Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Die botanische Gärten von Schloss Trauttmansdorff auf 12 ha Fläche am östlichen Stadtrand von Meran sind weltweit bekannt. Die Gärten des Schloss Trauttmansdorff begeistern durch ihre außergewöhnliche Vielfalt und beherbergen über 5.800 Pflanzen aus aller Welt: von Nadelhölzer aus Nordamerika über verschiedene Zitrusfrüchte bis zum Seerosenteich. Wir waren Anfang April in Meran und geben dir heute einen Einblick. Viel Spaß!

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Die Anfahrt zu den botanischen Gärten in Meran

Von Brixen waren wir in etwa einer Stunde über die Autobahn und die Mebo in Meran. Von der Mebo Ausfahrt „Meran Süd“ haben wir uns links gehalten und das Schloss Trauttmansdorff problemlos gefunden. Die Anfahrt ist sehr gut ausgeschildert. Angekommen sind wir gegen 11 Uhr und haben wir für 2 Erwachsene 26,00€ bezahlt. Die tagesgültigen Eintrittspreise für die Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran findest du auf der Webseite (Link). Dort angekommen haben wir den Rundgang links begonnen. Dort warten gleich erste Highlights für die ganze Familie.

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Das Terrarium | Ein Highlight für die ganze Familie

Im Garten angekommen trafen wir gleich auf ein großes Holzinstrument aus Bambus. Die beiden Mädels waren begeistert und wollten am liebsten gleich dort bleiben. Wir sind natürlich trotzdem weiter gezogen und haben nach wenigen Metern das Glashaus erreicht, eines unserer persönlichen Highlights. Hier im Terrarium krabbeln Millionen Ameisen durch ihre Tunnel, blaue und gelbe Frösche (die übrigens zu den giftigsten Tieren der Welt zählen) verstecken sich im Blätterwald und Echsen starren uns direkt in die Augen.

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Auch der Ägyptische Skarabäus findet hier im Terrarium seinen Platz und soll auch den Besuchern der botanischen Gärten Glück bringen. Wer zur richtigen Zeit nach Meran ins Glashaus kommt, kann über 150 Schmetterlingen beim verpuppen oder schlüpfen zusehen. Schade, dass wir dieses wundervolle Schauspiel nicht erleben durften.

Nach dem Terrarium sind wir weiter bis zur Grotte. Das war das Highlight unserer kleinen Maus (3,5 Jahre), die den ganzen Tag nur noch vom Vulkan, dem Dinosaurier und den lebenden Fossilien gesprochen hat. In der Grotte haben wir um 12 Uhr die Multimediashow zur Entstehung des Lebens angeschaut. Diese ist zwar erst ab 8 Jahren empfohlen, aber unseren beiden Mädels hat sie sehr gut gefallen.

Die Waldgärten und die Entstehung der Erde

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Hier vor der Grotte beschäftigen wir uns auch ein wenig mit dem Thema Zeit. Mein Mann war begeistert von dem Zeitgetriebe. Diese Ruhe habe ich persönlich mitgenommen, vorbei an einem Wasserfall in die japanischen Gärten. Mittlerweile war es 12.30 Uhr und es in Meran richtig warm geworden. Die Mädels haben ihre Hosen hochgekrempelt und die Füße im Bach im Kieselgarten abgekühlt. Total entspannend!

Picknick bei den Lamas und Alpakas

Nach unserem Ausflug nach Japan sind wir durch wunderschöne Zierkirschen und duftende Orangen- und Zitronenblüten zum Picknickplatz gewandert. Wer möchte, kann hier auch das „Restaurant Schlossgarten“ besuchen.  Wir haben uns für ein gemeinsames Picknick neben den Lamas und Alpakas vom Kaserhof am Ritten entschieden.

Nach einem gemütlichen Picknick und einer ersten Toilettenpause sind wird dem Weg gefolgt bis zum Palmenstrand. Die beiden Mädels haben ihre Füße in den Sand gesteckt und wir haben die Aussicht über Meran und die umliegende Bergwelt genossen. Hier endet auch der ersten Teil des Weges. Dieser erste Bereich stand übrigens unter dem Motto „Waldgärten – Miniaturwälder aus Amerika und Asien“. 

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Wir sind nun über den nächsten Wegbereich unter dem Motto „Sonnengärten – Mediterranes Flair“ weiter spaziert bis zum höchsten Punkt der botanischen Gärten, zur Vogelvoliere. Hier hat uns ein Blütenmeer aus Mohn, Vergissmeinnicht, Gänseblümchen und Stiefmütterchen erwartet, doch die Aras und Gebirgslori’s waren leider nicht zu sehen – die Voliere war leer. Wir haben dazu keine weiteren Informationen finden können: Ich gehe davon aus, dass die exotischen Vögel vielleicht im April in den Nächten draußen noch zu kalt haben würden.

Voliere, Aussichtssteg und der Garten für Verliebte

Die beiden Mädels waren natürlich traurig, dass keine bunten Papageien da waren. Wir sind aber trotzdem raus zur Aussichtsplattform, einem etwa 15 Meter langen Steg mit dem – ins Geländer gestanzten – Motto „Nur Gedanken sind frei“. Auf dieser Aussichtsplattform kann man den imposanten Ausblick auf die Gärten, die Stadt Meran und die Berge genießen.

Nach einer kurzen Rast sind wir weiter zum Garten für Verliebte. Dieser widmen sich, wie der Name schon verrät, den Liebenden. So können wir überall „Ich liebe dich“ in ganz unterschiedlichen Sprachen lesen: Ti amo, te quiero, I love you oder ti amo und drei Pavillons, die überdimensionalen Blumensträußen gleichen, entdecken. Nachdem wir hier unsere Liebesbotschaft niedergeschrieben hatten, haben mein Mann und ich uns gemütlich auf einer Bank niedergelassen und uns die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Die beiden Mädels haben sich im Wasser vergnügt. Dabei war Sonnencreme auch im April schon Pflicht!

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Vorbei an Matteo Thun und Kaiserin Sissi

Mittlerweile war es fast 15 Uhr und wir sind die Promenade wieder hinab gestiegen. Hier beginnt unser dritter Teilabschnitt des Weges mit dem Thema „Landschaften Südtirols – Tradition und Naturerlebnis für Kinder“.  Vorbei an der Büste der Kaiserin Sissi, dem Matteo Thun’schen Gucker und den ungarischen Zackel-Schafen sind wir in den bunten Herbst-Pavillon: Pflanzen im Herbst. Damit hatten wir den östlichsten Teil der botanischen Gärten von Schloss Trauttmansdorff erreicht und den kleinen Teich mit Seerosen.

Gemeinsam sind wir über den Teich spaziert bis zum Bienenhaus und zu den wundervollen Windspielen, die alle einen anderen schönen Klang von sich gegeben haben. Nach einem kurzen Abstecher zum Knollenhäuschen sind wir zusammen über die Abenteuerbrücke durch den Auwald bis zur botanischen Unterwelt. Hier findet etwa jede viertel Stunde eine Vorführung statt und wir haben jene um 15.30 Uhr erwischt. Die genauen Vorführzeiten findest du auf der Webseite (Link). 

Die botanische Unterwelt am Schloss Trauttmansdorff

Die botanische Unterwelt wurde 2011 anlässlich des 10. Geburtstags der Gärten von Schloss Trauttmansdorff eröffnet. Hier führt ein 200 m langer Stoller unterirdisch durch den Berghang; und auch diese Lichtshow hat unseren beiden Mädels gut gefallen. Wenngleich sie anfangs von den „rauchspeienden Hunden“ (dreiköpfige Zerberus) am Eingangstor etwas erschrocken waren.

Nach der Vorstellung in der Unterwelt haben wir uns zum letzten Teil des Weges begeben, der unter dem Motto „Wasser- und Terrassengärten – Europäische Gartenkunst“ steht. Durch ein Meer aus Rosen und Tulpen sind wir zu Sukkulenten Halbwüste, die eigentlich noch zum mediterranen Gartenbereich gehört. Hier haben wir uns die exotischen und blühenden Kakteen der afrikanischen und mexikanischen Wüsten angeschaut. Eine Pflanze hat unseren Mädels besonders gefallen, denn diese Agave aus Mexiko hat ausgesehen, wie eine riesengroße Ananas.

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Karpfen, Schildkröten und das geheime Labyrinth

Nach diesem Abstecker sind wir weiter durch den Palmenwald und dem italienischen Garten bis zum Irrgarten. Das Labyrinth ist schön gemacht, hat uns aber trotzdem nicht überzeugt. Es ist leider etwas klein und die Wege viel zu einfach: Trotzdem natürlich eine schöne Besonderheit der Gärten von Schloss Trauttmansdorff.

Nach dem Labyrinth sind wir zum Karpfenteich und haben uns hier in der Bar eine leckere Kugel Eis geholt. Damit sind wir auf die Plattform im Teich, wo wir um 16 Uhr immer noch die warmen Sonnenstrahlen genießen konnten und einen wundervollen Blick auf die bunten Karpfen und Schildkröten im Lotusteich gehabt haben.

Bauerngarten mit Kaninchen und Spielplatz

Zum guten Schluss sind wir wieder zurück zum Spielplatz, wo die beiden Mädels im Bauerngarten die Kaninchen, Perlhühner und Meerschweinchen gefüttert und es sich im Knollenhäuschen gemütlich gemacht haben. Hier haben wir Erwachsenen uns auf der Liegewiese entspannt und die Sonne genossen, die endlich nicht mehr so heiß war. Die beiden Mädels haben mit dem Wasser und Wasserrädern gespielt und sich im geologischen Mosaik ausgetobt.

Ein wirklich wundervoller Tag in den botanischen Gärten des Schloss Trauttmansdorff ging bei uns gegen 17.30 Uhr zu Ende. Für die 4 Rund- und 3 Panoramawege haben wir den ganzen Tag gebraucht und würden es Eltern empfehlen, sich die Zeit zu nehmen und den Garten in Ruhe zu genießen. Die angegebenen 2,5 Stunden Mindestaufenthalt empfinden wir als zu wenig. Wenn ihr einen ganzen Tag in Trauttmansdorff verbringt, dann wird der Familienausflug zu den botanischen Gärten garantiert ein Erfolg!

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