Bye, bye lieber Schnuller!

Bei uns ist es jetzt soweit: Der Nuckel soll weg! Und da dachte ich mir, ich nehme euch mit auf unserem Weg. Bevor wir aber zur Schnullerentwöhnung kommen, erst ein paar Worte zu unseren bisherigen Erfahrungen mit dem „Lullie“.

Erster Schnuller – zweites Kind

Unsere erste Tochter ist komplett ohne Schnuller aufgewachsen. Ein paar Mal habe ich ihn ihr angeboten – weil „man das eben so macht!“, doch sie wollte nie. Sie hatte einfach kein ausgeprägtes Saugbedürfnis, dass sie an etwas nuckeln wollte. Unsere zweite Tochter kam mit starkem Saugbedürfnis auf die Welt und auch wenn ich wieder auf den Nuckel verzichten wollte – bekam sie (ungefragt wohlgemerkt) am 2. Tag im Krankenhaus von der Schwester einen Schnuller verpasst. Und da sind wir also: wir haben ein Schnullerkind! 

 

Projekt: Endlich schnullerfrei!

Mittlerweile ist unsere kleine Maus 2 Jahre alt. Seit ihrem ersten Geburtstag haben wir bereits mehrmals versucht, den „Lullie“ abzugewöhnen – auch auf Rat unserer Kinderärztin. Leider ist irgendwie immer etwas dazwischen gekommen: Zähne, Backenzähne und eine schlimme Grippe. Zumindest haben den „Schnullerkonsum“ im 2. Lebensjahr stark reduziert und es gab ihn nur noch zum Schlafen oder in besonderen Situationen (wenn es Mal besonders laut war beim Kasperltheater und sie Angst bekommen hat oder wenn sie hingefallen ist und heftig geweint hat). Nun möchten wir Erwachsenen uns endlich vom Schnuller verabschieden und hoffen, die kleine Maus spielt mit. Doch warum sollte man sich eigentlich vom Beruhigungssauger trennen?

 

Was spricht gegen den Schnuller?

Allerspätestens im 3. Lebensjahr sollten wir unsere Kleinen vom Schnuller entwöhnen, denn der Schnuller kann zu Zahnfehlstellungen führen. Schlimmstenfalls sogar zu Kieferverformungen, die nur operativ und nicht mit einer klassischen Zahnspange zu beheben sind. Das wünscht kein Elternteil seinem Kind, auch wenn es den Schnuller noch so gerne hat. Wir haben uns also informiert und 5 Tipps für den Abschied vom Schnuller zusammengestellt.

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5 Tipps für den Abschied vom Schnuller

Den Schnuller dosieren | Den Nuckel sollte man möglichst immer nur in Maßen einsetzen. Wir haben ihn schon vor einer ganzen Weile tagsüber abgewöhnt und den „Lullie“ gab’s nur mehr abends im Bett. Nun gehen wir den nächsten Schritt!

Konsequent bleiben | Der Abschied von etwas Gewohntem ist nicht immer einfach und unsere Kinder werden das ein- oder andere Tränchen verdrücken. Da heißt es für uns Eltern (und auch alle anderen Bezugspersonen)konsequent bleiben. Wenn der Schnuller weg ist, dann ist er weg!

Erklären, warum! | Kindern fällt es leichter, sich von ihrem Tröster zu trennen, wenn sie den Grund dafür verstehen. Wenn dein Kind auch schon alt genug dafür ist, kannst du ihm erklären wie wichtig gesunde Zähne sind. Wir haben das gemacht und die kleine Maus wollte dann immer wieder die Bilder der Zahnfehlstellungen ansehen. Das scheint wohl besonders interessant gewesen zu sein.

Den Abschied zelebrieren | Der Abschied an dem fixierten Tag (Merke: Konsequent bleiben!) soll gefeiert werden. Egal ob am Schnullerbaum oder mit einem Schnullerfest, bei dem das Kind die Schnullerfee besucht kommt und ein kleines Geschenk mitbringt.

Vorlesen | Bilderbücher zum Thema finde ich eigentlich immer gut! Sie können unseren Kindern helfen, den Abschied zu verstehen und zu verarbeiten. Wir haben uns z. B. das Buch „Moritz Moppelpo braucht keinen Schnuller mehr“ in der Stadtbibliothek besorgt.

Unser „Schnullerfrei-Tagebuch“

Am 21.11.2016 haben wir als Eltern den Entschluss gefasst: Der Schnuller soll endlich weg! Gleich am nächsten Tag haben wir auch die Großeltern und die Tagesmutter eingeweihnt, wo sie nur mittags zum Schlafen einen Schnuller nutzt. Nach dem Aufwachen gibt sie ihn zum Glück immer ganz lieb und problemlos ♥ wieder ab! Wir haben uns den Nikolaus-Abend als Datum für den Abschied vorgestellt.

Am 23.11. haben wir die Stadtbibliothek besucht. Seitdem haben wir einige Bücher zum Thema „Schnullerfrei“ im Haus und schauen sie abends vor dem Schlafen gehen gemeinsam an und lesen darin. Außerdem sprechen wir auch ab und zu darüber, dass der Schnulli nun seinen Dienst getan hat und nun zu einem neuen, kleinen Baby muss. Damit möchten wir der kleinen Maus die Chance geben, sich besser auf den Abschied vorzubereiten.

Die Tage bis Nikolaus verbringen wir nun ohne Schnuller. Das klappt sehr gut und auch die Situationen (Mittagsschlaf z.B.), in denen sie sonst einen Schnuller genutzt hätte, meistert die kleine Maus ganz toll! Ich bin als Mama richtig stolz auf die süße Maus und bin immer zuversichtlicher, dass wir dass am Nikolausabend schaffen werden.

Der letzte Tag ist da!

5.12. und Nikolausabend ist da! Ich bin schon den ganzen Tag unglaublich aufgeregt und gleichzeitig ängstlich. Ich hoffe, die kleine Maus bekommt davon nichts mit, denn das würde sie nur beunruhigen. Wir haben der kleinen Maus die letzten Tage weiterhin erzählt, dass der Nikolaus heute Nacht den Schnuller mitnimmt und einem kleinen Baby bringt, dass ihn viel nötiger hat als sie. Das hat sie ganz gut aufgenommen und hat am Abend ihren Schnuller ganz alleine auf unseren Balkon gebracht und auf ihren Nikolausteller gelegt.

Das Einschlafen an diesem Abend fällt der kleinen Maus schwer(er). Doch am Ende klappt es! Am 2. Tag klappt es dann gleich sehr gut, während wir am 3. Tag abends wieder etwas länger brauchen. Am 4. Abend klappt es dann wieder sehr gut und uns (meinem Mann und mir) fällt gleich auf, dass die kleine Maus plötzlich nachts besser schläft. Sie wacht seltener auf und schläft besser! Während sie vorher ab und zu in der Nacht aufgewacht ist und wir ihr den Schnuller wieder geben mussten, der aus dem Mund gefallen war, ist das jetzt nicht mehr der Fall!

Die kleine Maus hat die nächsten 1,5 Wochen noch ab und zu nach dem Schnuller gefragt. Als wir dann wieder vom Baby erzählt haben, dass jetzt den Schnuller hat, war das für sie OK und sie hat sich mit dem Baby gefreut. Alles in allem war das „Abgewöhnen“ gar nicht schlimm und meine Befürchtungen haben sich nicht erfüllt. Ich bin sehr froh, dass sie ihn freiwillig und gerne abgegeben hat. Sie war bereit und wir haben den richtigen Zeitpunkt erwischt .

Bis bald!

Silvia Rabensteiner Elternblog Südtirol Info Eltern Italien Mutter werden Suedtirol Leistungen Familie Südtirol Italien

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