Von Mutterschaft, Elternzeit & Familiengeld

Heute möchte ich für euch die aktuellen Regelungen zur Mutterschaft und Elternzeit zusammenfassen. Das italienische Arbeitsrecht ist sehr umfangreich und vor allem sehen die einzelnen Kollektivverträge unterschiedliche Regelungen z.B. im Krankheitsfall, aber auch bei Mutterschaft, vor. Öffentliche Bedienstete haben wiederum andere Bestimmungen. Heute möchte ich die allgemeinen Regelungen für Angestellte in der Privatwirtschaft zum Thema Mutterschaft und Elternzeit – ebenso wie die verschiedenen Familiengelder – zusammenfassen.  (Stand: 29.09.2017) 

 

Inhaltsverzeichnis

Der obligatorische Mutterschaftsurlaub
Der obligatorische Vaterschaftsurlaub
Die Stillstunden
Die Elternzeit
Die Krankheit des Kindes
Der Bonus Bebé
Assegno al nucleo familiare (NISF Familiengeld)
Das regionale Familiengeld
Das Familiengeld des Landes
Das Familiengeld des Staates
Das staatliche Mutterschaftsgeld
Das Familiengeld+ für Väter
Der neue Geburtenbonus 2017
Der Kita Bonus
Der Sozialbonus auf Stromlieferungen
Voucher Babysitter
Selbstkündigung innerhalb des 1. Lj.
Naspi

 

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Die obligatorische Abwesenheit wegen Mutterschaft

Eine werdende Mama hat Anspruch auf 5 Monate obligatorische Mutterschaftszeit. In diesen 5 Monaten ist die Mutter verpflichtet, sich von der Arbeit fernzuhalten. Sie verteilen sich im Normalfall folgendermaßen:

  • 2 Monate Pflichtabwesenheit vor dem errechneten Geburtstermin
  • 3 Monate nach der Geburt

Dabei gilt: Erfolgt die Geburt nach dem errechneten Termin, werden die 3 Monate ab dem effektiven Geburtstermin berechnet. Kommt das Baby vor dem errechneten Entbindungstermin auf die Welt, dann zählen die 3 Monate ab dem ursprünglich errechneten voraussichtlichen Entbindungstermin.

Außerdem hat jede werdene Mama die Möglichkeit, diesen Zeitraum flexibler zu gestalten, d.h. sie kann den Zeitraum auf 1 Monat vor und 4 Monate nach der Geburt „verschieben“. Das ist nur möglich, wenn der Frauenarzt bestätigt, dass für die Gesundheit der Mutter und des Kindes keine Gefahr besteht.

 

Vorzeitige Abwesenheit wegen Mutterschaft?

Neben dieser Pflichtabwesenheit besteht außerdem die Möglichkeit, dass die Mutter vorzeitigen Mutterschaftsurlaub (also noch vor den oben angeführten Fristen) genießt. Dieser steht dann zu, wenn die werdende Mama gefährliche Tätigkeiten verrichtet (z.B. Heben von schweren Lasten) und die vorzeitige Aussetzung vom Arbeitsinspektorat oder vom Sanitätsbetrieb genehmigt wird (Artikel 17, GVD Nr. 151/2001).

Welcher Unterschied besteht zwischen der vorzeitigen Freistellung wegen unzumutbarer Arbeit und wegen schwerer Komplikationen?

Der vorzeitige Freistellung wegen Mutterschaft wegen schwerer Komplikationen wird aufgrund ärztlich festgestellter Beschwerden gewährt. Bei einer unzumutbaren Arbeit wird vom Arbeitsinspektorat zuerst festgestellt, ob objektiv oder aufgrund der betrieblichen Risikobewertung eine Gefährdung vorhanden ist, ob die Gefahren beseitigt werden können oder ob eine andere Tätigkeit zugewiesen werden kann. Nur wenn eine Gefährdung vorliegt und weder eine Beseitigung der Gefahren noch eine andere Tätigkeit möglich ist, verfügt das Arbeitsinspektorat den vorzeitigen Freistellung wegen Mutterschaft.

 

Was passiert bei einer Frühgeburt?

Eine neue Regelung gibt es für Mütter, die eine Frühgeburt hatten. Diese kann sich auch mehr als 2 Monate vor dem errechneten Entbindungstermin erreignen und bis vor kurzem wurde dieser Zeitraum vom INPS/NISF nicht vergütet. Mit dem Rundschreiben Nr. 69/2016 erklärt das INPS nun folgendes: Das Mutterschaftsgeld steht der werdenden Mutter auch für die zusätzlichen Tage zwischen der Frühgeburt und dem Beginn des gesetzlich vorgesehenen Zeitraums für die Abwesenheit zu – und zwar rückwirkend ab 25. Juni 2015.

 

Notwendigkeit einer stationären Behandlung?

Ein weitere Neuheit aus der Arbeitsmarktreform betrifft die medizinische Notwendigkeit, ein Neugeborenes vorübergehend stationär im Krankenhaus zu behandeln. Die neue Bestimmung sieht vor, dass die Mutter für den Zeitraum der stationären Aufnahme Ihres Babys im Zeitraum nach der Geburt (innerhalb der Dreimonatsfrist bzw. länger bei Frühgeburten und flexibler Mutterschaft) die Mutterschaft aussetzen kann. Die Mama kann dieses Recht auf Aussetzung und Wiederaufnahme Ihrer Arbeit für den Zeitraum des Aufenthalts des Babys nur einmal beanspruchen. Voraussetzung ist eine ärztliche Bescheinigung, welche die Vereinbarkeit des Gesundheitszustandes der Mama mit der vorübergehenden Aufnahme der Arbeit bestätigt. Das Inps klärt im Rundschreiben Nr. 69/2016, dass die Aussetzung des Mutterschaftszeitraums bis zum Tag der Entlassung des Kindes aus dem Krankenhaus möglich ist. Der Mutterschaftszeitraum kann aber auch vor dem Datum der Entlassung wieder aufgenommen werden (also nur teilweise Aussetzung).

 

Wer hat Anspruch auf die Mutterschaft?

Wer hat also nun Anspruch auf diese Abwesenheit und wie wird die Zeit vergütet? Anspruch haben alle abhängigen Beschäftigten, die beim INPS versichert sind. Außerdem Bezieher von Arbeitslosengeld (z.B. wenn eine Mutter in den max. 2 Jahren nach erfolgter freiwilliger Kündigung Arbeitslosengeld bezieht und in diesem Zeitraum erneut schwanger wird), häusliches Pflegepersonal, Heimarbeiter und Personen, deren letztes Arbeitsverhältnis nicht länger als 60 Tage vor Beginn der Abwesenheit beendet wurde.

Die Mitarbeiterin erhält während Ihrer obligatorischen Abwesenheit vom INPS 80% des letzten Gehaltes ausbezahlt. Einige Kollektivverträge, z.B. im Handel, sehen eine Vergütung von 100% vor. In diesem Fall ist der Arbeitgeber verpflichtet, die fehlenden 20% an die Mitarbeiterin auszubezahlen. In Apotheken (CCNL farmacia privata, capo III, art. 22) gibt es diese zusätzliche Vergütung nicht.

Übrigens: In diesem Zeitraum eurer Abwesenheit reifen trotzdem
Urlaub, 13ter/14ter Monatsgehalt und die Abfertigung an.

Das Ansuchen und die Vergütung

Das Ansuchen um die obligatorischen Mutterschaft kann auf verschiedenen Wegen gestellt werden, muss aber immer telematisch erfolgen. Entweder:

• ganz einfach auf der Homepage des INPS mit Bürgerkarte oder PIN dispositivo

• telefonisch mit einem Mitarbeiter des INPS Call Centers unter der Tel. 803164 kostenlos vom Fixtelefon oder Tel. 06164164 vom Mobiltelefon (in deutscher und italienischer Sprache)

• mit Hilfe eines Patronats, das telematisch den Antrag stellt

Das Ansuchen wird vor Beginn der obligatorischen Abwesenheit gestellt. Die Mitarbeiterin ist verpflichtet, innerhalb von 30 Tagen nach der Geburt das effektive Geburtsdatum des Kindes mitzuteilen.

 

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Der obligatorische Vaterschaftsurlaub

Diesen obligatorischen Vaterschaftsurlaub gibt es noch gar nicht so lange. Er wurde kurz vor der Geburt unserer ersten Tochter 2012 mit der Fornero Reform eingeführt. Seit 2012 gilt also auch für die Väter eine Pflichtabwesenheit vom Arbeitsplatz nach Geburt Ihres Kindes (auch bei Adoption). Diese Maßnahmen wurde bis Ende 2017 verlängert.

Die Pflichtabwesenheit für Väter umfasst zwei Tage. Diese müssen innerhalb der ersten 5 Monate nach der Geburt, Adoption oder der Anvertrauung eines Kindes genossen werden. Freiwillig und alternativ zur Mama konnte der Vater bis Ende 2016 auch noch zwei weitere Tage (fakultativ) beanspruchen. Diese fakultative, zweitägige Abwesenheit des Vaters wurde 2017 abgeschafft.

NEU: Mit 2018 wird die Abwesenheit für Väter, der sog. congedo papà, auf 4 Tage erhöht!

 

Die täglichen Ruhepausen (Stillstunden)

Jede Mutter hat, wenn sie innerhalb des ersten Lebensjahres ihres Kindes an den Arbeitsplatz zurückkehrt, Anrecht auf tägliche Ruhepausen – auch Stillstunden genannt. Diese Pausen stehen im Verhältnis zur täglichen Arbeitszeit zu, d.h. arbeitet eine Mutter 6 oder mehr Stunden am Tag, hat sie Anrecht auf zwei Ruhepausen von je einer Stunde. Bei einer täglichen Arbeitszeit von weniger als sechs Stunden stehen zwei Ruhepausen von je einer halben Stunde zu. Die genannten Ruhepausen können natürlich auch zusammengelegt werden, aber nur an jeweils ein und demselben Tag – nicht innerhalb einer Woche beispielsweise. Das heißt: Ruhepausen müssen an dem Tag genossen werden, an dem sie anreifen.

 

Ruhepausen auch für Väter!

Bei Mehrlingsgeburten werden die täglichen Ruhepausen übrigens verdoppelt, egal ob zwei oder mehr Kinder geboren wurden. Und auch der Vater hat Anrecht auf diese Ruhepausen! Diese Möglichkeit haben Männer, wenn sie das alleinige Sorgerecht haben oder die Mutter die Ruhepausen nicht beansprucht bzw. nicht beanspruchen kann (Hausangestellte, Heimarbeiter, Bezieherin eines Arbeitslosengeldes, Freiberufler, Selbständige). Leider nicht, wenn die Mutter Hausfrau ist.

Ebenso wenig kann der Vater die Stillstunden beanspruchen während der obligatorischen bzw. fakultativen Abwesenheit der Mutter vom Arbeitsplatz. Eine einzige Ausnahme dieser Regelung gibt es bei Mehrlingen. Dann kann der Vater seinen Teil der Ruhepausen auch dann genießen. Und auch nur dann können beide Elternteile die Stillstunden gemeinsam und zeitgleich genießen!

Der Antrag für den Genuss der Stillstunden muss vom entsprechenden Elternteil an den Arbeitgeber gestellt werden. Männer müssen den Antrag auch beim NISF einreichen. Hier findest du die Vorlage zum Herunterladen:

Antrag für den Genuss der Stillstunden

 

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Die Elternzeit

Die Elternzeit gilt für Mütter und Väter gleichermaßen (auch wenn sie oft fakultative Mutterschaft genannt wird) und auch hier gab es letztens einige kleine Änderungen.

Alle abhängigen Beschäftigten in der Privatwirtschaft haben die Möglichkeit auf eine Elternzeit innerhalb des 12. Lebensjahres Ihres Kindes. Die fakultative Abwesenheit kann maximal 10 (+1) Monate betragen und ein Elternteil kann davon maximal 6 Monate beanspruchen.

Beansprucht der Vater mindestens 3 Monate, erhöht sich sein Anspruch um einen Monat und der Gesamtanspruch beider Eltern steigt auf 11 Monate. Natürlich ist es auch möglich, dass beide Elternteile die Abwesenheit gleichzeitig in Anspruch nehmen.

Also zusammengefasst zur Elternzeit:

  • ein Elternteil kann maximal 6 Monate beanspruchen (180 Tage!)
  • 10 Monate, wenn beide Elternteile den Urlaub genießen
  • 11 Monate, wenn der Vater mindestens 3 Monate genießt
  • 10 Monate für Alleinerzieher

Übrigens: Die Abwesenheit kann nicht nur zusammenhängend, sondern auch nur an einem oder wenigen Tagen oder Woche/n genossen werden. Wichtig ist nur, dass euer Arbeitgeber mindestens 15 Tage vor Beginn eurer Abwesenheit – falls vom Kollektivvertrag nicht anderes vorgesehen – informiert wird. Der Arbeitgeber ist dann verpflichtet, die fakultative Abwesenheit zu genehmigen. In dieser Zeit eurer Abwesenheit reift nur die Abfertigung an (kein Urlaub, 13ter und eventuell 14ter Gehalt).

 

Wie wird die Abwesenheit genossen?

Die Elternzeit kann ganz flexibel und individuell angesucht werden z.B. ein paar Tage, mal eine Woche, dann einen Tag und so weiter – und sogar eine Inanspruchnahme in Stunden ist möglich. In diesem Fall wird auf die Bestimmungen des jeweiligen Kollektivvertrages verwiesen und, sollte dieser keine genaue Regelung vorsehen, auf das Legislativdekret Nr. 80 vom 15.05.2015. Dieses sieht vor, dass die Elternzeit für 50% der täglichen Arbeitsstunden angesucht werden kann, d.h. wenn eine Mutter z.B. 6 Stunden pro Tag arbeitet, kann die Elternzeit für 3 Stunden am Tag beansprucht werden. Ein Vater, der 8 Stunden am Tag arbeitet, nimmt dann 4 Stunden täglich. 2 halbe Tage zählen als 1 ganzer Tag. Und davon hat man 180 zur Verfügung.

Ein Beispiel zum besseren Verständnis:

Ein Vater möchte gerne Elternzeit beanspruchen. Wie wir wissen hat er Anrecht auf 6 Monate Elternzeit bzw. 7 Monate, wenn er mindestens 3 Monate genießt. Unser Vater möchte aber keinen ganzen Tag der Arbeit fern bleiben, sondern beschließt, die Elternzeit in Stunden zu genießen. Da dieser Vater 8 Stunden am Tag arbeitet, nimmt er also 4 Stunden täglich und war am 23., 24., 25. und 26. Mai. Der Vater aus unserem Beispiel ist also vier halbe Tage abwesend und die Elternzeit wäre hier also für 2 (ganze) Tage aufgebraucht.

Mehrlinge?

Bei Mehrlingsgeburten steht die Elternzeit für jedes Kind zu.

 

Wie wird die Elternzeit vergütet?

Die Eltern erhalten während Ihrer Abwesenheit 30 % des durchschnittlichen Tageslohnes (des letzten Arbeitsmonats). Es gibt jedoch einige Einschränkungen: Die Vergütung steht nur bis bis zum 6. Lebensjahr des Kindes zu und wird außerdem nur für 6 Monate insgesamt gewährt.

Nach dem 6. Lebensjahr und bis zum 8. Lebensjahr hängt das Anrecht auf Entschädigung von der Einkommenssituation der Eltern ab. Sie haben Anspruch auf 30 % der Entlohnung, wenn das Einkommen nicht das 2,5-fache der Mindestrente überschreitet. Dasselbe gilt für die Monate, die über den 6. Monat hinaus gehen. Zwischen dem 8. und dem 12. Lebensjahr wird der Zeitraum nicht mehr vergütet (unbezahlt).

 

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Die Krankheit des Kindes

Leider können auch Kinder mal krank werden und dann brauchen sie Pflege. Mama und Papa können das Kind bis zu seinem dritten Lebensjahr unbegrenzt zu Hause betreuen – unter Vorweisung der Krankschreibung des Kindes (vom Kinderarzt).

Die Abwesenheit darf immer nur von einem Elternteil genossen werden (nie gemeinsam für ein Kind – „alternativamente“). Der Zeitraum dieser Abwesenheit ist unbezahlt, wird also nicht vergütet. Einzige Ausnahme: Der Kollektivvertrag kann eine bessere Regelung vorsehen, z.B. jener für öffentliche Angestellte. Hier wird die Abwesenheit aufgrund einer Krankheit des Kindes bis zu seinem 3. Geburtstag an 30 Tagen im Jahr zu 100% vergütet.

Nach dem 3. Lebensjahr und bis zum 12. Lebensjahr (neu, vor dem Jobs Act nur bis zum 8.Lj) stehen jedem Elternteil jeweils fünf Tage pro Kind und Jahr unbezahlt zur Verfügung. Auch diese Abwesenheit darf nicht von beiden Eltern zeitgleich genossen werden!

Wenn ein Elternteil abwesend ist, muss beim Arbeitgeber die Krankenschreibung des Kindes abgegeben werden und zusätzlich eine Eigenerklärung (DPR 445/2000, Ersatzerklärung des Notorietätsaktes), die besagt, dass der andere Elternteil nicht aus demselben Grund zum selben Zeitraum von der Arbeit Abwesenheit ist. Hier eine entsprechende Vorlage für die Eigenerklärung

Wenn du übrigens mehr über das Thema Kinderkrankheiten wissen möchtest, lies dir doch die entsprechenden Artikel durch!

 

Der Bonus Bebé

Der Bonus Bebé wurde für 2016/2017 bestätigt (Rundschreiben INPS Nr. 93). Es handelt sich dabei um einen monatlichen Beitrag von 80,00€ (160,00€) für einkommensschwache Familien, die bis innerhalb 31.12.2017 ein Kind bekommen. Um die Bedürftigkeit einer Familie festzustellen, muss die ISEE abgegeben werden. Diese hat auch Einfluss auf die Höhe des ausbezahlten Betrages. Für 2016 gilt:

  • IS unter 25.000€: 80€ pro Monat für jedes Neugeborene
  • ISEE unter 7.000€: 160€ pro Monat für jedes Neugeborene

Das Ansuchen um den Babybonus

Das Ansuchen um den Bonus bebé muss innerhalb von 3 Monaten (90 Tagen) ab Geburt, Adoption oder Anvertrauung des Kindes an das NISF gestellt werden. Der Antrag kann selbst online auf telematischem Weg (Servizi online INPS > Servizi per il cittadino > Authentifizierung mit PIN / Bürgerkarte > Invio domande di prestazioni a sostegno del reddito > Assegno di natalità – Bonus bebè) oder über ein Patronat gestellt werden. Auch ein Ansuchen mit den Mitarbeitern des Call Center ist möglich unter den Telefonnummern 803 164 (numero verde, kostenlos vom Fixtelefon) oder Nr. 06 164 164 (Mobiltelefon).

Baby Bonus auch für 2017 bestätigt!

Der 2014 eingeführte Baby-Bonus von 80 bis 160 Euro im Monat wurde verlängert. Dieses Kindergeld soll einkommensschwachen Familien bis zum 3. Lebensjahres des Kinder unter die Arme greifen. Das staatliche Kindergeld ist übrigens mit dem Familiengeld des Landes und der Region vereinbar und nicht steuerpflichtig.

 

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Das INPS Familiengeld

Das Familiengeld steht den abhängigen Beschäftigten (auch in der Landwirtschaft), den Heimarbeitern, allen die in der NISF Sonderverwaltung (gestione separata) eingeschrieben und auch Pensionisten mit Kindern bis zu deren 18. Lebensjahr* zu. Die Höhe des Betrages, der auf dem Lohnstreifen ausbezahlt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Familienstand (ledig / verheiratet)
  • Anzahl der Familienmitglieder / Kinder
  • Höhe des Gesamteinkommens lt. Steuererklärung

Die Beiträge werden jährlich vom INPS mit einem Rundschreiben mitgeteilt und sind vom 1. Juli des jeweiligen Jahres bis zum 30. Juni des Folgejahres gültig.

* Ausnahme: Kinder, Studenten oder Auszubildende unter 21 Jahren, vorausgesetzt, dass sie Teil einer Großfamilie mit mindestens vier Kindern unter 26 Jahren, sind. Vorbehaltlich dieser Sondergenehmigung.

 

Das Ansuchen um das Familiengeld

Das Ansuchen wird in Papierform an den eigenen Arbeitgeber gestellt, und zwar mit dem Formular ANF/DIP (SR16 > INPS > modulistica). Im Normalfall wird der Antrag jährlich gestellt, kann jedoch auch für 5 Jahre rückwirkend an den Arbeitgeber gestellt werden. Außerdem muss jede Änderung der Familienzusammenstellung innerhalb von 30 Tagen mitgeteilt werden.

Heimarbeiter, landwirtschaftliche Angestellte mit befristetem Arbeitsvertrag und Arbeiter die in der NISF Sonderverwaltung (gestione separata) eingetragen sind müssen das Ansuchen auf telematischem Weg direkt an das NISF stellen.

 

Die Sondergenehmigung ANF43 für unverheiratete Paare

Einige Angestellten, die das Ansuchen an den Arbeitgeber stellen, benötigen eine Sondergenehmigung. Diese wird in folgenden Fällen nötig:

  • wenn die Aufnahme bestimmter Familienmitglieder (Brüder, Schwestern) beantragt wird
  • in Fällen von möglicher doppelter Auszahlung (also Kinder von ledigen/unverheirateten Paaren, nach einer Trennung)
  • um die Erhöhung der Einkommenslevel anzusuchen (Alleinerziehende oder Familienmitglieder, mit pflegebedürftigen Angehörigen)
  • dann, wenn der Ehepartner nicht die Eigenerklärung auf dem Fomular ANF/DIP (SR16) unterzeichnet.

In allen diesen Fällen muss das Ansuchen um Ausstellung der Sondergenehmigung ANF43 telematisch an das NISF gestellt werden. Dies kann wiederum auf folgenden Wegen erfolgen: mittels Bürgerkarte/PIN auf der Homepage > Invio OnLine di Domande di prestazioni a Sostegno del reddito > Autorizzazioni Anf oder über das NISF Call Center oder über ein Patronat.

 

Das regionale Familiengeld

Das Familiengeld der Region Trentino-Südtirol steht allen Familien

  • mit mindestens 2 minderjährigen Kindern (dann bis zum 18. Lebensjahr des jüngsten Kindes) oder
  • einem einzigen Kind (nur bis zum 7. Lebensjahr) oder
  • einem behinderten Kind (auch nach dessen Volljährigkeit) zu.

Das/Die Kind/er muss mit dem Antragssteller leben und dieser muss seit mindestens 5 Jahren in der Region Trentino-Südtirol wohnhaft sein. Alternativ wird auch ein historischer Wohnsitz von mindestens 15 Jahren akzeptiert, wenn mindestens 1 Jahr ununterbrochen in das Jahr vor Einreichung des Gesuches fällt. Nicht ansässige EU-Bürger/innen müssen in der Region ein Arbeitsverhältnis haben.

 

Das Ansuchen um das regionale Familiengeld

Der Antrag für das regionale Familiengeld kann ausschließlich über die Patronate gestellt werden und zwar ab dem Zeitpunkt, wo eine Familie obige Bedingungen erfüllt (d.h. es ist ein oder mehrere Kinder da und die Familie lebt/arbeitet in der Region). Der Beitrag steht dann ab dem Folgemonat nach dem Ansuchen zu. Wenn der Antrag innerhalb von 90 Tagen nach der Geburt, Adoption oder Anvertrauung des Kindes eingereicht wird, steht das Familiengeld ab dem Folgemonat des jeweiligen Ereignisses zu.

ACHTUNG!!  Der Antrag muss jährlich zwischen 1. September und 31. Dezember erneuert werden! Nähere Informationen findest du auf der Homepage der Provinz Bozen. Ebenso findet ihr hier die Beträge, die ausbezahlt werden.

 

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Das Familiengeld des Landes

Das Familiengeld des Landes ist für die Betreuung und Erziehung der Kinder bis zum 3. Lebensjahr vorgesehen (maximal 36 Monate) und beträgt 200,00 € pro Monat und Kind. Bei einer Adoption oder Anvertrauung beginnt die 3-jährige Anspruchszeit ab dem Zeitpunkt der Verordnung. Dabei werden die Zahlungen monatlich im Nachhinein durchgeführt also z.B. Ende August für den Monat Juli.

Um für das Familiengeld (muss für jedes Kind nur ein einziges Mal angesucht werden) ansuchen zu können, muss das betreffende Kind mit dem Antragsteller zusammenleben (Familienbogen). Dieser muss einen ununterbrochenen Wohnsitz von mindestens 5 Jahren in Südtirol (alternativ: historischer Wohnsitz von mindestens 15 Jahren, davon mindestens 1 Jahr ununterbrochen vor Einreichung des Gesuches) haben. Nicht ansässige Bürger aus einem anderen EU-Land müssen ein Arbeitsverhältnis in Südtirol vorweisen können. Ebenso darf zu guter Letzt das Familieneinkommen (unabhängig von der Anzahl der Familienmitglieder) 80.000€ nicht überschreiten.

 

Das staatliche Familiengeld

Das staatliche Familiengeld ist ein Beitrag zur Unterstützung einkommensschwacher und kinderreicher Familien! In der Familie, die um das staatliche Familiengeld ansuchen möchte, müssen mindestens 3 minderjährige Kinder leben! Außerdem muss die Familie (egal ob EU-Bürger oder Nicht EU-Bürger im Besitz einer langfristigen Aufenthaltsgenehmigung) in einer Gemeinde in Südtirol ansässig sein und darf, die im Verhältnis zur Anzahl der Familienmitglieder vorgesehenen Einkommensschwelle, nicht überschreiten. Für das Jahr 2016 beträgt diese Schwelle beispielsweise 8.555,99€. Als Berechnungsgrundlage wird nicht die EEVE – sondern die staatliche ISEE – herangezogen.

Das Ansuchen muss jedes Jahr und innerhalb 31. Jänner des darauffolgenden Jahres (z.B. Gesuch für das Jahr 2016 innerhalb 31. Jänner 2017) eingereicht werden! Im Jahr 2016 betrug der maximale Monatsbetrag 141,30 Euro und der Jahresgesamtbetrag damit 1.836,90 Euro.

 

Das staatliche Mutterschaftsgeld

Das staatliche Mutterschaftsgeld ist eine einmaliger Beitrag, der allen ansässigen Frauen zusteht, welche die Staatsbürgerschaft eines EU-Landes besitzen. Außerdem können Frauen um den Beitrag ansuchen, die im Besitz der Staatsbürgerschaft eines Nicht-EU-Landes und des Aufenthaltsscheines sind (sog. „permesso di soggiorno UE per soggiornanti di lungo periodo“).

Einzige Voraussetzung ist: Die Frauen beziehen kein anderes Mutterschaftsgeld, z.B. vom NISF.

Der Erhalt des Beitrages ist natürlich auch hier an das Familienvermögen gebunden und die Berechnungsgrundlage ist auch hier der staatliche ISEE Indikator. Die Höhe des Zuschusses wird jährlich auf Monatsbasis festgelegt und es werden 5 Monatsbeträge in einmaliger Zahlung ausbezahlt. Für alle Geburten in den Jahren 2016 + 2017 sind es maximal 1.694,45 Euro (338,89 Euro x fünf).

Weitere Informationen bekommt Ihr in eurer Wohnsitzgemeinde oder einem Patronat.

 

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Das Familiengeld+ für Väter

Das Familiengeld+ für Väter ist ganz neu (23. August 2016) und soll Väter dazu bewegen, mehr Elternzeit in Anspruch zu nehmen! In den letzten Jahren haben zwar auch immer mehr Väter Elternzeit beansprucht, jedoch immer nur kurz. Das Familiengeld+ soll das ändern, hat aber bis heute noch keine große Wirkung gezeigt. In einem knappen Jahr (bis zum 12. September 2017) Jahres sind beim Familienressort des Landes nur 90 Gesuche eingegangen; 45 davon bezogen sich auf zwei Monate Elternzeit, der Rest auf drei Monate.

 

Wer erhält das Familiengeld+?

Die Landesregierung hat in Ihrer Sitzung vom 23. August Kriterien festgelegt, die die Auszahlung einen Familiengeld+ für Väter vorsieht, welche mindestens zwei aufeinanderfolgende Monate Elternzeit beanspruchen. Hier sind noch einmal die Kriterien im Detail: Ausbezahlt wird das Familiengeld+ an alle Väter in der Privatwirtschaft (anhängig Beschäftigte in der Provinz Bozen), die mindestens 2 aufeinanderfolgende Monate Elternzeit beanspruchen. Außerdem darf das Kind in dieser Zeit nicht fremdbetreut werden (z.B. weil es eine Kleinkindbetreuung besucht) und das Kind muss unter 18 Monate alt sein! Außerdem gilt es nur für Väter von Kindern, die zwischen 1.1.2016 und 31.12.2018 auf die Welt kommen! Der Betrag, der dann mit dem Familiengeld an die Familie ausbezahlt wird, hängt von unterschiedlichen Kriterien ab.

  • 400€ pro Monat für Väter, die während der Elternzeit, für welche man den Zusatzbeitrag ansucht, 30 Prozent ihrer Entlohnung erhalten (INPS Elternzeitgeld)
  • 800€ monatlich für Väter, die während der Elternzeit, für welche man den Zusatzbeitrag ansucht, keine Entlohnung erhalten
  • 600€ im Monat für Väter, die während der Elternzeit, für welche man den Zusatzbeitrag ansucht, nicht durchgehend die Entlohnung von 30 Prozent erhalten

Außerdem muss die Familie im Besitz aller Voraussetzungen für das oben genannte Landesfamiliengeld des Landes im Sinne des Art. 9 des Landesgesetzes vom 17. Mai 2013, Nr. 8 sein und bereits dafür angesucht haben. Nur so kann der einmalige Beitrag als Familiengeld+ an den entsprechenden Vater bzw. die Familie ausbezahlt werden.

 

Bonus mamme domani 2017

Alle jene Mamas, die 2017 ein Kind zur Welt bringen, erhalten einen einmaligen und einkommensunabhängigen Bonus von 800 Euro (1600€ bei Zwillingen). Ob das die Geburtenrate ansteigen lässt- wir werden sehen! Um diesen Beitrag zu Lasten des italienischen Staates zu erhalten, müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein:

  • Ansässigkeit in Italien
  • italienische oder gleichgestellte Staatsbürgerschaft (EU)
  • nicht EU-Bürger brauchen eine langfristige Aufenthaltsgenehmigung
  • der 7. Monat der Schwangerschaft muss überstanden sein
  • Geburt, auch wenn diese vor Erreichen des 8. Monats stattfindet
  • Adoption (national oder international)
  • Anvertrauung (vor einer Adoption)

Das Ansuchen wird ab Erreichen des 8. Monats – möglich aber auch noch nach der Geburt (bis maximal zum Erreichen des 1. Lebensjahres) – an das NISF gestellt. Die ersten Ansuchen können ab dem 4. Mai 2017 online auf der Seite des NISF gestellt werden. Möglich sind die Anträge auch über die unterschiedliche Patronate oder über das Call Center (Fixtelefon 803164 oder Mobil 06164164).

Wird das Ansuchen noch in der Schwangerschaft gestellt, benötigt die Mutter für das Ansuchen die Bestätigung der Schwangerschaft vom Arzt des SSN (Nationalen Sanitätsbetriebes). Es reicht auch, die entsprechende Nummer des Protokolls mitzuteilen. Wird das Ansuchen nach der Geburt gestellt erklärt die Mutter die entsprechenden Daten (Autocertificazione: Geburtsdatum, Steuernummer).

Das benötigst du:

  • Ausweis & Steuernummer der Mutter
  • Steuernummer des Kinder
  • Kontodaten und
  • Mod. SR16 (ausgefüllt und auf S. 2 von einem Bankbeamten unterfertigt)

 

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Der Kita Bonus

Dieser „bonus asili nidi“, da bin ich mir sicher, wird die Gemüter erhitzen. Mit dieser Leistung sollen künftig alle Familien – unabhängig von ihrem Einkommen – einen Beitrag für den Kitabesuch ihrer Kinder erhalten. Der Bonus soll auch bei Besuch einer Tagesmutter ausbezahlt werden.

Mit dem entsprechenden Antrag und g

egen Vorlage der Rechnung einer Betreuungseinrichtung sollen pro Kind bis maximal 1.000€ pro Jahr ausbezahlt werden. Und zwar für alle Kinder zwischen 0 und 3 Jahren.

 

Voucher Babysitter

Auch 2017 können arbeitende Mütter, die auf den Genuss der fakultativen Mutterschaft verzichten (11 Monate), beim NISF um Voucher ansuchen. Diese Voucher können für die Bezahlung von Babysittern, öffentlichen und privaten Körperschaften genutzt werden.

Der Betrag der Voucher kann maximal 600€ / Monat betragen und zwar für maximal 6 Monate (abhängige Beschäftigte). Auch Selbstständige können die Voucher beantragen für maximal 3 Monate und einen Gesamtbetrag von maximal 1.800€.

 

Der Sozialbonus auf Strom- und Gaslieferung

2008 ist der sog. „Sozialbonus“ auf Strom- und Gaslieferungen eingeführt worden. Dieser Bonus wird in der Stromrechnung als Rabatt ausgewiesen und führt zu einer Kostenersparnis. Der Rabatt kann unter folgender Voraussetzung angewandt werden:

  • bei Haushaltskunden mit Wohnsitz am Lieferort und einer verpflichteten Leistung bis 3kW
  • ein ISEE-Indikator von bis zu 7.500€ (wirtschaftliche Notlage)
  • bei Haushaltskunden, bei welchen schwer kranke Personen leben, die zur Lebenserhaltung elektromedizinische Geräte benutzen müssen (physische Notlage)

Alle jene Familien, die um den Rabatt ansuchen möchten, können sich an die Gemeindeverwaltung ihres Wohnsitzes wenden und das entsprechende Antragsformular ausfüllen.

 

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Selbstkündigung in der Mutterschaft

Kündigt eine Mutter oder ein Vater innerhalb der ersten drei Lebensjahre des Kindes, muss diese Kündigung vom Arbeitsinspektorat bestätigt werden. Für Mütter und Väter herrscht nämlich in den ersten drei Jahren nach der Geburt eines Kindes ein besonderer Kündigungsschutz.

Mit 30.06.2017 hat sich das entsprechende Formular für die Bestätigung der Kündigung aus eigenem, freien Willen geändert. Grund hierfür war die Anpassung des Formulares zur freiwilligen Kündigung und einvernehmlichen Auflösung des Arbeitsverhältnisses an beide Geschlechter, also arbeitenden Mütter und Väter.

Das Formular kannst du auf dieser Homepage herunterladen (Link). Das Formular muss persönlich oder mittels Einschreiben mit Rückantwort an den Arbeitsservice übermittelt werden. Auch das Kündigungsschreiben muss beigelegt werden. Wenn du das Formular in italienischer Sprache benötigst, kannst du auf genannter Homepage oben re

chts die Sprache umstellen.

 

Arbeitslosengeld NASPI für Mütter

Bei freiwilliger Arbeitslosigkeit aufgrund einer Kündigung haben Mitarbeiter kein Anrecht auf das Arbeitslosengeld. Die einzigen Ausnahmen bildet die  „dimissioni per giusta causa“ und dazu zählt die freiwillige Kündigung innerhalb des 1. Lebensjahres des Kindes. In diesem Fall können die Mütter oder Väter um das Arbeitslosengeld NASPI ansuchen.

Voraussetzung für den Genuss ist, dass in den 4 Jahren vor der Arbeitslosigkeit Sozialbeiträge von mindestens 13 Wochen eingezahlt wurden und 12 Monate vor der Arbeitslosigkeit 30 Tage effektiv gearbeitet wurden. Krankheiten, Arbeitsunfälle und Freistellungen werden dabei nicht berücksichtigt. Sind die Voraussetzungen erfüllt, kann das Elternteil auf der Homepage des NISF das NASPI beantragen.

Ich hoffe, ich konnte euch mit dieser kleinen Zusammenfassung weiterhelfen und euch in der Zeit – wo vieles Drunter und Drüber geht, wenn ein neues Baby kommt, ein wenig unterstützen. Ich wünsche euch und eurem Nachwuchs alles Liebe & Gute!

 

 

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30 Gedanken zu „Von Mutterschaft, Elternzeit & Familiengeld

  • 16/11/2016 um 20:41
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    Des isch volle super!! Sehr übersichtlich, danke!

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  • 16/11/2016 um 20:41
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    Dankeeeee Silvia hat i des lai früher ondrschaug hati mir viele Fragen drsport.. des isch sehr übersichtlich und guat gschrieben!

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  • Pingback: Rechte der werdenden Mutter • Natuerlich kindgerecht

  • 06/01/2017 um 09:13
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    Hoila Silvia,

    Wegnen Kita-Bonus: i hon mi bo meiner Kita (wou die Groaße drein isch) erkundigt, ob es Kloane (kimmp in Mai) in Genuss vo den Kita-Bonus 2017 kimmp. Dei hobm vo den olle nix gwisst, hobm sicher erkundigt und gsog, des betrifft oanzig stootliche Einrichtungen. Also die Tagesmütter.bz (Kitas) griagn sicher NIX.
    Du schreibsch, gegen Vorlage der Rechnungen, wou konn i dei ogebm? In Patronat (KVW) welln sie a nix vo den wissn.
    Sou richtig Bescheid woaß koaner.

    LG Karin

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    • 06/01/2017 um 12:02
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      Hallo Karin,

      i hoff i kon dir iatz a bissl weiterhelfen. Folgendes: Der Bonus Nido isch vom Gesetz für 2017 eingeführt worden. Im Moment wurden aber noch kein Dekret erlassen (sehr wahrscheinlich durch den Regierungswechsel, denn genannte Maßnahme wurde noch von der Regierung Renzi vor dem Rücktritt beschlossen). Ohne Dekret fehlen also noch die genauen Informationen und Durchführungsbestimmungen um um den Kita Bonus anzusuchen. Eines ist bisher bekannt:

      – der Beitrag ist in Höhe von 1000€ vorgesehen für alle Eltern, die Ihre Kinder in einen Asilo nido (pubblici o privati) einschreiben
      – der Beitrag ist nur für das Jahr 2017 vorgesehen
      – genaue Durchführungsbestimmungen und die genauen Voraussetzungen fehlen noch (müssen das Dekret abwarten)
      – kein Limit des ISEE Wertes (z.B. 25.000€ wie bei anderen Ansuchen) also unabhängig vom Einkommen
      – der Beitrag ist nur für Kinder unter 3 Jahren vorgesehen

      Genaueres muss wie gesagt noch abgewartet werden. Um den Beitrag wird sehr wahrscheinlich (wie Voucher Baby sitter etc.) online über das Portale INPS angesucht werden müssen. Sobald weitere Informationen öffentlich werden, werde ich es in diesem Beitrag natürlich ergänzen. Liebe Grüße und schönes Wochenende – Silvia

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  • 21/03/2017 um 15:52
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    Netter Blog und super Übersicht über die Leistungen.
    Ich habe eine Frage zu dem Satz: „Die Mitarbeiterin erhält während Ihrer obligatorischen Abwesenheit vom NISF 80% des letzten Gehaltes bzw. der letzten 3 Monate ausbezahlt.“
    Werden die 80% vom Brutto- oder vom Nettogehalt gerechnet?
    Gibts hierfür eine Quelle (zB. Gesetz) die auch in DE/EN abrufbar ist?
    Danke vorweg!!!

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  • 28/03/2017 um 16:07
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    Hallo Silvia, super erklärt Kompliment! Woasch du ob man für den Genuss der Stillstunden a Schreiben an den Orbatsgeber mochen muss und wenn jo wie? Hon mi bei der inps erkundigt und die sel hobm xog es braucht wos schriftliches ober im patronat hot nio jemand des xog… Glg, meggi

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    • 28/03/2017 um 16:47
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      Hi Margit! Vielen Dank für das liebe Kompliment 🙂 Für die Stillstunden muss eine normale abhängige Beschäftigte kein Ansuchen einreichen (direttamente ed esclusivamente al datore di lavoro – nessuna domanda va presentata all’INPS – per le lavoratrici). Anders wäre die Situation wenn der Vater aus irgend einem Grund die Stillstunden genießen möchte anstatt der Mutter. Vielleicht hat das Amt deine Frage verwechselt und meinte, du möchtest die Eternzeit in Stunden genießen. Das ist in gewissen Fällen möglich und bedarf eines Antrages. Ich hoffe, ich konnte dir damit weiterhelfen. Liebe Grüße

      Antworten
  • 01/04/2017 um 09:59
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  • 24/04/2017 um 19:00
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    Hallo Silvia,
    ich habe eine Frage zur Vergütung der Elternzeit. Ich verstehen nicht genau diesen Absatz, wo es heißt: Das selbe gilt für die Monate, die über den 6. Monat hinaus gehen. Wenn die 6 Monate aufgebraucht sind, bekommt man doch keine Vergütung mehr, oder schon????

    Die Eltern erhalten während Ihrer Abwesenheit 30 % des durchschnittlichen Tageslohnes (des letzten Arbeitsmonats). Es gibt jedoch einige Einschränkungen: Die Vergütung steht nur bis bis zum 6. Lebensjahr des Kindes zu und wird außerdem nur für 6 Monate gesamt gewährt. Nach dem 6. Lebensjahr und bis zum 8. Lebensjahr hängt das Anrecht auf Entschädigung von der Einkommenssituation der Eltern ab. Sie haben Anspruch auf 30 % der Entlohnung, wenn das Einkommen nicht das 2,5-fache der Mindestrente überschreitet.

    Dasselbe gilt für die Monate, die über den 6. Monat hinaus gehen. Zwischen dem 8. und dem 12. Lebensjahr wird der Zeitraum nicht mehr vergütet (unbezahlt).

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    • 25/04/2017 um 07:46
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      Hallo Helga,

      hier verweise ich an das INPS Rundschreiben 152 vom 18.08.2015 und das Rundschreiben 139 vom 17.07.2015. Hierin steht: 2.2 Periodi di congedo parentale indennizzabili subordinatamente alle condizioni di reddito

      I periodi di congedo parentale ulteriori rispetto al menzionato limite di 6 mesi oppure fruiti tra i 6 anni e gli 8 anni di vita del bambino (oppure tra i 6 e gli 8 anni dall’ingresso in famiglia del minore adottato o affidato) sono indennizzati nella misura del 30% della retribuzione media giornaliera a condizione che il reddito individuale del genitore richiedente sia inferiore a 2,5 volte l’importo del trattamento minimo di pensione a carico dell’assicurazione generale obbligatoria. Tale limite di reddito, annualmente rivalutato, è pari per l’anno 2015 ad euro 6.531,07 (valore provvisorio – vedi circolare n. 78 del 16 aprile 2015).

      Quindi, rispetto alla disciplina precedente – che prevedeva, per i periodi di congedo parentale ulteriori rispetto ai 6 mesi e per i periodi fruiti dai 3 agli 8 anni di vita del bambino, oppure dai 3 anni agli 8 anni dall’ingresso in famiglia del minore adottato o affidato – l’attuale disciplina ha lasciato inalterato il limite degli 8 anni.

      Esempio 1: il genitore di un figlio che ha 5 anni, per il quale l’altro genitore ha già fruito di 6 mesi di congedo parentale, può fruire dei periodi ulteriori che saranno indennizzati subordinatamente alle condizioni di reddito (periodi ulteriori rispetto ai 6 mesi).

      Esempio 2: il genitore di un figlio che ha 7 anni, per il quale residuano complessivi 9 mesi di congedo parentale, può fruire di tali periodi che saranno indennizzati subordinatamente alle condizioni di reddito (periodi superiori a 6 anni di vita del bambino).

      Ich hoffe, ich konnte dir damit weiterhelfen. – Liebe Grüße

      Antworten
  • 16/05/2017 um 21:44
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    Zunächst:super Seite!!!:-)

    Eine Frage zum Thema Stillstunden: wenn ich nach der fak.Mutterschaft in den unbezahlten Wartestand gehe(Privatwirtschaft), kann dann der Vater die Stillstunden beanspruchen?

    Antworten
    • 17/05/2017 um 20:31
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      Vielen Dank Dodo! In diesem Fall geht das leider nicht, das NISF schreibt ausdrücklich: „Non può, invece, richiederlo se la madre lavoratrice si trova in astensione obbligatoria o facoltativa oppure non si avvale dei riposi perché assente dal lavoro per sospensione da aspettativa, permessi non retribuiti o pause lavorative per part-time verticale.“ Tut mir leid!

      Antworten
  • 02/07/2017 um 18:04
    Permalink

    Hallo Silvia. Eine Frage zur Stillzeit für Väter. Ich bin selbstständig, unterrichte Kursweise auf Rechnung in einer privaten Sprachschule, d.h. jede Zeit die ich nicht arbeite auch kein Geld. Hätte mein Partner anspruch auf die Stillzeit, damit ich zumindest ein Teil der Zeit arbeiten könnte und so nicht „meine“ Kurse verliere?

    Antworten
    • 02/07/2017 um 18:27
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      Hallo Silvia! Ja, sofern dein Mann ein Arbeitsverhältnis hat, kann er um die Stillzeit ansuchen, sofern du nicht in obligatorischer oder fakultativer Mutterschaft bist. Das INPS schreibt hierzu: „Il lavoratore padre può richiedere il riposo giornaliero in alternativa alla madre lavoratrice dipendente che non se ne avvalga per espressa rinuncia o perché appartenente a una delle categorie non aventi diritto ai riposi stessi.“ Der schriftliche Antrag wird an den Arbeitgeber gestellt. Die Vorlage hierzu findest du auf auf dieser Seite. Liebe Grüße

      Antworten
  • 10/07/2017 um 11:57
    Permalink

    Hallo liebe Silvia,

    viele Dank für die übersichtliche Auflistung!
    Du schreibst in Bezug auf den obligatorischen Mutterschaftsurlaub: „Anspruch haben alle abhängigen Beschäftigten, die beim NISF versichert sind.“
    Hat man auch Anspruch, wenn man als Mutterschaftsersatz für eine andere Kollegin angestellt wurde? Leider eine knifflige Situation, die man sich als werdende Mutter anders gewünscht hätte – hat sich leider kurzfristig und überraschend so ergeben…

    Danke im Voraus!
    Eli

    Antworten
    • 10/07/2017 um 15:07
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      Hallo Eli, ja auch in diesem Fall hast du Anrecht auf den obligatorischen Mutterschaftsurlaub.

      Antworten
  • 08/08/2017 um 16:02
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    Hallo Silvia,
    Wir sind in Erwartung von Zwillingen. Kann in diesem Fall der Vater die Stillstunden in Anspruch nehmen, während die Mutter in obligatorischer oder fakultativer Mutterschaft ist und die Stillstunden nicht beansprucht.
    Vielen Dank im Voraus.
    Lg

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    • 08/08/2017 um 16:58
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      Hallo Wolfi. Ja, in diesem Fall können die zusätzlichen Stillstunden (werden verdoppelt) auch vom Vater in dieser Zeit beansprucht werden. Das INPS schreibt hierzu „In caso di parto plurimo i riposi sono raddoppiati e le ore aggiuntive possono essere riconosciute al padre anche durante i periodi di congedo di maternità, o nel teorico periodo di trattamento economico spettante alla madre dopo il parto, e di congedo parentale della madre.“ Ganz liebe Grüße und herzlichen Glückwunsch zum doppelten Glück!

      Antworten
      • 26/08/2017 um 09:44
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        • 26/08/2017 um 11:58
          Permalink

          Just writing and having fun I guess 🙂 at least that is what I do! Have a nice day!

          Antworten
  • 08/08/2017 um 17:13
    Permalink

    Hallo Silvia,
    Danke für die schnelle Antwort Und vielen Dank für die Glückwünsche.
    LG Wolfi

    Antworten
  • 29/08/2017 um 10:31
    Permalink

    Hallo Silvia,

    zum Thema Stillstunden.
    Wenn ich Montag bis Donnerstag 9 Stunden pro Tag absolviere, und Freitags nur 4 heisst das , dass ich Freitags nur 1 Stillstunde nehmen kann richtig?

    LG
    Stefan

    Antworten
    • 30/08/2017 um 16:29
      Permalink

      Stimmt, wenn die täglichen Arbeitsstunden weniger als 6 Stunden betragen, dann kannst du 1 Stillstunde nehmen. Liebe Grüße – Silvia

      Antworten
  • 16/10/2017 um 11:30
    Permalink

    Hallo Silvia,
    sehr interessanter Blog.. hätte ich doch bloß früher mal reingeschaut 😉
    Da steckt viel Zeit und Mühe drin!!
    Eine Frage: weißt du, ob man während der 2 Jahre NASPI aus Mutterschaftsgründen voll pensionsversichert ist? Und hat man, wenn man in dieser Zeit wieder schwanger wird, Anrecht auf obligater. Mutterschaftsgeld, auch wenn der Geburtstermin erst nach diesen 2 Jahren ist?
    Danke!

    Antworten
    • 16/10/2017 um 12:01
      Permalink

      Hallo Andrea,
      schön, dass du auf meinen Blog gefunden hast. Zu deinen Fragen: Die Wochen, in denen du arbeitslos bist und NASPI erhältst, zählen für die Rente, insofern du den Mindestbetrag pro Jahr dafür erreichst (etwa 10.500 Euro brutto). Die Wochen werden dir gutgeschrieben „Ctr. Figurativa per NaSpI“ und das kannst du auch in deinem cassetto previdenziale nachsehen. Der Zeitraum zählt dann zwar für die Jahre, die du arbeiten musst, nicht jedoch als Grundlage für den Beitrag, der dir als Rente ausgezahlt wird, insofern du nicht freiwillig weiter in den Pensionsfond (egal ob INPS oder Zusatzrente) einzahlst. Unsere Generation erhält nur mehr eine beitragsbezogene Rente, d.h. nur was eingezahlt wurde, wird über die Jahre wieder ausgeschüttet. Aber nähere Informationen hierzu bekommst du bei einem Patronat deines Vertrauens. Hier kannst du dich auch über die freiwillige Weiterversicherung informieren, die mit Landesbeiträgen unterstützt wird.

      Zur zweiten Frage: Anrecht auf obligatorisches Mutterschaftsgeld vom INPS hast du nur, wenn die obligatorische Abwesenheit wegen Mutterschaft mindestens 60 Tage nach Beendigung des letzten Arbeitsverhältnisses beginnt und zu Beginn der Abwesenheit arbeitslos ist und Arbeitslosengeld erhält (also nicht, wenn die obligat. Mutterschaft in den Zeitraum nach den 2 Jahren fallen würde). Dann wird für die 5 Monate das Arbeitslosengeld pausiert und die obligatorische Mutterschaft bezahlt. Danach wird das Arbeitslosengeld für den restlichen Zeitraum weiter bezahlt. Die Elternzeit kann in diesem Fall bspw. der Vater nutzen, ebenso die Stillstunden.

      Liebe Grüße
      Silvia

      Antworten
  • 16/10/2017 um 12:33
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    Danke für die rasche Antwort!!
    Was ist das „casetto previdenziale“?
    Lg, Andrea

    Antworten
    • 16/10/2017 um 13:22
      Permalink

      Diesen kannst du online auf der INPS Homepage einsehen, wenn du über Zugangsdaten verfügst. Diese bekommst du via SMS / Postweg zugesandt, wenn du dich online auf der Homepage registrierst. Im Cassetto previdenziale kannst du deine ganze Arbeitslaufbahn und die entsprechenden Versicherungswochen einsehen.
      Liebe Grüße

      Antworten

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