht und in diesem Zeitraum erneut schwanger wird), häusliches Pflegepersonal, Heimarbeiter und Personen, deren letztes Arbeitsverhältnis nicht länger als 60 Tage vor Beginn der Abwesenheit beendet wurde.

Die Mitarbeiterin erhält während Ihrer obligatorischen Abwesenheit vom INPS 80% des letzten Gehaltes ausbezahlt. Einige Kollektivverträge, z.B. im Handel, sehen eine Vergütung von 100% vor. In diesem Fall ist der Arbeitgeber verpflichtet, die fehlenden 20% an die Mitarbeiterin auszubezahlen. In Apotheken (CCNL farmacia privata, capo III, art. 22) gibt es diese zusätzliche Vergütung nicht.

Übrigens: In diesem Zeitraum eurer Abwesenheit reifen trotzdem
Urlaub, 13ter/14ter Monatsgehalt und die Abfertigung an.

Das Ansuchen um die Vergütung der obligatorischen Mutterschaft

Das Ansuchen um die obligatorischen Mutterschaft kann auf verschiedenen Wegen gestellt werden, muss aber immer telematisch erfolgen. Entweder:

• ganz einfach auf der Homepage des INPS mit Bürgerkarte oder PIN dispositivo

• telefonisch mit einem Mitarbeiter des INPS Call Centers unter der Tel. 803164 kostenlos vom Fixtelefon oder Tel. 06164164 vom Mobiltelefon (in deutscher und italienischer Sprache)

• mit Hilfe eines Patronats, das telematisch den Antrag stellt

Das Ansuchen wird vor Beginn der obligatorischen Abwesenheit gestellt. Die Mitarbeiterin ist verpflichtet, innerhalb von 30 Tagen nach der Geburt das effektive Geburtsdatum des Kindes mitzuteilen.

 

Der obligatorische Vaterschaftsurlaub

Diesen obligatorischen Vaterschaftsurlaub wurde 2012 mit der Fornero Reform eingeführt. Seitdem gilt also für die Väter eine Pflichtabwesenheit vom Arbeitsplatz nach Geburt Ihres Kindes (auch bei Adoption). Bis Ende 2017 lag die obligatorische Abwesenheit bei 2 Tagen, für die Geburten ab 01.01.2018 stehen den Arbeitern 4 Tage zu.

Der Vaterschaftsurlaub muss innerhalb von 5 Monaten nach der Geburt, bzw. ab der Adoption des Kindes, in Anspruch genommen werden. Sie können tageweise genutzt, nicht aber auf Stunden aufgeteilt werden. Das Anrecht auf den obligatorischen Vaterschaftsurlaub ist ein eigenes Recht des Vaters und steht somit zusätzlich zur obligatorischen Mutterschaft zu. In dieser Zeit erhält auch der Vater 100% seines Gehaltes (zu Lasten des INPS) ausbezahlt. Wie bei der Mutter, muss auch der Vater seinen Arbeitgeber 15 Tage vor seiner Abwesenheiten über diese schriftlich informieren. Sofern die Abwesenheit in Zusammenhang mit der Geburt geplant ist, zählt für die 15-Tage Frist der errechnete Geburtstermin.

 

Der fakultative Vaterschaftsurlaub

Zusätzlich zu den 4 obligatorischen Abwesenheitstagen, kann der Vater im Jahr 2018 auch noch ein Tag freiwilligen Vaterschaftsurlaub nehmen. Dieser eine Tag wird aber der Mutter von deren obligatorischer Abwesenheit abgezogen, deshalb muss die Mutter damit einverstanden sein. Dafür stehen dem Vater auch an diesem Tag 100% der Entlohnung zu Lasten des INPS zu.

NEU: Mit 2018 wurde die Abwesenheit für Väter, der sog. congedo papà, auf 4 Tage erhöht!

 

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Die täglichen Ruhepausen (Stillstunden)

Jede Mutter hat, wenn sie innerhalb des ersten Lebensjahres ihres Kindes an den Arbeitsplatz zurückkehrt, Anrecht auf tägliche Ruhepausen – auch Stillstunden genannt. Diese Pausen stehen im Verhältnis zur täglichen Arbeitszeit zu, d.h. arbeitet eine Mutter 6 oder mehr Stunden am Tag, hat sie Anrecht auf zwei Ruhepausen von je einer Stunde. Bei einer täglichen Arbeitszeit von weniger als sechs Stunden stehen zwei Ruhepausen von je einer halben Stunde zu. Die genannten Ruhepausen können natürlich auch zusammengelegt werden, aber nur an jeweils ein und demselben Tag – nicht innerhalb einer Woche beispielsweise. Das heißt: Ruhepausen müssen an dem Tag genossen werden, an dem sie anreifen.

 

Ruhepausen auch für Väter!

Bei Mehrlingsgeburten werden die täglichen Ruhepausen übrigens verdoppelt, egal ob zwei oder mehr Kinder geboren wurden. Und auch der Vater hat Anrecht auf diese Ruhepausen! Diese Möglichkeit haben Männer, wenn sie das alleinige Sorgerecht haben oder die Mutter die Ruhepausen nicht beansprucht bzw. nicht beanspruchen kann (Hausangestellte, Heimarbeiter, Bezieherin eines Arbeitslosengeldes, Freiberufler, Selbständige). Leider nicht, wenn die Mutter Hausfrau ist.

Ebenso wenig kann der Vater die Stillstunden beanspruchen während der obligatorischen bzw. fakultativen Abwesenheit der Mutter vom Arbeitsplatz. Eine einzige Ausnahme dieser Regelung gibt es bei Mehrlingen. Dann kann der Vater seinen Teil der Ruhepausen auch dann genießen. Und auch nur dann können beide Elternteile die Stillstunden gemeinsam und zeitgleich genießen!

Der Antrag für den Genuss der Stillstunden muss vom entsprechenden Elternteil an den Arbeitgeber gestellt werden. Männer müssen den Antrag auch beim NISF einreichen. Hier kannst du die Vorlage für den Antrag der Stillstunden kostenlos herunterladen:Herunterladen Natürlich kindgerecht der Elternblog aus Südtirol Downloadbutton

Die Elternzeit in Südtirol / Italien

Die Elternzeit gilt für Mütter und Väter gleichermaßen (auch wenn sie oft fakultative Mutterschaft genannt wird) und auch hier gab es letztens einige kleine Änderungen.

Alle abhängigen Beschäftigten in der Privatwirtschaft haben die Möglichkeit auf eine Elternzeit innerhalb des 12. Lebensjahres Ihres Kindes. Die fakultative Abwesenheit kann maximal 10 (+1) Monate betragen und ein Elternteil kann davon maximal 6 Monate beanspruchen.

Beansprucht der Vater mindestens 3 Monate, erhöht sich sein Anspruch um einen Monat und der Gesamtanspruch beider Eltern steigt auf 11 Monate. Natürlich ist es auch möglich, dass beide Elternteile die Abwesenheit gleichzeitig in Anspruch nehmen.

Also zusammengefasst zur Elternzeit:

  • ein Elternteil kann maximal 6 Monate beanspruchen (180 Tage!)
  • 10 Monate, wenn beide Elternteile den Urlaub genießen
  • 11 Monate, wenn der Vater mindestens 3 Monate genießt
  • 10 Monate für Alleinerzieher
  • insgesamt werden nur 6 Monate der Elternzeit mit 30% vergütet (Ausnahme bei geringem Einkommen)
  • nimmt der Vater auch Elternzeit, kann um seit 2017 um das neue Landesfamiliengeld+ angesucht werden

Die Abwesenheit kann nicht nur zusammenhängend, sondern auch nur an einem oder wenigen Tagen oder Woche/n und sogar stundenweise genossen werden. Wichtig ist nur, dass euer Arbeitgeber mindestens 15 Tage vor Beginn eurer Abwesenheit – falls vom Kollektivvertrag nicht anderes vorgesehen – informiert wird. Der Arbeitgeber ist dann verpflichtet, die fakultative Abwesenheit zu genehmigen. In dieser Zeit eurer Abwesenheit reift nur die Abfertigung an (kein Urlaub, 13ter und eventuell 14ter Gehalt).

 

Wie wird die Abwesenheit wegen Elternzeit genossen?

Die Elternzeit kann ganz flexibel und individuell angesucht werden z.B. ein paar Tage, mal eine Woche, dann einen Tag und so weiter – und sogar eine Inanspruchnahme in Stunden ist möglich. In diesem Fall wird auf die Bestimmungen des jeweiligen Kollektivvertrages verwiesen und, sollte dieser keine genaue Regelung vorsehen, auf das Legislativdekret Nr. 80 vom 15.05.2015. Dieses sieht vor, dass die Elternzeit für 50% der täglichen Arbeitsstunden angesucht werden kann, d.h. wenn eine Mutter z.B. 6 Stunden pro Tag arbeitet, kann die Elternzeit für 3 Stunden am Tag beansprucht werden. Ein Vater, der 8 Stunden am Tag arbeitet, nimmt dann 4 Stunden täglich. 2 halbe Tage zählen als 1 ganzer Tag. Und davon hat man 180 zur Verfügung.

Ein Beispiel zum besseren Verständnis:

Ein Vater möchte gerne Elternzeit beanspruchen. Wie wir wissen hat er Anrecht auf 6 Monate Elternzeit bzw. 7 Monate, wenn er mindestens 3 Monate genießt. Unser Vater möchte aber keinen ganzen Tag der Arbeit fern bleiben, sondern beschließt, die Elternzeit in Stunden zu genießen. Da dieser Vater 8 Stunden am Tag arbeitet, nimmt er also 4 Stunden täglich und war am 23., 24., 25. und 26. Mai. Der Vater aus unserem Beispiel ist also vier halbe Tage abwesend und die Elternzeit wäre hier also für 2 (ganze) Tage aufgebraucht.

Mehrlinge?

Bei Mehrlingsgeburten steht die Elternzeit für jedes Kind zu.

Wie wird die Elternzeit vergütet?

Die Eltern erhalten während Ihrer Abwesenheit 30 % des durchschnittlichen Tageslohnes (des letzten Arbeitsmonats). Es gibt jedoch einige Einschränkungen: Die Vergütung steht nur bis bis zum 6. Lebensjahr des Kindes zu und wird außerdem nur für 6 Monate insgesamt gewährt.

Nach dem 6. Lebensjahr und bis zum 8. Lebensjahr hängt das Anrecht auf Entschädigung von der Einkommenssituation der Eltern ab. Sie haben Anspruch auf 30 % der Entlohnung, wenn das Einkommen nicht das 2,5-fache der Mindestrente überschreitet. Dasselbe gilt für die Monate, die über den 6. Monat hinaus gehen. Zwischen dem 8. und dem 12. Lebensjahr wird der Zeitraum nicht mehr vergütet (unbezahlt).

 

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Die Abwesenheit aufgrund der Krankheit des Kindes

Leider können auch Kinder mal krank werden und dann brauchen sie Pflege. Mama und Papa können das Kind bis zu seinem dritten Lebensjahr unbegrenzt zu Hause betreuen – unter Vorweisung der Krankschreibung des Kindes (vom Kinderarzt).

Die Abwesenheit darf immer nur von einem Elternteil genossen werden (nie gemeinsam für ein Kind – „alternativamente“). Der Zeitraum dieser Abwesenheit ist unbezahlt, wird also nicht vergütet. Einzige Ausnahme: Der Kollektivvertrag kann eine bessere Regelung vorsehen, z.B. jener für öffentliche Angestellte. Hier wird die Abwesenheit aufgrund einer Krankheit des Kindes bis zu seinem 3. Geburtstag an 30 Tagen im Jahr zu 100% vergütet.

Nach dem 3. Lebensjahr und bis zum 12. Lebensjahr (neu, vor dem Jobs Act nur bis zum 8.Lj) stehen jedem Elternteil jeweils fünf Tage pro Kind und Jahr unbezahlt zur Verfügung. Auch diese Abwesenheit darf nicht von beiden Eltern zeitgleich genossen werden!

Wenn ein Elternteil abwesend ist, muss beim Arbeitgeber die Krankenschreibung des Kindes abgegeben werden und zusätzlich eine Eigenerklärung (DPR 445/2000, Ersatzerklärung des Notorietätsaktes), die besagt, dass der andere Elternteil nicht aus demselben Grund zum selben Zeitraum von der Arbeit Abwesenheit ist. Hier eine entsprechende Vorlage für die Eigenerklärung

 

Der Bonus Bebé

Der Bonus Bebé wurde für 2016/2017 bestätigt (Rundschreiben INPS Nr. 93). Es handelt sich dabei um einen monatlichen Beitrag von 80,00€ bzw. 160,00€ für einkommensschwache Familien, die bis innerhalb 31.12.2018 ein Kind bekommen. Um die Bedürftigkeit einer Familie festzustellen, muss die ISEE abgegeben werden. Diese hat auch Einfluss auf die Höhe des ausbezahlten Betrages. Für 2017 gilt:

  • ISEE unter 25.000€: 80€ pro Monat für jedes Neugeborene bis zum 3. Geburtstag
  • ISEE unter 7.000€: 160€ pro Monat für jedes Neugeborene bis zum 3. Geburtstag

Für 2018 wurde der Auszahlungszeitraum um ein Drittel gekürzt und Familien erhalten:

  • ISEE unter 25.000€: 80€ pro Monat für jedes Neugeborene bis zum 1. Geburtstag
  • ISEE unter 7.000€: 160€ pro Monat für jedes Neugeborene bis zum 1. Geburtstag

Das Ansuchen um den Babybonus

Das Ansuchen um den Bonus bebé muss innerhalb von 3 Monaten (90 Tagen) ab Geburt, Adoption oder Anvertrauung des Kindes an das NISF gestellt werden. Der Antrag kann selbst online auf telematischem Weg (Servizi online INPS > Servizi per il cittadino > Authentifizierung mit PIN / Bürgerkarte > Invio domande di prestazioni a sostegno del reddito > Assegno di natalità – Bonus bebè) oder über ein Patronat gestellt werden. Auch ein Ansuchen mit den Mitarbeitern des Call Center ist möglich unter den Telefonnummern 803 164 (numero verde, kostenlos vom Fixtelefon) oder Nr. 06 164 164 (Mobiltelefon).

Baby Bonus auch für 2018 bestätigt!

Den 2014 eingeführten Baby-Bonus von 80 bis 160 Euro im Monat gibt es auch 2018. Dieses Kindergeld soll auch 2018 einkommensschwachen Familien unter die Arme greifen. Das staatliche Kindergeld ist übrigens mit dem Familiengeld des Landes und der Region vereinbar und nicht steuerpflichtig.

schwangerschaft-stillstunden-regionales-familiengeld-mutterschaft-suedtirol-elternzeit-familiengeld-provinz-bozen-regelungen-mutterschaft-was-tunDas INPS Familiengeld in Südtirol

Das Familiengeld steht den abhängigen Beschäftigten (auch in der Landwirtschaft), den Heimarbeitern, allen die in der NISF Sonderverwaltung (gestione separata) eingeschrieben und auch Pensionisten mit Kindern bis zu deren 18. Lebensjahr* zu. Die Höhe des Betrages, der auf dem Lohnstreifen ausbezahlt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Familienstand (ledig / verheiratet)
  • Anzahl der Familienmitglieder / Kinder
  • Höhe des Gesamteinkommens lt. Steuererklärung

Die Beiträge werden jährlich vom INPS mit einem Rundschreiben mitgeteilt und sind vom 1. Juli des jeweiligen Jahres bis zum 30. Juni des Folgejahres gültig. Für Teilzeitbeschäftigte gilt es zudem zu berücksichtigen, dass das INPS Familiengeld vollumfänglich nur Arbeitnehmer ausbezahlt wird, die mindestens 24 Stunden pro Woche arbeiten (was auch durch die Akkumulierung von mehr als einem Teilzeit- oder Vollzeitarbeitsverhältnis erreicht werden kann). Wenn die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden niedriger ist, wir der Betrag durch 26 dividiert und mit der Anzahl der tatsächlich gearbeiteten Tage multipliziert, unabhängig von der Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden an jedem einzelnen Tag.

* Ausnahme: Kinder, Studenten oder Auszubildende unter 21 Jahren, vorausgesetzt, dass sie Teil einer Großfamilie mit mindestens vier Kindern unter 26 Jahren, sind. Vorbehaltlich dieser Sondergenehmigung.

 

Einige Beispiele:
Frau Mayr arbeitet im Oktober 2018 je 24 Stunden pro Woche. Sie erhält das Familiengeld somit in vollem Umfang ausbezahlt, was in Ihrem Fall (Annahmen | Einkommen 2017: 22.600€, ledig und 1 Kind) 83,25 € ausmacht. Wäre Frau Mayr verheiratet und das Familieneinkommen würde bspw. 40.000€ betragen, läge der Betrag laut aktueller Berechnungstabelle (1. Juli 2018 – 30.06.19) bei lediglich 44,04 €. Da Frau Mayr nicht verheiratet ist, muss sie beim INPS die Sondergenehmigung zum Erhalt des Familiengeldes ANF43 – siehe unten – beantragen.

Frau Brunner hingegen arbeitet im Oktober 2018 nur 18 Stunden pro Woche, und zwar Dienstag, Mittwoch und Donnerstag je 6 Stunden. Sie hat somit keinen Anspruch auf das volle Familiengeld. Sie ist ebenfalls ledig und hat dasselbe Einkommen wie Frau Mayr, sie erhält jedoch lediglich einen Beitrag von 44,82 € (83,25/26*14). Wäre Frau Brunner verheiratet wäre Ihr anzuraten, sofern ihr Ehemann in Vollzeit arbeitet, das Familiengeld über den Lohnstreifen des Ehemannes auszahlen zu lassen. 

In unserem letzten Beispiel sprechen wir noch über Frau Prader. Sie arbeitet als Reinigungskraft im Supermarkt und zwar von Montag bis Samstag jeweils 2 Stunden am Tag (12 pro Woche) Da bei der Berechnung des Familiengeldes, wie oben erwähnt, nur die Tage und nicht die Arbeitsstunden pro Tag berücksichtigt werden, arbeitet Frau Prader im Oktober 2018 an ganzen 27 Tagen. Sie erhält das Familiengeld somit in vollem Umfang ausbezahlt. 

 

Das Ansuchen um das INPS Familiengeld in Südtirol

Das Ansuchen um das INPS Familiengeld (nucleo familiare) wird in Papierform an den eigenen Arbeitgeber gestellt, und zwar mit dem Formular ANF/DIP (SR16 > INPS > modulistica). Im Normalfall wird der Antrag jährlich gestellt, kann jedoch auch für 5 Jahre rückwirkend an den Arbeitgeber gestellt werden. Außerdem muss jede Änderung der Familienzusammenstellung innerhalb von 30 Tagen mitgeteilt werden.

Heimarbeiter, landwirtschaftliche Angestellte mit befristetem Arbeitsvertrag und Arbeiter die in der NISF Sonderverwaltung (gestione separata) eingetragen sind müssen das Ansuchen auf telematischem Weg direkt an das NISF stellen.

 

Die Sondergenehmigung ANF43 für unverheiratete Paare

Einige Angestellten, die das Ansuchen an den Arbeitgeber stellen, benötigen eine Sondergenehmigung. Diese wird in folgenden Fällen nötig:

  • wenn die Aufnahme bestimmter Familienmitglieder (Brüder, Schwestern) beantragt wird
  • in Fällen von möglicher doppelter Auszahlung (also Kinder von ledigen/unverheirateten Paaren, nach einer Trennung)
  • um die Erhöhung der Einkommenslevel anzusuchen (Alleinerziehende oder Familienmitglieder, mit pflegebedürftigen Angehörigen)
  • dann, wenn der Ehepartner nicht die Eigenerklärung auf dem Fomular ANF/DIP (SR16) unterzeichnet.

In allen diesen Fällen muss das Ansuchen um Ausstellung der Sondergenehmigung ANF43 telematisch an das NISF gestellt werden. Dies kann wiederum auf folgenden Wegen erfolgen: mittels Bürgerkarte/PIN auf der Homepage > Invio OnLine di Domande di prestazioni a Sostegno del reddito > Autorizzazioni Anf oder über das NISF Call Center oder über ein Patronat.

 

Das Landeskindergeld (ehem. regionales Familiengeld)

Das Familiengeld des Landes Südtirol wird über die Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung (ASWE) ausbezahlt und steht allen Südtiroler Familien

  • mit mindestens 2 minderjährigen Kindern (dann bis zum 18. Lebensjahr des jüngsten Kindes) oder
  • einem einzigen Kind (nur bis zum 7. Lebensjahr) oder
  • einem behinderten Kind (auch nach dessen Volljährigkeit) zu.

Das/Die Kind/er muss mit dem Antragssteller leben und dieser muss seit mindestens 5 Jahren in der Region Trentino-Südtirol wohnhaft sein. Alternativ wird auch ein historischer Wohnsitz von mindestens 15 Jahren akzeptiert, wenn mindestens 1 Jahr ununterbrochen in das Jahr vor Einreichung des Gesuches fällt. Nicht ansässige EU-Bürger/innen müssen in der Region ein Arbeitsverhältnis haben.

Ansuhen um das Landeskindergeld kann jede Familie über den Zugang myCIVIS (mit einem gültigen SPID Account) oder über die Patronate im Land.

 

Das Ansuchen um das regionale Familiengeld

Der Antrag für das regionale Südtiroler Familiengeld kann ausschließlich über die Patronate gestellt werden und zwar ab dem Zeitpunkt, wo eine Familie obige Bedingungen erfüllt (d.h. es ist ein oder mehrere Kinder da und die Familie lebt/arbeitet in der Region). Der Beitrag steht dann ab dem Folgemonat nach dem Ansuchen zu. Wenn der Antrag innerhalb von 90 Tagen nach der Geburt, Adoption oder Anvertrauung des Kindes eingereicht wird, steht das Familiengeld ab dem Folgemonat des jeweiligen Ereignisses zu.

ACHTUNG!!  Der Antrag muss jährlich zwischen dem
1. September und 31. Dezember erneuert werden!

Das Familiengeld des Landes Südtirol

Das Landesfamiliengeld in Südtirol ist für die Betreuung und Erziehung der Kinder bis zum 3. Lebensjahr vorgesehen (36 Monate) und beträgt 200,00 € pro Monat und Kind. Bei einer Adoption oder Anvertrauung beginnt die 3-jährige Anspruchszeit ab dem Zeitpunkt der Verordnung. Die Zahlungen des Familiengeldes des Landes Südtirol wird vom ASWE monatlich im Nachhinein durchgeführt also z.B. Ende August für den Monat Juli.

Um für das Südtiroler Familiengeld ansuchen zu können (muss für jedes Kind nur ein einziges Mal angesucht werden und zwar innerhalb von einem Jahr nach der Geburt oder Adoption), muss das betreffende Kind mit dem Antragsteller zusammenleben. Das Kind scheint also auf dem Familienbogen auf. Außerdem müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein:

  • das Kind hat das 3. Lebensjahr noch nicht beendet und lebt mit dem Elternteil zusammen (Familienbogen)
  • der Antragssteller muss einen ununterbrochenen Wohnsitz von mindestens 5 Jahren in Südtirol (alternativ: historischer Wohnsitz von mindestens 15 Jahren, davon mindestens 1 Jahr ununterbrochen vor Einreichung des Gesuches) haben
  • nicht ansässige Bürger aus einem anderen EU-Land müssen ein Arbeitsverhältnis in Südtirol vorweisen können
  • das Familieneinkommen darf (unabhängig von der Anzahl der Familienmitglieder) 80.000€ nicht überschreiten. Dieses Vermögen wird anhand der Einheitlichen Einkommens- und Vermögenserklärung EEVE bewertet.

 

Das staatliche Familiengeld

Das staatliche Familiengeld ist ein Beitrag zur Unterstützung einkommensschwacher und kinderreicher Familien in ganz Italien! In der Familie, die um das staatliche Familiengeld ansuchen möchte,

  • müssen mindestens 3 minderjährige Kinder leben
  • muss die Familie (egal ob EU-Bürger oder Nicht EU-Bürger im Besitz einer langfristigen Aufenthaltsgenehmigung) in einer Gemeinde in Südtirol ansässig sein
  • darf die im Verhältnis zur Anzahl der Familienmitglieder vorgesehenen Einkommensschwelle nicht überschreiten. Hier wird als Berechnungsgrundlage nicht die EEVE, sondern die staatliche ISEE herangezogen.

Das Ansuchen muss jedes Jahr erneuert und innerhalb 31. Jänner des darauffolgenden Jahres (z.B. Gesuch für das Jahr 2016 innerhalb 31. Jänner 2017) eingereicht werden!

 

Das staatliche Mutterschaftsgeld

Das staatliche Mutterschaftsgeld ist eine einmaliger Beitrag, der allen ansässigen Frauen zusteht, welche die Staatsbürgerschaft eines EU-Landes besitzen. Außerdem können Frauen um den Beitrag ansuchen, die im Besitz der Staatsbürgerschaft eines Nicht-EU-Landes und des Aufenthaltsscheines sind (sog. „permesso di soggiorno UE per soggiornanti di lungo periodo“).

Einzige Voraussetzung ist: Die Frauen beziehen kein anderes Mutterschaftsgeld, z.B. vom NISF.

Der Erhalt des Beitrages ist natürlich auch hier an das Familienvermögen gebunden und die Berechnungsgrundlage ist auch hier der staatliche ISEE Indikator. Die Höhe des Zuschusses wird jährlich auf Monatsbasis festgelegt und es werden 5 Monatsbeträge in einmaliger Zahlung ausbezahlt. Für alle Geburten in den Jahren 2016 + 2017 sind es maximal 1.694,45 Euro (338,89 Euro x fünf).

Weitere Informationen bekommt Ihr in eurer Wohnsitzgemeinde oder einem Patronat.

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Das Landesfamiliengeld+ für Väter

Das Landesfamiliengeld+ gibt es für Familien, in denen sich Eltern die Erziehungsarbeit der Kinder teilen. Das Familiengeld+ soll Väter seit August 2016 dazu bewegen, mehr Elternzeit in Anspruch zu nehmen! In den letzten Jahren haben zwar auch immer mehr Väter Elternzeit beansprucht, jedoch immer nur kurz. Das lag, laut einer Umfrage, daran, dass zum einen das traditionelle Rollenbild noch stark in unserer Gesellschaft verankert ist und zum anderen daran, dass Familien sich eine längere Elternzeit (über 6 Monate nicht vergütet) aus ökonomischer Sicht nicht leisten konnten. Das Familiengeld+ soll das ändern – hat aber bis heute noch keine große Wirkung gezeigt. In einem knappen Jahr (bis zum 12. September 2017) sind beim Familienressort des Landes nur 90 Gesuche eingegangen; 45 davon bezogen sich auf zwei Monate Elternzeit, der Rest auf drei Monate.

 

Wer erhält denn nun das Familiengeld+?

Die Landesregierung hat in Ihrer Sitzung vom 23.08.16 Kriterien festgelegt, die die Auszahlung einen Landesfamiliengeld+ für Väter vorsieht, welche mindestens zwei aufeinanderfolgende Monate Elternzeit beanspruchen. Hier sind noch einmal die Kriterien im Detail:

  • Ausbezahlt wird das Familiengeld+ an den Elternteil, der den kürzeren Teil der Elternzeit in Anspruch nimmt. In aller Regel sind das die Väter. Diese müssen einer abhängigen Beschäftigung in der Privatwirtschaft in der Prov. BZ nachgehen und mindestens 2 aufeinanderfolgende Monate Elternzeit beanspruchen
  • die Familie alle Voraussetzungen hat, um das Landesfamiliengeld zu bekommen (siehe unten)
  • das Kind muss unter 18 Monate alt sein!
  • nur für Väter von Kindern, die zwischen 1.1.2016 und 31.12.2018 auf die Welt kommen
  • das Kind darf in dieser Zeit keine Kleinkindbetreuungseinrichtung besuchen!

Der Betrag, der dann mit dem Familiengeld an die Familie ausbezahlt wird, hängt von unterschiedlichen Kriterien ab.

  • 400€ pro Monat für Väter, die während der Elternzeit, für welche man den Zusatzbeitrag ansucht, 30% ihrer Entlohnung erhalten (INPS Elternzeitgeld)
  • 800€ monatlich für Väter, die während der Elternzeit, für welche man den Zusatzbeitrag ansucht, keine Entlohnung erhalten
  • 600€ im Monat für Väter, die während der Elternzeit, für welche man den Zusatzbeitrag ansucht, nicht durchgehend die Entlohnung von 30% erhalten und der andere Elternteil kein Gehalt bezieht

Außerdem muss die Familie im Besitz aller Voraussetzungen für das oben genannte Landesfamiliengeld des Landes im Sinne des Art. 9 des Landesgesetzes vom 17. Mai 2013, Nr. 8 sein und bereits dafür angesucht haben. Nur so kann das Familiengeld+ an den entsprechenden Vater bzw. die Familie ausbezahlt werden. Die Auszahlung erfolgt direkt über das ASWE (Amt für soziale und wirtschaftliche Entwicklung), bei welchem auch über das Patronat um den Beitrag angesucht wird.

 

Bonus mamme 2018 | Bonus premio alla nascita

2017 eingeführt, erhalten auch 2018 alle Mamas, die in diesem Jahr ein Kind zur Welt bringen, einen einmaligen und einkommensunabhängigen Bonus von 800 Euro (1600€ bei Zwillingen). Ob das die niedrige Geburtenrate ansteigen lässt- wir werden sehen! Um diesen Beitrag zu Lasten des italienischen Staates zu erhalten, müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein:

  • Ansässigkeit in Italien
  • italienische oder gleichgestellte Staatsbürgerschaft (EU)
  • nicht EU-Bürger brauchen eine langfristige Aufenthaltsgenehmigung
  • der 7. Monat der Schwangerschaft muss überstanden sein
  • Geburt, auch wenn diese vor Erreichen des 8. Monats stattfindet
  • Adoption (national oder international)
  • Anvertrauung (vor einer Adoption)

Das Ansuchen wird ab Erreichen des 8. Schwangerschaftsmonats – möglich aber auch noch nach der Geburt (bis maximal zum Erreichen des 1. Lebensjahres) – online auf der Webseite an das INPS gestellt. Möglich sind die Anträge auch über die unterschiedliche Patronate oder über das Call Center (Fixtelefon 803164 oder Mobil 06164164).

Wird das Ansuchen noch in der Schwangerschaft gestellt, benötigt die Mutter für das Ansuchen die Bestätigung der Schwangerschaft vom Arzt des SSN (Nationalen Sanitätsbetriebes). Es reicht auch, die entsprechende Nummer des Protokolls mitzuteilen. Wird das Ansuchen nach der Geburt gestellt erklärt die Mutter die entsprechenden Daten (Autocertificazione: Geburtsdatum, Steuernummer).

Das benötigst du für den Antrag um den Bonus mamme domani:

  • Ausweis und Steuernummer der Mutter
  • Steuernummer des Kinder
  • Kontodaten und
  • Mod. SR16 (ausgefüllt und auf S. 2 von einem Bankbeamten unterfertigt)

 

Der Kita Bonus

Den sog. „bonus asilio nido“ gibt es seit 17.07.2017. Mit dem Kita Bonus sollen Eltern unterstützt werden, deren Kinder die Kita oder eine Tagesmutter besuchen. Mit dem entsprechenden Antrag und gegen Vorlage der Rechnung einer Betreuungseinrichtung werden pro Kind 1.000 € pro Jahr für drei Jahre ausbezahlt werden. Und zwar:

  • für alle Kinder zwischen 0 und 3 Jahren
  • der Antrag für den Kita Bonus muss online an das INPS gestellt werden
  • der Beitrag wird unabhängig vom ISEE Wert ausbezahlt

 

Voucher Babysitter

Auch 2017 können arbeitende Mütter, die auf den Genuss der fakultativen Mutterschaft verzichten (11 Monate), beim NISF um Voucher ansuchen. Diese Voucher können für die Bezahlung von Babysittern, öffentlichen und privaten Körperschaften genutzt werden.

Der Betrag der Voucher kann maximal 600€ / Monat betragen und zwar für maximal 6 Monate (abhängige Beschäftigte). Auch Selbstständige können die Voucher beantragen für maximal 3 Monate und einen Gesamtbetrag von maximal 1.800€.

 

Der Sozialbonus auf Strom- und Gaslieferung

2008 ist der sog. „Sozialbonus“ auf Strom- und Gaslieferungen eingeführt worden. Dieser Bonus wird in der Stromrechnung als Rabatt ausgewiesen und führt zu einer Kostenersparnis. Der Rabatt kann unter folgender Voraussetzung angewandt werden:

  • bei Haushaltskunden mit Wohnsitz am Lieferort und einer verpflichteten Leistung bis 3kW
  • ein ISEE-Indikator von bis zu 7.500€ (wirtschaftliche Notlage)
  • bei Haushaltskunden, bei welchen schwer kranke Personen leben, die zur Lebenserhaltung elektromedizinische Geräte benutzen müssen (physische Notlage)

Alle jene Familien, die um den Rabatt ansuchen möchten, können sich an die Gemeindeverwaltung ihres Wohnsitzes wenden und das entsprechende Antragsformular ausfüllen.

 

Selbstkündigung in der Mutterschaft

Kündigt eine Mutter oder ein Vater innerhalb der ersten drei Lebensjahre des Kindes, muss diese Kündigung vom Arbeitsinspektorat bestätigt werden. Für Mütter und Väter herrscht nämlich in den ersten drei Jahren nach der Geburt eines Kindes ein besonderer Kündigungsschutz.

Mit 30.06.2017 hat sich das entsprechende Formular für die Bestätigung der Kündigung aus eigenem, freien Willen geändert. Grund hierfür war die Anpassung des Formulares zur freiwilligen Kündigung und einvernehmlichen Auflösung des Arbeitsverhältnisses an beide Geschlechter, also arbeitenden Mütter und Väter. Das Formular muss persönlich oder mittels Einschreiben mit Rückantwort an den Arbeitsservice übermittelt werden. Auch das Kündigungsschreiben muss beigelegt werden.

 

Arbeitslosengeld NASPI für Mütter

Bei freiwilliger Arbeitslosigkeit aufgrund einer Kündigung haben Mitarbeiter kein Anrecht auf das Arbeitslosengeld. Die einzigen Ausnahmen bildet die  „dimissioni per giusta causa“ und dazu zählt die freiwillige Kündigung innerhalb des 1. Lebensjahres des Kindes. In diesem Fall können die Mütter oder Väter um das Arbeitslosengeld NASPI ansuchen.

Voraussetzung für den Genuss ist, dass in den 4 Jahren vor der Arbeitslosigkeit Sozialbeiträge von mindestens 13 Wochen eingezahlt wurden und 12 Monate vor der Arbeitslosigkeit 30 Tage effektiv gearbeitet wurden. Krankheiten, Arbeitsunfälle und Freistellungen werden dabei nicht berücksichtigt. Sind die Voraussetzungen erfüllt, kann das Elternteil auf der Homepage des NISF das NASPI beantragen.

Ich hoffe, ich konnte euch mit dieser kleinen Zusammenfassung weiterhelfen und euch in der Zeit – wo vieles Drunter und Drüber geht, wenn ein neues Baby kommt, ein wenig unterstützen. Ich wünsche euch und eurem Nachwuchs alles Liebe & Gute!

 

Obligatorische Versicherung gegen Unfälle im Haushalt

1999 wurde die obligatorische INAIL Versicherung gegen Unfälle im Haushalt eingeführt. Alle Frauen und Männer zwischen 18 und 65 Jahren, welche Vollzeit nur im Haushalt tätig sind (also kein Arbeitsverhältnis haben bzw. anderswo versichert sind*, Pensionisten unter 65 Jahren oder Studenten ohne Arbeitsverhältnis über 18 Jahren), müssen diese INAIL-Versicherung abschließen. Für die Versicherung sind aktuell innerhalb 31.01. eines jeden Jahres 12,91 € einzuzahlen. Die Zahlung erfolgt mittels Einzahlungsschein, der folgendermaßen auszufüllen ist:

assicurazione obbligatoria contro gli infortuni domesticiz.B. private Unfallversicherungen, die die INAIL Pflicht mit abdecken

Was deckt die obligatorische Unfallversicherung ab?

Die Unfallversicherung des INAIL deckt Unfälle im Haushalt der jeweiligen Familie inklusive Balkon, Garten, Terasse, Stiegen im Kondominium u.ä. ab. Das gilt übrigens auch für Ferienwohnungen, sofern diese sich auf dem italienischen Staatsgebiet befindet.

Als Unfälle gelten Unfälle, die bei kleinen Reparaturarbeiten passieren, die kein spezielles technisches Wissen voraussetzen. Auch Unfälle, die auf Haustiere zurückzuführen sind, sind abgedeckt. Weitere Informationen kannst du direkt beim INAIL Versicherungsinstitut anfragen.

Die obligatorische Unfallversicherung kann übrigens auch in der Steuererklärung abgesetzt werden!

 

Publikationen zur Elternschaft in Südtirol / Italien

Hier findest du weitere Informationen:

Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität & Vollständigkeit. Alle Informationen auf dieser Internetpräsenz sind ausschließlich zur allgemeinen und unverbindlichen Information.

106 Comments

  1. Hallo Silvia, ist es möglich die Elternzeit zum gleichen Zeitpunkt in Anspruch zu nehmen? Also ich in fakultativer Mutterschaft u mein Partner gleichzeitig in Vaterschaft? So dass man dann als Familie mehr Zeit zusammen hat? Danke lg Alexa

  2. Hallo meine frau ist jetzt seit 2 wochen in der mutterschaft . War auf 25h basis als hausangestellte gemeldet. Die 2 anfangs wochen hat sie etwa die hälfte entlohnung bekommen vom arbeitgeber , wer bezahlt die anderen 2 wochen der mutterschaft bzw. Die nächsten monate? Auserdem wenn sie kündigen würde und würde sie das arbeitslosengeld für 2 jahre bekommen? Da sie aber nur 500 euro verdient hat und ja jedes monat 3 % abgezogen werden würden , heist das dass es vorzeitig also vor den 2 jahren auf 0 euro käme? Oder habe ich was falsch verstanden. Vielen dank für deine hilfe!

    1. Guten Abend! Hausangestellte unterliegen einem speziellen, eigenen Kollektivvertrag. Dieser sieht meines Wissens nach ein Mutterschaftsgeld von 80% der Entlohnung für 5 Monate vor und wird direkt vom NISF/INPS ausbezahlt. Für nähere Informationen dazu – ebenso wie zum Arbeitslosengeld – empfehle ich in diesem speziellen Fall ein Beratungsgespräch bei einer Gewerkschaft, z.B. KVW. Einen ersten Einblick über das Arbeitslosengeld könnt ihr euch anhand des Einkommens ausrechnen (Betrag und Zeitraum des Bezugs): https://www.pensionioggi.it/dizionario/calcola-la-naspi – Das Arbeitslosengeld wird ab dem 4. Monat gekürzt und für maximal 21 Monate (21*3%=63%) – Mit freundlichen Grüßen

  3. Hallo,
    nehmen wir mal an ich würde innerhalb des 1. Lebensjahres meines Kindes meinen Job in der Privatwirtschaft kündigen und dafür 1000€ arbeitslosengeld erhalten. Die ersten 3 monate würde ich ja den vollen betrag des arbeitslosengeldes erhalten, d.h. die 1000€, danach wurde mir gesagt dass sich pro monat das arbeitslosengeld um 3% reduziert. Nun bin ich mir aber nicht ganz sicher wie das funktioniert, heisst das dass ich z.b. im 4ten monat der arbeitslose 970€ erhalten würde (also die 1000€ -3%), im 5ten monat dann 970€ -30€ usw? Oder wie geht das?

    1. Das mit der NAspi Arbeitslosengeld (Kuendigung) und Mutterschaft ist eine Katastrophe. Unpuenktliche Ausbezahlung, Monate lang nichts dann wieder nur 30 Euro usw.. Ich rate Euch genuegend Kapital zur Ueberbrueckung bereit zu halten…vor allem wenn jemand einen Wohnungskredit zurueck zu bezahlen hat. LG

  4. hallo, bekanntlich wird die Elternzeit bei Kindern bis zum 6. Lebensjahr mit 30% vergütet. Beträgt bei 2 Kindern bis zu 6 Jahren die mit 30% vergütete Elternzeit somit 12 Monate? Wenn ja, können diese 12 Monate zusammenhängend beansprucht werden?

    1. Korrekt, die Elternzeit kann bei 2 Kindern unter 6 Jahren, deren Elternzeit im Ausmaß von jeweils 6 Monaten noch nicht genossen wurde, auch Zusammenhängend beansprucht werden. Mit freundlichen Grüßen

  5. Danke. Wie funktioniert das mit dem Kündigungsschutz? Wie lange geht der nach Mutterschaft? Kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer nach Stillstunden kündigen? Betrieb hat 17 Mitarbeiter. Bin jetzt 16 Jahre in dieser Firma.

    1. Der Kündigungsschutz bezieht sich darauf, dass Arbeitgeber und -nehmer das Arbeitsverhältnis nicht ohne triftigen Grund (wegen Beendigung des befristeten Arbeitsvertrages oder wegen gänzlicher Schliessung des Betriebes oder der entsprechenden Abteilung aufgelöst werden) auflösen können. Auch die Mutter kann innerhalb des 1. Lebensjahres des Kindes nicht einfach so kündigen, sondern diese muss – aus Gründen der Sicherheit, dass es sich hier wirklich um eine freiwillige, keine erzwungene Kündigung handelt, vom Arbeitsinspektorat validiert werden. Mit dem 1. Geburtstag endet diese spezielle Entlassungsverbot. Dennoch ist eine Entlassung eines Arbeitnehmers einfach so möglich. Bezüglich einer Entlassung sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen, wobei diese immer nur aus einem Grund (z.B. disziplinäre Gründe etc.) erfolgen kann. Hier gilt es dann, sollte eine solche Entlassung ausgesprochen werden, zu unterscheiden, ob der reale Kündigungsschutz von 1970 greift oder der abgeschwächte Kündigungsschutz von 2015. Der neue Entlassungsschutz greift nur für Arbeitnehmer, die ab dem 7. März 2015 neu aufgenommen wurden oder deren befristetes Arbeitsverhältnis in ein unbefristetes umgewandelt wurde bzw. auch für jene Arbeitnehmer, die vor dem 7. März 2015 aufgenommen wurden (wie in ihrem Fall), aber deren Arbeitgeber die Grenze der 15 Beschäftigten erst nach dem 7. März 2015 überschritten hat. Was genau dies bedeutet und welche Auswirkungen dies im Falle einer Entlassung hat, würde aber diesen Kommentar sprengen. Wie gesagt, eine Entlassung ist aber nicht so einfach! Sollten Sie trotzdem diese Befürchtungen haben, wenden Sie sich am besten an ein Patronat in Ihrer Nähe, welches Sie ausführlich beraten und über Ihre Rechte aufklären kann. Mit freundlichen Grüßen

  6. Hallo Silvia,
    eine Frage die bei mir offen bleibt ist folgende: muss der Vater, wenn er Elternzeit in Anspruch nehmen möchte ein Minimum an Zeit nutzen? Oder kann er auch „nur“ einige Wochen nehmen? Das heisst wenn man anfängt muss man dann die 6 Monate aufbrauchen, oder ist es egal wieviel man möchte? Danke Dir und lg alexa

    1. Hallo Alexa, der Vater kann von einigen Stunden, Tagen oder Wochen genau diese Zeit nehmen, die er möchte. Die Inanspruchnahme der Elternzeit ist fakultativ, d.h. nicht verpflichtend. Einzig und allein an den Bezug des Familiengeldes Plus für Väter sind Bedingungen geknüpft, anhand derer der Vater ein Minimum an Elternzeit genießen muss. Möchte er dieses nicht in Anspruch nehmen, ist er in seiner Entscheidung frei. Liebe Grüße

  7. Hallo Silvia,

    Super Blog, danke für die ganzen Infos!
    Bin auch 2-fach Mama aber was ist mit Landeskindergeld gemeint? Ich beziehe Das Landesfamiliengeld sowie das regionale, bis zum 3. Lebensjahr! Das Landeskindergeld dagegen??
    Danke
    Silvia 😉

    1. Hallo Silvia, mit 01.01.18 ist die Zuständigkeit des regionalen Familiengeldes direkt an das Land Südtirol gegangen. Damit sollten die Auszahlungen, der Antrag etc. vereinfacht werden. Mit diesem Übergang am 1. Jänner hat das sog. „Landeskindergeld“ das regionale Familiengeld ersetzt. Dieses gibt es sozusagen nicht mehr, da die Region Trentino-Südtirol nicht weiterhin für die Auszahlung zuständig ist. Siehe auch diesen Artikel zum Thema: https://www.suedtirolnews.it/politik/aus-regionalem-familiengeld-wird-kindergeld oder https://www.suedtirolnews.it/wirtschaft/1-jaenner-landeskindergeld-ersetzt-regionales-familiengeld – Ganz liebe Grüße

  8. Hallo Silvia,
    ich arbeite in Teilzeit in einer Außenstelle eines Büros. Da meine Arbeitskollegin gekündigt hat und ich schwanger bin, ist es jetzt fraglich ob und wie lange das Büro noch offen bleiben wird. Kann mir trotz SS gekündigt werden? Welche Möglichkeiten gibt es für mich wenn das Büro noch während meiner SS geschlossen werden sollte? Ich habe ein Tochter mit 2,5 Jahre und bin im 4. Monat schwanger.
    Monika

    1. Guten Morgen Monika. Es tut mir leid dir mitteilen zu müssen, dass eine solche außerordentliche Kündigung möglich ist. Je nachdem, in welchem Monat du dich dann befindest, übernimmt das INPS weiterhin die Zahlungen. Für weitere, ausführliche Informationen wende dich am besten an ein Patronat in deiner Nähe, die dir Auskunft erteilen. Liebe Grüße und alles alles Gute!

  9. Hallo, wenn meine fakulative Mutterschaft Ende Oktober verfällt, also in November mit Vollzeit Beschäftigung Privatwirtschaft beginne, kann ich da noch Stillstunden Ruhepausen nehmen? Wenn ja wie funktioniert das? Welche Familiengelder bekommt man ohne die Evee Erklärung?

    1. Hallo Christina, die Stillstunden kannst du bis zum 1. Geburtstag deines Kindes genießen – egal ob du nach der fakultativen MS in Voll- oder Teilzeit einsteigst. Du musst dies nur deinem Arbeitgeber mitteilen; weitere Anträge dafür benötigst du nicht. Zu deiner zweiten Frage: Ohne die Einheitliche Vermögens- und Einkommenserklärung wird nur das INPS Familiengeld ausbezahlt (Eigenerklärung genügt). Alle anderen Familiengelder des Landes werden nur mit der EEVE ausbezahlt, staatliche Familiengelder nur mit der ISEE Erklärung. Liebe Grüße

  10. Hallo,
    Ich habe als arbeitender Vater innerhalb des 1. Lebensjahres per giusta causa gekuendigt, mein Arbeitsgeber behauptet meine Kuendigung ist nicht legitim. An wem kann ich mich wenden un mein Recht zur Geltung zu bringen?

    Vielend dank vorab fuer die Rueckmeldung

    1. Lieber Manfred, handelt es sich hier wirklich um eine Kündigung ohne Kündigungsfrist aufgrund eines schwerwiegenden Grundes (giusta causa) oder aufgrund eines „giustificato motivo“. Ersteres ist eigentlich sehr selten, denn dann müsste das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber gestört sein, was eine weitere Zusammenarbeit unmöglich macht. Üblicherweise handelt es sich im 1. Lebensjahr eben nicht um eine Kündigung aus ob. genannten Gründen, sondern um eine freiwillige Kündigung wegen Mutterschaft oder in deinem Fall Vaterschaft. Diese ist normal einzureichen mit dem genannten Grund und ein Formular an das Arbeitsinspektorat zu senden, in dem die Freiwilligkeit dieser Kündigung erklärt wird (ansonsten besteht Kündigungssschutz). Das Formular hierzu findest du online unter diesem Link: http://www.provinz.bz.it/de/dienstleistungen-a-z.asp?bnsv_svid=1003200 Wie gesagt, sollte es sich hier trotzdem um einen anderen Kündigungsgrund handeln, kannst du dich jederzeit an eine Gewerkschaft wenden, die Arbeitsstreitfälle vor Gericht für dich austragen bzw. falls möglich vorab mit dem Arbeitgeber in Kontakt treten um eine einvernehmliche Lösung zu finden. Liebe Grüße und alles Gute!

  11. Hallo Silvia,
    VIELEN HERZLICHEN DANK UND RIESENGROSSES KOMPLIMENT für deinen Blog! Meine obligatorische Mutterschaft endet mit 19.10.2018 und am 22.10.2018 beginne ich wieder meine Arbeit, jedoch nicht mehr in Vollzeit sondern Teilzeit 24h-Woche d.h. ich arbeite laut neuem Arbeitsvertrag in Zukunft Montag, Mittwoch und Donnerstag jeweils 8h (die fakultative Mutterschaft werde ich nächstes und übernächstes Jahr im Sommer nehmen). Meine Frage: Wie funktioniert das bei der Familienzulage auf meinem Lohnstreifen? Mir wurde im Patronat kürzlich mitgeteilt, dass die Familienzulage auf dem Lohnstreifen vom INPS laut Arbeitstage berechnet wird. Bedeutet das: ich erhalte die Familienzulage nur für 3 Tage??? Ich und mein Partner sind nicht verheiratet, es ist unser erstes Kind und auf deiner Seite habe ich gelesen es hängt von der Höhe des Gesamteinkommens lt. Steuererklärung, Zivilstand sowie Anzahl der Familienmitglieder/Kinder ab, was ich auch als logisch finde (in meinem Fall wird also nur mein Einkommen benötigt da wir ja nicht verheiratet sind). Kannst du mir bitte weiterhelfen? VIELEN DANK IM VORAUS.

    1. Liebe Petra, für Teilzeitbeschäftigte gilt es zudem zu berücksichtigen, dass das INPS das Familiengeld vollumfänglich nur Arbeitnehmer ausbezahlt wird, die mindestens 24 Stunden pro Woche arbeiten (was auch durch die Akkumulierung von mehr als einem Teilzeit- oder Vollzeitarbeitsverhältnis erreicht werden kann). Wenn die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden niedriger ist, wir der Betrag durch 26 dividiert und mit der Anzahl der tatsächlich gearbeiteten Tage multipliziert, unabhängig von der Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden an jedem einzelnen Tag. Gerne gebe ich dir auch weitere Auskunft. Melde dich einfach persönlich via E-Mail bei mir, dann sprechen wir darüber. Mit freundlichen Grüßen

  12. Hallo. Wollte fragen, bei einem freiwilligen Sozialdienst hat man kein Anrecht auf Mutterschaftsgeld? Sollte der Freund dann den Urlaub in Anspruch nehmen, wenn er lohnabhängig ist? Welche Rechte auf Auszahlungen hätte man sonst noch, wo man sich anmelden könnte? Danke! Lg

    1. Guten Abend, da es sich hier um einen spezielle Fall und kein klassisches abhängiges Arbeitsverhältnis handelt, kann ich Ihnen leider keine weitere Auskunft erteilen. Ich lege Ihnen ans Herz, sich an eines der Patronate in Südtirol zu wenden, die sie kostenlos beraten. Alle Stellen mit Adressen sind in diesem Link ersichtlich: http://www.provinz.bz.it/aswe/adressen-patronate.asp – Alles Liebe und Gute! Mit freundlichen Grüßen

  13. Hallo! Tolle Informationen!!! Danke für die ganze Arbeit die du dir gemacht hast!
    Ich hab 5 Monate obligatorische und 6 Monate fakultative Mutterschaft genossen und mein Mann möchte 1 Tag pro Woche zu Hause bleiben (Kindesalter wird da knapp 2,5Jahre sein)…wieviele Tage (Arbeitstage) stehen ihm zu ?

  14. Hallo Silvia, diene Zusammenfassung ist perfekt, danke für Deine Mühen!
    Ich wollte wissen ob es schon Neuigkeiten zu den Regelungen im Jahr 2019 gibt? Oder ob Du schon etwas bezüglich irgendwelcher wichtiger Änderungen weisst?
    Unser Baby kommt Anfang Februar auf die Welt.
    Ganz lg Alexa

  15. Hallo
    Bin gerade in obgligatorischer Mutterschaft und möchte nachher noch die vollen 6 Monate bezahlten fakultativen Mutterschaft nehmen. Kann der Vater ab sofort (auch wenn ich noch obligatotisch bin) in Vaterschaftsurlaub mit mir gehen? Wie lange und wie viel bekommt er bezahlt? Ist in der Privatwirtschaft angestellt. Danke

    1. Hallo Eleonora,
      meinst du mit Vaterschaftsurlaub die obligatorische Abwesenheit für Väter oder die Elternzeit? Falls du dich auf die Elternzeit beziehst (insg. 10 bzw. 11 Monate) dann ist folgendes der Fall:

      – Dein Mann kann auch während deiner obligatorischen Abwesenheit Elternzeit genießen. Diese kann halbtägig sein, einen oder einige Tage oder Wochen. Wenn er mindestens 2 Monate zusammenhängend nimmt, könnt ihr um das Landesfamiliengeld Plus ansuchen (hier alle Infos: https://natuerlich-kindgerecht.it/mutterschaft-elternzeit-familiengeld/#vater2) Wenn er mindestens 3 Monate zusammenhängend nimmt, verlängert sich eure gemeinsame Elternzeit von 10 auf insgesamt 11 Monate für beide Eltern gemeinsam

      – von der Elternzeit sind immer nur 6 Monate zu 30% vergütet, die restlichen 4 bzw. 5 Monate (wenn dein Mann drei Monate nimmt) sind unbezahlt. Wenn dein Mann den Antrag um Elternzeit stellt, muss er angeben, ob bereits bezahlte Elternzeit genossen wurde. Wenn er erklärt, dass du noch keine bezahlte Elternzeit genossen hast, kann er die 30% bekommen. Insgesamt bekommt ihr beide gemeinsam 30% für 6 Monate, die von euch beiden genossen werden können. Ich hoffe, das ist verständlich.

      Ganz liebe Grüße

  16. Hallo, mich interessiert die Situation wenn der Mann im öffentlichen Sektor arbeitet. Mein Mann, der Landesangestellter ist, möchte die unbezahlte Elternzeit in Anspruch nehmen hat aber die Auskunft erhalten, dass er diese nur in einem Stück bzw. mit einer einmaligen Unterbrechung (nicht mal eine Woche oder mal einen Tag) nehmen darf. Ist diese Information so richtig, weil es ja in der Privatwirtschaft anders ist, denn von dort weiß ich, dass man sie sogar Stundenweise in Anspruch nehmen darf (ist bei unserer Firma möglich). Wo könnten wir uns diesbezüglich informieren?
    Möchte auch noch ein Kompliment für diese Seite aussprechen – Super zusammengefasst!

    1. Hallo Sandra, vielen Dank für das Kompliment zu meinem Blog. Die Situation im öffentlichen Sektor ist eine ganz andere, als im Privatsektor. Hier kommt es darauf an, ob beide Eltern im öffentlichen Dienst sind oder nicht. Aktuell habe ich die Information, dass die Elternzeit pro Kind in nicht mehr als sechs, wenn beide Elternteile einem Landesbereich angehören, in sieben Abschnitten beansprucht werden kann. Nähere und aktuelle Informationen kann dein Mann im Personalbüro erhalten und auf diesen Webseiten: http://www.provinz.bz.it/verwaltung/personal/personal-landesdienst/personalverwaltung/mutterschaft-und-vaterschaft.asp und http://www.provinz.bz.it/verwaltung/personal/downloads/rundschreiben_dienstabwesenheiten.pdf – Ganz liebe Grüße

    2. Hätte bezüglich Stillstunden noch ein paar Fragen. Ich fange in November Vollzeit an zu arbeiten. Und mein Sohn wird am 30.12.18 ein Jahr alt. Ab wann muss ich die Stillstunden beim Chef beantragen? Müssen die genehmigt werden? Wieviele Stunden stehen da einen pro Tag zu? Wie lange gehen die Stillstunden? Werden die auch bezahlt? Danke

      1. Hallo Christina! Deine Fragen werden bereits im Text beantwortet: Die Stillstunden müssen bis zum 1. Lebensjahr nicht direkt beantragt werden, denn diese stehen dir automatisch zu. Nur Männer, die Stillstunden genießen möchten, müssen einen entsprechenden Antrag stellen. Genehmigt müssen diese nicht werden, da sie gesetzlich zustehen. Wie lange? Bis zum 1. Geburtstag deines Kindes stehen dir diese Stunden zu und werden voll bezahlt. Wie viele? Diese Pausen stehen im Verhältnis zur täglichen Arbeitszeit zu, d.h. arbeitet eine Mutter 6 oder mehr Stunden am Tag, hat sie Anrecht auf zwei Ruhepausen von je einer Stunde. Bei einer täglichen Arbeitszeit von weniger als sechs Stunden stehen zwei Ruhepausen von je einer halben Stunde zu. Liebe Grüße

  17. Hallo, tolle Seite die du da hast, ich wollte fragen, ob es auch für selbstständige möglich ist das Familiengeld anzusuchen und bis zu welchem Lebensjahr muss das geschehen?

    1. Guten Morgen, selbstverständlich können auch selbstständig erwerbstätige um das Landeskindergeld und Familiengeld (ausgenommen Plus) ansuchen. Die Termin sind dieselben, wie für abhängig beschäftigte. Beim regionalen Familiengeld ist das bspw. innerhalb von 90 Tagen nach der Geburt zu machen und jährlich zu erneuern. Liebe Grüße

  18. Hallo Silvia!
    Eine Frage zum Arbeitslosengeld nach der Mutterschaft:
    Bin noch 2 Monate in der fakultativen Mutterschaft und werde dann meinen Job in der Privatwirtschaft kündigen. Ich würde dann um das Arbeitslosengeld ansuchen, jedoch mit Jänner 2019 wieder in ein Angestelltenverhältnis eintreten.
    Kann ich die restlichen Monate vom Arbeitslosengeld (es stünden mir ja ca. 2 Jahre zu?) dann evtl. bei einem 2. Kind in Anspruch nehmen, oder ist das nur einmal möglich?
    P.s. Tolle Seite, Kompliment für die Mühe die du dir machst!!

    1. Hallo Marion, diese Frage ist so einfach nicht zu beantworten. Erst einmal werden die dir zustehenden restlichen Monate nicht „ausgespart“, denn bei einem weiteren Ansuchen musst du dieselben Voraussetzungen erfüllen, wie beim 1. Antrag. Außerdem kommt e darauf an, welches Arbeitsverhältnis du jetzt antrittst (befristet oder unbefristet), wie lange du vor dem 2. Kind wieder arbeitest etc. Die genauen Voraussetzungen, die im Artikel beschrieben sind, werden zu einem späteren Zeitpunkt ebenso kontrolliert, wie bei der ersten Anfrage. Ich hoffe, dass hat ein wenig weitergeholfen. Wie gesagt, ohne weitere Informationen ist es nicht möglich, Auskunft zu geben. In 2 Monaten wirst du dich an ein Patronat wenden – und dann an das Arbeitsamt – für den Antrag um das Arbeitslosengeld. Diese können dir bei der Gelegenheit deine Fragen beantworten. Ganz liebe Grüße und danke für das liebe Kompliment zum Blog!

  19. Hallo, ich möchte fragen, wie die Elternzeit geregelt ist, wenn der Vater Staatsangestelter ist. Ich nehme Mutterschaft (obligatorisch+fakultativ) alles an einem Stück. Ich arbeite in der Privatwirtschaft. Kann der Vater zusätzlich zu den 5+6Monaten Vaterschaft ansuchen oder ist das nicht mehr möglich, wenn ich bereits die vollen 11 Monate in Anspruch nehme?

  20. Ich habe da mal eine frage,.
    Ich habe mein Kind in der 30 Schwangerschaftswoche zur welt gebracht , habe danach alles angesucht was man ansuchen konnte um Kinder Geld Familien Gelder etc. zu bekommen . Die Ämter habe mir aber alles nicht bestätigen gekonnt weil ich keine Arbeitslosen an gesucht habe . Das einzige was ich bekommen habe waren die 800 Euro Bonus , der Mutterschafs Urlaub wurde mir nicht genehmigt und das Obligatorische Mutterschaftsgeld habe ich auch nicht bekommen . Im Endeffekt habe ich nur den 800 Euro Baby Bonus bekommen .

    Meine Frage : Ist das einfach so hin zu nehmen oder kann man da irgendwelche Schritte einleiten ??

    1. Hallo Nadia. Der Antrag um Arbeitslosengeld hat nichts mit den Anträgen um Familiengeld, Kindergeld etc. zu tun. Auch die Frühgeburt hängt hat mit diesen Anträgen direkt nichts zu tun. Diese Anträge um Familiengeld usw. alleinig aus Einkommensgründen abgelehnt, also wenn das Familieneinkommen zu hoch ist. Aber wende dich am besten noch einmal an das Patronat, das für dich die Anträge eingereicht hat. Sie können die Situation aufklären und ggf. Rekurs einreichen. Ganz liebe Grüße und alles Gute!

  21. Hallo,
    Hoffe du kannst mir weiterhelfen.. mein Freund möchte gerne 3 Monate Elternzeit nehmen (unbezahlt, ohne Entlohnung) und Ansuchen für das Landesfamiliengeld+ (800,00€ monatlich)
    Ich hingegen bin nach der Geburt die 3 Monate zu Hause mit dem Gehalt in Höhe von 100% und anschließend möchte ich die Elternzeit für 6 Monate nehmen mit bezahlung von 30% vom Gehalt.
    Nun meine Frage ab wann kann der Vater die Elternzeit nehmen ? (immer für ihn ohne Entlohnung und ohne 30%) Und kann diese zugleich mit mir genutzt werden ? Danke Lg

    1. Hallo Petra, der Vater kann die Elternzeit nach Genuss des obbligatorischen Vaterschaftsurlaubs in Anspruch nehmen. D.h. auch während deiner dreimonatigen obligatorischen Mutterschaftszeit nach der Geburt und auch während du Elternzeit genießt. Dein Mann kann bei seinem Antrag angeben, dass du die 6 bezahlten Monate in Anspruch nimmst. Für das Familiengeld+ muss dein Mann die Elternzeit mindestens 2 Monate und innerhalb der ersten 18 Monaten nach der Geburt des Kindes in Anspruch nehmen. Ich hoffe, damit konnte ich euch weiterhelfen. Liebe Grüße und frohe Ostern – Silvia

  22. Hallo,
    wenn ich die 2 Monate Pflichtabwesenheit vor dem errechneten Geburtstermin auf 1 Monat reduziere (da ich die Genehmigung vom Frauenarzt bekommen habe), darf ich dann in diesem einem Monat, in dem ich zusätzlich noch arbeite, nicht mehr in Urlaub gehen bzw. meinen Urlaub, den ich noch zur Verfügung habe, aufbrauchen?
    Lg
    Eleonora

    1. Hallo Eleonora,
      das hängt von deinem Arbeitgeber ab. Dieser kann, muss dir den Urlaub aber nicht genehmigen. Betriebsbedingt kann er den Urlaubswunsch ablehnen, da er dich bspw. im Betrieb in dieser Zeit unbedingt benötigt, um einen Ersatz einzulernen etc. Es hängt also ganz von deinem Arbeitgeber ab. Ganz liebe Grüße und alles Gute!

        1. Sofern der Arbeitgeber einverstanden ist, meiner Meinung nach ja. Du kannst die genauen Bestimmungen in deinem betreffenden Kollektivvertrag nachlesen. Ganz liebe Grüße

    1. Hallo Livia. Die Elternzeit ist dieselbe, wird jedoch ab dem Datum der Anvertrauung bzw. Adoption berechnet. Du kannst entsprechendes beim Ansuchen angeben also z.B. Geburt am XYZ oder Adoption am XYZ. Genaue Auskunft und auch Hilfe beim Antrag kannst du in einem Patronat erhalten. Ganz liebe Grüße

  23. Hallo. Wollte fragen wia oft man im privat Sektor als Vater die Elternzeit unterbrechen kann, da mir bei den Patronaten gesagt wurde das man nur bestimmte Anzahl an Unterbrechungen haben kan!?
    Danke für eure Hilfe

    1. Hallo Patrick, du kannst als Vater die Elternzeit nutzen. Was genau meinst du mit Unterbrechen? Aufgrund einer Krankheit o.ä. (diese wäre eine Unterbrechung der bereits beantragten Elternzeit) oder beziehst du dich darauf, dass du die euch zustehende Elternzeit gesplittet nehmen möchtest, also mal eine Woche, mal zwei, mal nur einen Tag etc.? Hier gelten unterschiedliche Regelungen, da es sich um zwei komplett verschiedene Dinge handelt. Zweiteres kannst du machen, so oft du magst. Ersteres hingegen ist eine ganz andere Ausgangslage. Liebe Grüße

  24. Hallo!
    Ich habe eine Frage zur Elternzeit. Als 2008 mein Sohn zur Welt kam, habe ich die Elternzeit aus diversen Gründen nicht in Anspruch genommen. Damals war ich als Oberschullehrerin tätig. Nun habe ich herausgefunden, dass ich Anrecht auf diese nicht genossene Elternzeit habe, bis mein Sohn 12 Jahre alt ist.
    Ich bin zur Zeit wieder schwanger und arbeite als Teilzeitkraft in der Privatwirtschaft. Kann ich diese nicht genossene Elternzeit nach dem Mutterschutz und der Elternzeit noch in Anspruch nehmen? Auch wenn ich damals eine Landesstelle hatte und jetzt in der Privatwirtschaft arbeite? Und wenn ja, bleibt mir meine jetzige Stelle dann erhalten, d.h. ist mein Arbeitgeber verpflichtet, mich wieder „zurückzunehmen“?

    Ich finde die Seite hier toll, so übersichtlich und alles Wichtige zusammengefasst! Super!
    Vielen Dank für Ihre Antwort!
    Herzliche Grüße, Trudi

    1. Hallo Trudi,
      meiner Meinung nach ja. Genaue Informationen könntest du direkt beim INPS in deiner Nähe anfragen. In Brixen bekommt man direkt, auch in deutscher Sprache, Auskunft. Ich möchte noch anmerken, dass die Elternzeit zwischen dem 8 und dem 12. Lebensjahr nicht mehr vergütet wird. Die Stelle bleibt erhalten, d.h. dein Arbeitgeber darf die Inanspruchnahme der Elternzeit nicht ablehnen und nach Ablauf dieser, kannst du deine Stelle wieder antreten. Liebe Grüße und alles Gute!

  25. Hallo Silvia.
    Super Zusammenfassung der ganzen Möglichkeiten und Regelungen.
    Ist eine sehr große Hilfe für Eltern, da es sehr viel gibt aber leider der Überblick oft fehlt.
    Toll wäre es wenn es eine Seite von der Familienagentur geben würde, wo dies alles schön zusammengefasst und regelmäßig aktualisiert würde.
    Ich überlege im heurigen Jahr für ein paar Monate die Vaterschaft zu beantragen. Es gibt ja bis zum Alter von 18 Monaten vom Land eine Unterstützung in Höhe von 800€.
    Weißt du zufällig ob es möglich ist, diese 2 mal innerhalb der 18 Monate zu beantragen, sprich heuer 2 Monate und kommendes Jahr wieder 2 Monate?
    Beste Grüße

    1. Hallo Johannes,
      du sprichst vom Landesfamiliengeld+, welches innerhalb der ersten 18 Monate eines Kindes beantragt werden kann, sofern das Kind noch innerhalb 31.12.18 geboren wird und im beantragten Zeitraum nicht fremd betreut wird etc. Dieser Betrag wird einmalig ausbezahlt und kann somit auch nur einmal beantragt werden, und zwar für einen Zeitraum von mindestens zwei und höchstens drei aufeinanderfolgenden vollen Monaten.
      Nähere Informationen zu diesem Thema findest du auf der Homepage der Provinz Bozen unter: http://www.buergernetz.bz.it/de/dienste/dienste-kategorien.asp?bnsvf_svid=1031824 wo du auch via E-Mail den Antrag stellen kannst (inkl. gültigem Personalausweis). Auch die Provinz stellt diese Informationen z.T. zur Verfügung, immer auf der Homepage des Bürgernetz und bspw. in dieser aktuellen Broschüre:
      http://www.provinz.bz.it/familie-soziales-gemeinschaft/familie/downloads/Familiengeldbroschuere_DE_2018.pdf Außerdem erhalten ab 2018 alle Eltern ein kostenloses Infopaket zur Geburt, mit einem Rucksack, einem Kapuzenhandbuch und viel Infomaterial für Neu-Eltern.
      Ansonsten halte ich diese Seite aktuell auch immer auf dem neuesten Stand 😉 Ganz liebe Grüße und viel Spaß in deiner Elternzeit!

  26. Hallo Silvia, vielen Dank für die ganzen Infos. Eine Super Seite !!!!
    Hätte noch eine Frage bzgl. dem Bonus Bebé & den Bonus mamme domani…
    Wie sieht’s bei al jenen aus welche 2018 ein Kind zur Welt bringen ? Wird hierfür noch eine Entscheidung getroffen oder gab es die Bonusse nur bis 2017?
    Danke.

    Liebe Grüße

    1. Diesen kannst du online auf der INPS Homepage einsehen, wenn du über Zugangsdaten verfügst. Diese bekommst du via SMS / Postweg zugesandt, wenn du dich online auf der Homepage registrierst. Im Cassetto previdenziale kannst du deine ganze Arbeitslaufbahn und die entsprechenden Versicherungswochen einsehen.
      Liebe Grüße

  27. Hallo Silvia,
    sehr interessanter Blog.. hätte ich doch bloß früher mal reingeschaut 😉
    Da steckt viel Zeit und Mühe drin!!
    Eine Frage: weißt du, ob man während der 2 Jahre NASPI aus Mutterschaftsgründen voll pensionsversichert ist? Und hat man, wenn man in dieser Zeit wieder schwanger wird, Anrecht auf obligater. Mutterschaftsgeld, auch wenn der Geburtstermin erst nach diesen 2 Jahren ist?
    Danke!

    1. Hallo Andrea,
      schön, dass du auf meinen Blog gefunden hast. Zu deinen Fragen: Die Wochen, in denen du arbeitslos bist und NASPI erhältst, zählen für die Rente, insofern du den Mindestbetrag pro Jahr dafür erreichst (etwa 10.500 Euro brutto). Die Wochen werden dir gutgeschrieben „Ctr. Figurativa per NaSpI“ und das kannst du auch in deinem cassetto previdenziale nachsehen. Der Zeitraum zählt dann zwar für die Jahre, die du arbeiten musst, nicht jedoch als Grundlage für den Beitrag, der dir als Rente ausgezahlt wird, insofern du nicht freiwillig weiter in den Pensionsfond (egal ob INPS oder Zusatzrente) einzahlst. Unsere Generation erhält nur mehr eine beitragsbezogene Rente, d.h. nur was eingezahlt wurde, wird über die Jahre wieder ausgeschüttet. Aber nähere Informationen hierzu bekommst du bei einem Patronat deines Vertrauens. Hier kannst du dich auch über die freiwillige Weiterversicherung informieren, die mit Landesbeiträgen unterstützt wird.

      Zur zweiten Frage: Anrecht auf obligatorisches Mutterschaftsgeld vom INPS hast du nur, wenn die obligatorische Abwesenheit wegen Mutterschaft mindestens 60 Tage nach Beendigung des letzten Arbeitsverhältnisses beginnt und zu Beginn der Abwesenheit arbeitslos ist und Arbeitslosengeld erhält (also nicht, wenn die obligat. Mutterschaft in den Zeitraum nach den 2 Jahren fallen würde). Dann wird für die 5 Monate das Arbeitslosengeld pausiert und die obligatorische Mutterschaft bezahlt. Danach wird das Arbeitslosengeld für den restlichen Zeitraum weiter bezahlt. Die Elternzeit kann in diesem Fall bspw. der Vater nutzen, ebenso die Stillstunden.

      Liebe Grüße
      Silvia

      1. Hallo Silvia.
        Ich muss schon sagen, du hast hier eine recht tolle Zusammenfassung. Komplimente und zudem noch immer aktuell. Solche Antworten erhält man leider nicht vom Patronat, wichtig ist dort die Leute schnell abzufertigen, um die „Menschenschlange“ kleiner zu machen.
        Zum NASPI:
        Meine Frau hat für 588 Tage das Arbeitslosengeld ausbezahlt bekommen, aus meiner Sicht aber in der Summe pro Jahr weniger als 10.500 Euro brutto (bin dies nicht im Stande genau nachzuvollziehen). Pro Jahr heißt effektiv vom 01.01 bis 31.12.? Das Mutterschaftsgeld der INPS zählt aber nicht dazu?
        In so einem Fall werden nur die Wochen gutgeschrieben, der Betrag ist aber irrelevant? Ich habe gehört dass die Wochen auch nur gutgeschrieben werden, wenn man mind. 35 Beitragsjahre am Ende besitzt, ansonsten ist alles für die „Katz“.
        Leider ist es nicht möglich beim Beziehen eines Arbeitslosengeldes, freiwillige Einzahlungen über Landesbeiträge abzudecken, d.h. für die Rückerstattung der Erziehungszeiten seitens der Provinz muss man effektiv nirgends mehr gemeldet sein oder Teilzeit arbeiten.
        Weiß du ob es die Möglichkeit gibt, während des Bezuges des NASPI in die INPS Rentenbeiträge irgendwie einzubezahlen? Kann man dies beantragen, auch rückwirkend? Pensionsfonds ist klar, dies ist ja kein Problem, wenn das notwendige Geld vorhanden ist 🙂
        Leider bin ich mein Patronat nicht weitergekommen.
        Liebe Grüße
        Andreas

        1. Lieber Andreas,
          ich wollte mich schon einmal für dein Kommentar bedanken und dich kurz wissen lassen, dass ich mich spätestens am Sonntag um dein Anliegen kümmere 🙂 das gibt’s nochmal einen Kommentar von mir. In der Zwischenzeit wünsche ich dir ein tolles Wochenende!

        2. Hallo Andreas,
          vielen Dank für dein Kompliment zu meinem Artikel, das freut mich immer sehr!

          Die rentenmäßige Absicherung der Erziehungszeiten ist ein Zuschuss, der ausbezahlt wird, wenn Rentenbeitäge in die Pensionskasse eingezahlt werden. Hier ist es möglich, in einen Zusatzrentenfonds (sofern schon eingeschrieben) oder bei der klassischen Pensionskasse INPS einzuzahlen, um die Zeiten des Fernbleibens von der Arbeit Kindererziehung (bis zu drei Jahren) abzudecken.

          Zu deiner Frau: Die 10.440,00 € im Jahr brutto werden vom 01.01 bis 31.12. berechnet. Die genaue Information, wie viel Sie brutto im Jahr verdient hat, kann sie Ihrem/n Mod. CU entnehmen, bzw. Der Steuererklärung. Sofern dieser Beitrag im Jahr erreicht wird, werden die Pensionsbeiträge für das gesamte Jahr (52 Wochen) gutgeschrieben. Bezüglich des Mutterschaftsgeldes müsste ich genauere Informationen erhalten, um welche Unterstützung es sich hier genau handelt. Sofern es sich um die obligatorische Mutterschaft handelt, werden auch hier weiterhin die Rentenbeiträge vom Arbeitgeber einbezahlt.

          Zur Frage mit den Beitragsjahren kann ich dir ohne weitere Informationen zu haben keine Auskunft geben. Man müsste sich hier die Rentensituation deiner Frau im Detail ansehen, denn es kommt auf Ihr Alter an, wie viele Jahre sie bereits berufstätig ist und vieles mehr. Von diesen Faktor hängt es ab, in welches Rentensystem sie „hineinfällt“. Künftig wird die Rente sehr wahrscheinlich nur noch beitragsbezogen ausbezahlt werden, d.h. was einbezahlt wurde, wird langsam wieder ausbezahlt. Ich werde dir via E-Mail an die von dir angegebene Adresse die Information zusenden, wo Sie sich bezüglich der Rente im Detail informieren kann.

          Eines stimmt, wenn man arbeitslos ist, kann man nicht in die Rentenkasse einzahlen, da der Beitrag meist ausreicht, um die Pension zu decken. Die Unterstützung der Provinz greift erst, sobald deine Frau „Hausfrau“ ist. Ob es weitere Möglichkeiten gibt, sofern überhaupt nötig, könnt ihr auch beim Gespräch bei genannter Adresse erfahren. Ich habe dort bisher gute Erfahrungen gemacht und hoffe, euch kann dort im Detail eure Fragen beantwortet werden.
          Ich wünsche euch alles Gute!
          Liebe Grüße

  28. Hallo Silvia,

    zum Thema Stillstunden.
    Wenn ich Montag bis Donnerstag 9 Stunden pro Tag absolviere, und Freitags nur 4 heisst das , dass ich Freitags nur 1 Stillstunde nehmen kann richtig?

    LG
    Stefan

  29. Hallo Silvia,
    Wir sind in Erwartung von Zwillingen. Kann in diesem Fall der Vater die Stillstunden in Anspruch nehmen, während die Mutter in obligatorischer oder fakultativer Mutterschaft ist und die Stillstunden nicht beansprucht.
    Vielen Dank im Voraus.
    Lg

    1. Hallo Wolfi. Ja, in diesem Fall können die zusätzlichen Stillstunden (werden verdoppelt) auch vom Vater in dieser Zeit beansprucht werden. Das INPS schreibt hierzu „In caso di parto plurimo i riposi sono raddoppiati e le ore aggiuntive possono essere riconosciute al padre anche durante i periodi di congedo di maternità, o nel teorico periodo di trattamento economico spettante alla madre dopo il parto, e di congedo parentale della madre.“ Ganz liebe Grüße und herzlichen Glückwunsch zum doppelten Glück!

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  30. Hallo liebe Silvia,

    viele Dank für die übersichtliche Auflistung!
    Du schreibst in Bezug auf den obligatorischen Mutterschaftsurlaub: „Anspruch haben alle abhängigen Beschäftigten, die beim NISF versichert sind.“
    Hat man auch Anspruch, wenn man als Mutterschaftsersatz für eine andere Kollegin angestellt wurde? Leider eine knifflige Situation, die man sich als werdende Mutter anders gewünscht hätte – hat sich leider kurzfristig und überraschend so ergeben…

    Danke im Voraus!
    Eli

  31. Hallo Silvia. Eine Frage zur Stillzeit für Väter. Ich bin selbstständig, unterrichte Kursweise auf Rechnung in einer privaten Sprachschule, d.h. jede Zeit die ich nicht arbeite auch kein Geld. Hätte mein Partner anspruch auf die Stillzeit, damit ich zumindest ein Teil der Zeit arbeiten könnte und so nicht „meine“ Kurse verliere?

    1. Hallo Silvia! Ja, sofern dein Mann ein Arbeitsverhältnis hat, kann er um die Stillzeit ansuchen, sofern du nicht in obligatorischer oder fakultativer Mutterschaft bist. Das INPS schreibt hierzu: „Il lavoratore padre può richiedere il riposo giornaliero in alternativa alla madre lavoratrice dipendente che non se ne avvalga per espressa rinuncia o perché appartenente a una delle categorie non aventi diritto ai riposi stessi.“ Der schriftliche Antrag wird an den Arbeitgeber gestellt. Die Vorlage hierzu findest du auf auf dieser Seite. Liebe Grüße

  32. Zunächst:super Seite!!!:-)

    Eine Frage zum Thema Stillstunden: wenn ich nach der fak.Mutterschaft in den unbezahlten Wartestand gehe(Privatwirtschaft), kann dann der Vater die Stillstunden beanspruchen?

    1. Vielen Dank Dodo! In diesem Fall geht das leider nicht, das NISF schreibt ausdrücklich: „Non può, invece, richiederlo se la madre lavoratrice si trova in astensione obbligatoria o facoltativa oppure non si avvale dei riposi perché assente dal lavoro per sospensione da aspettativa, permessi non retribuiti o pause lavorative per part-time verticale.“ Tut mir leid!

  33. Hallo Silvia,
    ich habe eine Frage zur Vergütung der Elternzeit. Ich verstehen nicht genau diesen Absatz, wo es heißt: Das selbe gilt für die Monate, die über den 6. Monat hinaus gehen. Wenn die 6 Monate aufgebraucht sind, bekommt man doch keine Vergütung mehr, oder schon????

    Die Eltern erhalten während Ihrer Abwesenheit 30 % des durchschnittlichen Tageslohnes (des letzten Arbeitsmonats). Es gibt jedoch einige Einschränkungen: Die Vergütung steht nur bis bis zum 6. Lebensjahr des Kindes zu und wird außerdem nur für 6 Monate gesamt gewährt. Nach dem 6. Lebensjahr und bis zum 8. Lebensjahr hängt das Anrecht auf Entschädigung von der Einkommenssituation der Eltern ab. Sie haben Anspruch auf 30 % der Entlohnung, wenn das Einkommen nicht das 2,5-fache der Mindestrente überschreitet.

    Dasselbe gilt für die Monate, die über den 6. Monat hinaus gehen. Zwischen dem 8. und dem 12. Lebensjahr wird der Zeitraum nicht mehr vergütet (unbezahlt).

    1. Hallo Helga,

      hier verweise ich an das INPS Rundschreiben 152 vom 18.08.2015 und das Rundschreiben 139 vom 17.07.2015. Hierin steht: 2.2 Periodi di congedo parentale indennizzabili subordinatamente alle condizioni di reddito

      I periodi di congedo parentale ulteriori rispetto al menzionato limite di 6 mesi oppure fruiti tra i 6 anni e gli 8 anni di vita del bambino (oppure tra i 6 e gli 8 anni dall’ingresso in famiglia del minore adottato o affidato) sono indennizzati nella misura del 30% della retribuzione media giornaliera a condizione che il reddito individuale del genitore richiedente sia inferiore a 2,5 volte l’importo del trattamento minimo di pensione a carico dell’assicurazione generale obbligatoria. Tale limite di reddito, annualmente rivalutato, è pari per l’anno 2015 ad euro 6.531,07 (valore provvisorio – vedi circolare n. 78 del 16 aprile 2015).

      Quindi, rispetto alla disciplina precedente – che prevedeva, per i periodi di congedo parentale ulteriori rispetto ai 6 mesi e per i periodi fruiti dai 3 agli 8 anni di vita del bambino, oppure dai 3 anni agli 8 anni dall’ingresso in famiglia del minore adottato o affidato – l’attuale disciplina ha lasciato inalterato il limite degli 8 anni.

      Esempio 1: il genitore di un figlio che ha 5 anni, per il quale l’altro genitore ha già fruito di 6 mesi di congedo parentale, può fruire dei periodi ulteriori che saranno indennizzati subordinatamente alle condizioni di reddito (periodi ulteriori rispetto ai 6 mesi).

      Esempio 2: il genitore di un figlio che ha 7 anni, per il quale residuano complessivi 9 mesi di congedo parentale, può fruire di tali periodi che saranno indennizzati subordinatamente alle condizioni di reddito (periodi superiori a 6 anni di vita del bambino).

      Ich hoffe, ich konnte dir damit weiterhelfen. – Liebe Grüße

  34. Hallo Silvia, super erklärt Kompliment! Woasch du ob man für den Genuss der Stillstunden a Schreiben an den Orbatsgeber mochen muss und wenn jo wie? Hon mi bei der inps erkundigt und die sel hobm xog es braucht wos schriftliches ober im patronat hot nio jemand des xog… Glg, meggi

    1. Hi Margit! Vielen Dank für das liebe Kompliment 🙂 Für die Stillstunden muss eine normale abhängige Beschäftigte kein Ansuchen einreichen (direttamente ed esclusivamente al datore di lavoro – nessuna domanda va presentata all’INPS – per le lavoratrici). Anders wäre die Situation wenn der Vater aus irgend einem Grund die Stillstunden genießen möchte anstatt der Mutter. Vielleicht hat das Amt deine Frage verwechselt und meinte, du möchtest die Eternzeit in Stunden genießen. Das ist in gewissen Fällen möglich und bedarf eines Antrages. Ich hoffe, ich konnte dir damit weiterhelfen. Liebe Grüße

  35. Netter Blog und super Übersicht über die Leistungen.
    Ich habe eine Frage zu dem Satz: „Die Mitarbeiterin erhält während Ihrer obligatorischen Abwesenheit vom NISF 80% des letzten Gehaltes bzw. der letzten 3 Monate ausbezahlt.“
    Werden die 80% vom Brutto- oder vom Nettogehalt gerechnet?
    Gibts hierfür eine Quelle (zB. Gesetz) die auch in DE/EN abrufbar ist?
    Danke vorweg!!!

  36. Hoila Silvia,

    Wegnen Kita-Bonus: i hon mi bo meiner Kita (wou die Groaße drein isch) erkundigt, ob es Kloane (kimmp in Mai) in Genuss vo den Kita-Bonus 2017 kimmp. Dei hobm vo den olle nix gwisst, hobm sicher erkundigt und gsog, des betrifft oanzig stootliche Einrichtungen. Also die Tagesmütter.bz (Kitas) griagn sicher NIX.
    Du schreibsch, gegen Vorlage der Rechnungen, wou konn i dei ogebm? In Patronat (KVW) welln sie a nix vo den wissn.
    Sou richtig Bescheid woaß koaner.

    LG Karin

    1. Hallo Karin,

      i hoff i kon dir iatz a bissl weiterhelfen. Folgendes: Der Bonus Nido isch vom Gesetz für 2017 eingeführt worden. Im Moment wurden aber noch kein Dekret erlassen (sehr wahrscheinlich durch den Regierungswechsel, denn genannte Maßnahme wurde noch von der Regierung Renzi vor dem Rücktritt beschlossen). Ohne Dekret fehlen also noch die genauen Informationen und Durchführungsbestimmungen um um den Kita Bonus anzusuchen. Eines ist bisher bekannt:

      – der Beitrag ist in Höhe von 1000€ vorgesehen für alle Eltern, die Ihre Kinder in einen Asilo nido (pubblici o privati) einschreiben
      – der Beitrag ist nur für das Jahr 2017 vorgesehen
      – genaue Durchführungsbestimmungen und die genauen Voraussetzungen fehlen noch (müssen das Dekret abwarten)
      – kein Limit des ISEE Wertes (z.B. 25.000€ wie bei anderen Ansuchen) also unabhängig vom Einkommen
      – der Beitrag ist nur für Kinder unter 3 Jahren vorgesehen

      Genaueres muss wie gesagt noch abgewartet werden. Um den Beitrag wird sehr wahrscheinlich (wie Voucher Baby sitter etc.) online über das Portale INPS angesucht werden müssen. Sobald weitere Informationen öffentlich werden, werde ich es in diesem Beitrag natürlich ergänzen. Liebe Grüße und schönes Wochenende – Silvia

    1. Hallo ich habe einen unbefristet Vertrag mit vollzeit im Gastgeber und ab Dezember bis 01.06.17 in fakultativer Mutterschutz…danach möchte ich in Arbeitslose gehen (habe niemanden für das Kind zum aufpassen) wie lange kann ich gehen bzw. kann ich überhaupt gehen (habe immer gearbeitet aber die letzten 30 Tage in bezahlten Urlaub gewesen

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