Der Mühlenweg und die Erdpyramiden bei Terenten

Wir hatten am letzten Wochenende spontan Lust auf einen kleinen Familienausflug und haben uns für einen Abstecher zu den Erdpyramiden bei Terenten entschieden. Diese Wanderung ist für die Kleinsten ebenso leicht zu schaffen – wie für unseren Hund – und führt uns über etwa 4,5km und 230hm an sieben historischen Kornmühlen vorbei – bis zu den Erdpyramiden. Los geht’s!

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Der Ausgangspunkt unserer Wanderung ist die Kirche St. Georg in Terenten (1207 m). Die Kirche selbst wurde im 14. Jahrhundert erbaut und ist immer einen Besuch wert. Von dort biegen wir links in Richtung Pfalzen auf die Pustertaler Sonnenstraße bis zum Anfang des Mühlenwegs.

Alle Wanderwege in Terenten sind gut beschildert und gekennzeichnet. Während den bereits bekannten Hexen- und Sagenweg ein lachendes Gespenst auszeichnet, erkennen wir den Mühlenweg an einem Mühlrad. Genaue Streckeninformationen findest du auch in der Wander- und Radkarte „Brixen / Unteres Eisacktal“.

Der Mühlenweg in Terenten / Pustertal

Dieser gemütliche Wanderweg führt unsere Familie ins Terner Tal, wo wir bald die erste von sieben Mühlen erreichen, die Müller Mühle. Einige der Mühlen sind bereits über 500 Jahre alt und wurden aufwendig restauriert und zerstörte Teile originalgetreu nachgebaut. In den letzten Jahren wurde zudem ein informativer Lehrpfad angelegt: So wird heute auf verschiedenen Tafeln die Funktion und die Geschichte der Terner Mühlen erklärt.

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Die wasserbetriebenen Terner Kornmühlen sind über 500 Jahre alt!

Tipp!
Einige dieser Mühlen werden von Mai bis Oktober sogar noch vereinzelt in Betrieb genommen! Bewundern kann man die Schaumühlen noch beim Mühlenfest (jedes Jahr am ersten Sonntag im August), im Rahmen der Veranstaltungsreihe Bauernkuchl – Terner Schmelzpfandl“ im Oktober und natürlich beim aufregenden Almabtrieb im Herbst.

Hinter der Müller Mühle kommen wir, immer bergauf dem Terner Bach folgend, an der Tolden Mühle vorbei und blicken nun die beeindruckenden Erdpyramiden. Unsere beiden Mädels waren ganz fasziniert von den Felsformationen. Diese sind entstanden, nachdem die Gegend um Terenten 1837 von schlimmen Unwettern heimgesucht wurde. Damals rutschte der gesamte Hang ab und riss 16 Mühlen mit sich. Dabei wurde das Gestein freigelegt, das in den Jahrzehnten danach durch Wind und Wettereinflüsse die tollen Erdpyramiden entstehen ließ.

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Rundweg bei den Erdpyramiden bei Terenten

Nach einer Rast bei den Erdpyramiden von Terenten wandern wir den Mühlenweg weiter und genießen dabei die wundervolle Aussicht auf die schneebedeckte Winterlandschaft, die Dolomitengipfel im Südosten und die Sarntaler Alpen im Westen. Auch wenn wir erst gegen Mittag los sind, haben wir immer noch Sonne und die Mädels genießen Ihren Ritt auf Ihrem Schlitten.

Wusstest du schon, dass Terenten die höchste Sonneneinstrahlung unter den Südtiroler Gemeinden hat? Im Winter von etwa 08:00 bis 16:00 Uhr und im Sommer sogar von 04:00 bis 20:00 Uhr.

Wenig später erreichen wir die letzten 5 Mühlen und wandern entspannt an der Hansen Mühle, der Gasser Mühle und der Hansleitner Mühle vorbei bis zur Jakobe Mühle. Hier halten wir uns rechts und überqueren den Terner Bach. Jetzt ist die Hälfte des Rundwegs geschafft und es geht nun nur noch bergab . Nun kommen wir wieder zurück zur Pustertaler Sonnenstraße, welcher wir weiter in Richtung Westen folgen. Wir halten uns nun rechts und erreichen so wieder den Ausgangspunkt. Jetzt haben wir auch noch etwas Zeit, um auf dem großen Spielplatz zu toben! Wer vor Weihachten in Terenten ist, sollte unbedingt beim Terner Advent vorbeischauen!

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Nach der Bachüberquerung gelangen wir zum alten, unbewohnten Flitschhof

Wir haben für die Rundwanderung etwas mehr als 3 Stunden gebraucht, waren aber mit den beiden Mädels (3,5 und 5 Jahre) gemütlich unterwegs und haben eine Essenspause gemacht (mittags). Üblich ist eine Dauer von 1:30h – 1:45 Stunden.

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