So gelingt der Start im Kindergarten

Heute ist für die meisten Kinder der „Ernst des Lebens“, nämlich der Kindergarten wieder los gegangen. Und neue, junge Kinder, kommen nun tagtäglich in eine neue große Gruppe. Vor genau einem Jahr war ich und die große Maus in der selben Situation und heute erzähle ich euch, was uns geholfen hat, damit der Kindergartenstart gelingt.

 

Endlich in den Kindergarten!

Wir Eltern erleben in den ersten Jahren unserer Kinder so viele Meilensteine: das erste Lächeln, den ersten Zahn, die ersten zaghaften Schritte und irgendwann ist es dann soweit – und der erste Tag im Kindergarten steht vor der Tür. Zum ersten Mal (wenn das Kind nicht vorher schon eine Tagesmutter, Krippe oder andere Betreuungseinrichtung besucht hat) trennen sich die Wege von Mama – oder Papa – und dem kleinen Erdbewohner, der voller Stolz, voller Neugier – und vielleicht auch Angst und Ungewissheit – in einen neuen Lebensabschnitt startet.

Doch nicht nur für unsere Kinder beginnt nun ein ganz neuer Abschnitt in der Kindheit; auch für viele Eltern ist das alles noch ganz neu. Wird mein Kind das schaffen? Wie kann ich ihr/ihm helfen, dass sie/er sich in seiner Gruppe im Kindergarten wohl fühlt? Und auch wir müssen lernen, unser Kind ein kleines Stück weit ziehen zu lassen.

 

Ein Neuanfang | Motivation ist das A & O

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Unsere Kinder gewinnen mit dem Kindergartenstart so viel dazu: nicht nur eine ganz neue (soziale) Gruppe, ein neues Umfeld, neue Spiele, neue Freunde, neue Abenteuer und ein großes Stück Selbstständigkeit und Selbstsicherheit. Auch wir Eltern bekommen wieder ein Stückchen unserer Freizeit zurück. Während Mama und Nachwuchs dem Start ins neue Schuljahr entgegen fiebern, hat bei meinen Töchtern Motivation wahre Wunder gewirkt. Als Eltern haben wir die Möglichkeit, unseren Kindern etwas von der Angst zu nehmen: Schieben wir unsere eigenen Unsicherheiten und Sorgen beiseite und motivieren wir unser Kind und stimmen es auf den baldigen Start im Kindergarten ein.

 

Nutzt das Angebot einer Schnupperstunde!

Ich habe vor 1,5 Jahren bei uns in der Gemeinde die Schnupperstunde unseres Kindergartens besucht. Zwei Nachmittage lang hatten die Kinder die Möglichkeit, die Räumlichkeiten, die spannenden kleinen Toiletten und die vielen neuen Spielsachen kennenzulernen. Natürlich außerhalb der Öffnungszeiten in den Ferien – damit die Kinder nicht gleich von einer so großen Gruppe und der Lautstärke überfordert sind.

Ein Schnuppernachmittag ist die beste Voraussetzung im Herbst unser Kind auf den Kindergarten einzustimmen. Erinnern wir unsere Kinder an die wunderbaren Momente, die das Kind bereits im Kindergarten erlebt hat. Erzählen wir von Abenteuern, die dort warten und auch das ein oder andere Buch zum Thema Kindergarten, kann nützlich sein. Wir haben uns damals auf zwei Bücher beschränkt und diese und abends, vor dem Schlafengehen, vorgelesen und darin geblättert.

 

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Die große Maus hat von ihrer Patin das Buch „Endlich im Kindergarten“ von Nina Dulleck geschenkt bekommen. Aus der Stadtbibliothek kamen noch die Bücher  „Wieso? Weshalb? Warum? – Mein Kindergarten“ von Doris Rübel hinzu. Bücher sind eine wunderbare Sache!

Kinder schauen gerne Bilder an! So habe ich mein altes Fotoalbum rausgekramt und die Große hat begeistert Fotos aus meinen Kindergartentagen angeschaut. Wir haben gelacht, ich habe viele Geschichten erzählt (vom Spielen, Malen und Verkleiden) und auch das hat die Vorfreude noch einmal gesteigert.

 

Der Weg ist das Ziel!

Vor dem Kindergarten – Beginn im September bin ich bereits einige Male mit meinen Töchtern den Weg zur Einrichtung abgelaufen. Bei Spaziergängen haben wir uns ganz unvoreingenommen und ohne Angst aufgemacht zum Kindergarten. Dort haben wir gemeinsam den schönen Garten bewundert und die tollen Spielgeräte und haben uns Geschichten ausgedacht, was Kinder dort alles machen und erleben können. Dabei habe ich immer wieder erzählt, dass große Maus auch bald groß genug ist und endlich in den Kindergarten darf. Es ist besonders schön, wenn man den Kindergartenbesuch als ein Privileg darstellt: Du darfst, so wie die Großen. Niemals sollte der Kindergartenbesuch ein zwingendes Muss sein.

 

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Einstimmen auf ein neues Abenteuer!

Welches Kind geht denn nicht gerne mit seiner Mama einkaufen; egal ob in den Supermarkt oder in den Spielwarenladen. Und so haben wir vor einem Jahr auch aus dem Kigastart ein Event gemacht – und dafür müssen natürlich neue Dinge eingekauft werden. Die Große hatte riesigen Spaß daran, neue Puschen und Turnschuhe auszusuchen. Außerdem gab’s einen neuen Rucksack, den sie voller Stolz getragen hat. Doch am meisten Spaß hatte sie wohl daran, die Kleider, Hosen und Schuhe mit ihren eigenen Namensetiketten zu bekleben. All das löst (nicht nur) bei unseren Kinder Vorfreude aus und wo Freude ist, da ist kein Platz für Ängste, Sorgen und Unsicherheit.

 

Das erste Mal alleine?

War dein Nachwuchs noch nie länger als wenige Minuten von dir getrennt? Dann hast du im Sommer vor dem Kindergarten die Gelegenheit, dein Kind langsam und behutsam an die erste Trennung von Mama oder Papa zu gewöhnen. Übt doch schon vorher, dass es auch mal eine Stunde – oder zwei – ohne Eltern geht. Vielleicht hat das Eltern-Kind-Zentrum in deiner Nähe auch das Angebot einer Kinderbetreuung. Nutzt das doch! So lernt dein Schatz auch ohne dich klar zu kommen und dass andere Menschen gar nicht so schlimm sind, wie befürchtet.

Trotzdem, und auch wenn dein Kind es schon gewohnt ist, von dir getrennt zu sein, ist der Kindergarten noch einmal eine ganz neue Erfahrung. Größere Gruppen, die Lautstärke der vielen – auch größeren – Kinder ist meist etwas höher, neue Räumlichkeiten, neue Erwachsene – ganz viele neue Eindrücke für so ein dreijähriges Kind! Deshalb ist eine gute Vorbereitung das A und O und eine Ruhepause nach dem Kindergarten hilft, die vielen neuen Reize zu verarbeiten. Also am Besten die ersten Wochen die Tage ganz ruhig ausklingen lassen und nicht große Ausflüge unternehmen. So kann das Kind im gewohnten Umfeld die Vormittage verarbeiten und sich langsam daran gewöhnen.

 

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Verabschiede dich richtig, aber sei immer im Hintergrund verfügbar!

Ganz ganz wichtig: Verabschiede dich, wenn du den Kindergarten nach einigen Minuten verlässt, immer von deinem Kind. Der Abschied sollte nicht zu lange sein und du solltest als Mama und Papa zeigen, dass du hinter der Abschied stehst. Schleiche dich bitte nie davon (!), auch wenn dein Kind gerade abgelenkt ist und schon mit anderen Kindern spielt. Mir war es immer wichtig, meine Tochter in der Garderobe noch beim Umziehen zu begleiten und sie dann mit einer dicken Umarmung und einem Kuss – und sobald sie dazu bereit war – in die Gruppe zu verabschieden. Manchmal gab es Tage, nicht nur ganz am Anfang, wo sie mich noch einige Minuten mehr dort gebraucht hat. Wenn der Abschied aber dann da war, bin ich auch wirklich gegangen und habe meiner Tochter noch einmal versichert, dass ich sie mittags nach dem Essen pünktlich abholen komme. Das gibt ganz viel Sicherheit!

Es ist sinnvoll – wenn möglich – die ersten paar Tage Urlaub zu nehmen. So kannst du dein Kind begleiten und im Notfall auch in den Kindergarten zurück kommen, wenn es unbedingt notwendig wird. Schon bald wird sich dein Kind in der neuen Gruppe einleben und neue Freunde finden. Dann fällt die Trennung von Tag zu Tag leichter!

 

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Sicherheit durch Bekanntes von Zuhause

Neue, junge Kinder haben – zumindest in unserem Kindergarten – die Möglichkeit das geliebte Kuscheltier oder die Schmusedecke von Zuhause mitzubringen. Auch ein liebgewonnenes Kuschelkissen kann hilfreich sein. Unsere Tochter hat von Oma ein tolles Kissen geschenkt bekommen und hat sich den Kissenbezug ausgesucht. Das Kissen hat sie ganz lieb gewonnen und hat es im Kindergarten immer zur Verfügung. So konnte sie – und kann immer noch – wenn sie eine Pause und etwas Ruhe braucht, ihr Kissen nehmen und sich in einer ruhige Ecke zurück ziehen und dort ausspannen oder ihr wundervolles „Meine Welt“ Fotobuch anschauen. Eine solche sichere Ausgangsbasis ist eine wichtige Bedingung für den Übergang von der Familie in den Kindergarten. In Anwesenheit der vertrauten Personen bringt ein vertrauter Gegenstand Sicherheit mit in die Einrichtung. Ein Fotobuch wie unseres kann gleichzeitig ein Tröster sein, wenn die Kleinen dann doch Mama oder Papa vermissen.

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Clausa_September_Oktober_2017

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