Natürlich durch die Erkältungszeit: Fieber

Das bunte Laub auf den Blätter verrät es uns, der Herbst ist da! Und somit auch die Grippesaison und Zeit der Erkältungen, denn die Gefahr, an einer Erkältung oder Grippe zu erkranken, ist in diesen Monaten am Größten. Wenn unsere Abwehrkräfte in den Atemwegen durch Kälte und trockene Heißungsluft geschwächt sind, sind wir Erwachsenen anfällig für Viren. Und leider sind unsere Kinder, deren Immunsystem erst noch lernen muss, mit dem Ansturm der Viren fertig zu werden, nicht vor fiesem Husten und Triefnasen gefeit.

 

Warum sind Kinder häufig(er) krank?

Das Immunsystem unserer Kindern hat in den ersten Lebensjahren viel zu tun, vor allem in den kalten Wintermonaten. Wusstest du schon, dass es mehr als 200 verschiedene (bisher bekannte) Erkältungsviren gibt?

Eine Erkältung wir vor allem durch Viren (Rhinoviren, Adenoviren, Myxoviren, Paramyxoviren, Influenzaviren etc.) ausgelöst und den Umgang mit diesen Viren muss das kindliche Abwehrsystem in den ersten Jahren seines Lebens erst erlernen. Eine gute Nachricht gibt es allerdings: Je älter unsere Kinder werden, umso seltener sind sie krank, denn mit jeder Erkältung lernt die Körperabwehr dazu und unsere Kinder werden nach und nach gegen viele Viren und Bakterien immun.

Ein weiterer Grund dafür, warum die Kinder sich häufiger anstecken ist ganz einfach der, dass sie oft in großen Gruppen eng beieinander sind – z.B. im Kindergarten. Und die Viren werden beim gemeinsamen Spiel, beim Sprechen, Niesen und Kuscheln übertragen und finden sich dann auch auf Spielsachen, Taschentüchern und den Händen. So werden die Erkältungs- und Grippeviren munter von Kind zu Kind – und dann oft auch an Mama oder Papa – weitergereicht.

 

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Wann sprechen wir von Fieber?

Kinder haben im Allgemeinen eine höhere Körpertemperatur als wir Erwachsene, deshalb sprechen wir erst ab einer Temperatur von 38,5° C. von Fieber. Bei einer Temperatur zwischen 38° und 38,5° Grad sprechen wir von erhöhter Temperatur (kann auch auf eine Erkrankung hinweisen) und ab etwa 39,5° sprechen wir dann von hohem Fieber.

Fieber ist eigentlich gar keine (eigenständige) Krankheit, sondern ein Symptom – eine Schutzreaktion des Körpers sozusagen. Sobald unsere weißen Blutkörperchen Viren im Körper aufspüren, senden sie ein Signal an unser Gehirn, dass unsere Körpertemperatur erhöht werden soll. Das ist eine sehr effektive Abwehrmaßnahme. Gerade Babys haben ein noch unzureichend ausgebildetes Immunsystem und sie haben den Viren nicht viel (im Sinne von Abwehrkräften) entgegen zu setzen, außer diesem Mechanismus. Senkt man das Fieber also vorschnell, wird dieser Prozess unterbrochen und die Viren können sich munter im Körper weiter vermehren.

 

Fieber als Schutzmechanismus unseres Körpers

Eine hohe Temperatur aktiviert auch die Leukozyten, wodurch die Vernichtung und der Abtransport der Erreger deutlich schneller erfolgt. Ebenso haben Untersuchungen gezeigt, dass die Temperatur nur genau so hoch ansteigt, wie es erforderlich ist, um die Erreger zu zerstören. Unser Körper würde sich niemals selbst vorsätzlich negativ beeinflussen. Wenn man nun also fiebersenkende Maßnahmen ergreift, kann das zwar sofort Effekt zeigen, doch eigentlich hat man die Selbstheilung des Körpers unterbrochen.

Daher sollte man – sofern nichts dagegen spricht – ein Kind fiebern lassen und diese Maßnahmen nur ergreifen, wenn das Kind stark leidet oder das Fieber zu hoch ansteigt. Dann sollte auch ein Arzt aufgesucht werden. Außerdem heißt es „Ab zum Arzt!“ wenn euer Kind apathisch ist, weint, kaum reagiert und wenig trinkt. In diesen Fällen am besten auch schnellstmöglich das Fieber senken! Auch wenn sich der Zustand über Stunden nicht besser oder euer Schatz zusätzlich an Erbrechen, Durchfall, Atemnot oder starke Kopf-/Bauchschmerzen leider, solltet ihr zum Arzt.

Wichtig ist immer: Bitte ruhig bleiben! Kinder spüren genau, wie es Mama und Papa geht. Wenn wir Unruhig werden, überträgt sich das auch auf unsere Kinder. Ruhe & Entspannung sind aber sehr Wichtig für die Genesung. Denn das Kind spürt, „Mit mir stimmt was nicht, aber Mama und Papa sind ruhig, also wird alles gut!“

Wusstest du schon, dass das Fieber zu senken ist für den Krankheitsverlauf einer Grippe kontraproduktiv. Studien zeigen: Je stärker und öfter das Fieber im Krankheitsverlauf gesenkt wird, desto langwieriger ist der Heilungsprozess. Und in keiner einzigen Studie wurde eine verkürzte Krankheitsdauer durch Fiebersenkung beobachtet.

Fieber beim Kind krank was tun? © Flickr cc by 2.0 Lizenz – Donnie Ray Jones, Rise ‚N Shine

Fieber messen, aber wie?

Es gibt verschiedene Fieberthermometer: digital oder analog, ebenso wie unterschiedliche Thermometer für verschiedene Bereiche unseres Körpers. So gibt es z.B. Thermometer für das Ohr, die Stirn / Schläfe, Achseln, für den Mund (auch in Form eines Schnullers mit Thermometer) uvm. Am exaktesten messen wir, vor allem bei Säuglingen – aber auch bei Kleinkindern, aber rektal. Wer unter der Achsel oder im Mund misst, sollte wissen, dass dort die Temperatur immer um etwa 0,5 Grad niedriger ist, als rektal.

 

Wann muss ich mit Fieber zum Arzt?

Wann wir unbedingt einen Arzt aufsuchen sollten, hängt vom Alter unseres Kindes ab: Für Neugeborene ist Fieber bereits ab 37,8°C bedenklich, zwischen 3 und 6 Monaten sollte man ab 38,2 °C ein Arzt aufsuchen. Nach dem 6. Lebensmonat bitte ab 39,2 °C. zum Arzt – auch schon vorher, wenn einige der Punkte von oben zutreffen (z.B. Kind trinkt fast nichts mehr!).

Ab dem 6 Monaten gilt außerdem: Fühlt sich das Kind gut und hat keine Schmerzen ist es nicht erforderlich, das Fieber zu senken. Wirkt das Kind jedoch apathisch, weint und wimmert, reagiert kaum oder verweigert Flüssigkeiten, sollte das Fieber gesenkt werden. Bessert sich der Zustand nicht oder leidet das Kind zusätzlich an Erbrechen, Durchfall, Atemnot oder starken Kopf- oder Bauchschmerzen, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Nähere Informationen zum Thema Fieber findest du in unserem E-Book zum Thema!
Ich wünsche euch eine Gute Besserung!

 

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